Vorsorge-Impuls

Ü50 – was ist zu beachten?

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Mit 50 Jahren stehen die meisten Menschen mitten in ihrem Arbeitsleben. Der dritte Lebensabschnitt scheint in weiter Ferne zu liegen. Um sich aber optimal darauf vorzubereiten, sollten wichtige Weichenstellungen schon frühzeitig mit einer Vorsorgeplanung vorgenommen werden.

Ausgabe 09/2019 – Vorsorge-Impuls

 

Viele Menschen unterschätzen ihre Vorsorgelücke

Kurz vor der Pensionierung bleibt nicht mehr viel Handlungsspielraum für eine solide Vorsorgeplanung. Wer es zum Beispiel versäumt hat, über eine längere Zeit in die freiwillige 3. Säule Kapital einzuzahlen, kann seine Rente in der verbleibenden Zeit bis zur Pensionierung nicht mehr substanziell verbessern. Allgemein wird der Zinseszins-Effekt, der über die Jahre seine mächtige Wirkung entfaltet, häufig unterschätzt. Im Gegenzug wird das erwartete Einkommen aus der 1. und 2. Säule häufig höher eingeschätzt, als dies tatsächlich der Fall ist. Die tatsächliche Vorsorgelücke dürfte also bei vielen grösser sein als angenommen.

 

Rahmenbedingungen für die Vorsorgewerke werden immer schwieriger

Die anhaltende Negativzinssituation an den Finanz- und Kapitalmärkten strapaziert das ganze Vorsorgesystem arg. Aus heutiger Sicht besteht nur wenig Hoffnung auf eine baldige Beruhigung der Situation an der Zinsfront. Entsprechend gehen die Umwandlungssätze für die Rentenberechnung und damit die Vermögenserträge zurück. Erschwerend hinzu kommt die derzeitige demografische Entwicklung, wonach immer weniger einzahlende Erwerbstätige auf Rentenbezüger treffen. Da wundert es nicht, dass die Altersvorsorge zu den grössten Sorgen der Schweizer Bevölkerung zählt.

 

Hohe Erwartungen an die dritte Lebensphase

Trotz aller Widrigkeiten streben gemäss Vorsorgebarometer 2019 immer mehr Leute eine frühzeitige oder schrittweise Pensionierung an und erwarten einen weiterhin hohen Geldbedarf nach ihrer Pensionierung. Doch sollte man sich frühzeitig einige Fragen stellen, ob diese Erwartungen finanziell überhaupt aufgehen: Was kostet mich eine frühzeitige Pensionierung? Bin ich genügend vorbereitet, damit ich meinen Lebensstandard behalten kann? Und kann ich mir das eigene Haus oder die Eigentumswohnung auch nach der Pensionierung noch leisten?

 

Gut geplant ist halb gewonnen

Wie auch immer die Lösungsansätze für die Schweizer Vorsorgewerke aussehen werden, die Rahmenbedingungen sind sehr anspruchsvoll. Für die Altersvorsorge nimmt die Eigeninitiative jedes Einzelnen eine immer wichtigere Bedeutung ein. Eine frühzeitige Pensionsplanung klärt alle finanziellen Aspekte rund um die Altersvorsorge. Notwendige Massnahmen werden rechtzeitig eingeleitet, damit die persönlichen Wünsche und Ziele im Leben erfüllt werden. Mit einer Beratung legen Sie die Basis für eine selbstbestimmte Vorsorge. Unsere Experten erarbeiten individuelle, auf den persönlichen Lebensplan abgestimmte Vorsorgelösungen. Dabei berechnen sie mehrere Varianten für Sie. So sind direkte Vergleiche möglich, die es Ihnen erleichtern, die für Sie richtige Entscheidung zu treffen. Und wird die Vorsorgeplanung erst kurz vor der Pensionierung aufgenommen, so lohnt sich in der Regel doch noch eine professionelle Beratung.

 

Geld ist nicht alles

Gesunde Finanzen bieten eine gute Grundlage für einen angenehmen dritten Lebensabschnitt. Doch andere Faktoren sind aber genauso wichtig: Als soziales Wesen sind für den Menschen das persönliche Umfeld und die Beziehungen in der Regel von grosser Relevanz. In der Arbeitswelt ist man sich gewohnt, immer neue Beziehungen aufzubauen. Mit der Pensionierung fällt dies weg. Wer also auch in der Zeit nach der Pensionierung in guter Verfassung bleiben will, sollte den Faktor der Beziehungspflege bereits vorher nicht unterschätzen. Und haben Sie finanziell gut vorgesorgt, so lässt sich die neu gewonnene Freiheit viel besser geniessen.

 

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