Raiffeisen KMU PMI (Konjunkturindikator)

Schwierige Geschäftslage bei KMU in der Industrie

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Der PMI von Raiffeisen ist im Januar auf ein neues Rekordtief gefallen. Die befragten KMU melden erneut einen Rückgang des Geschäftsverlaufs, wobei insbesondere die Auftragsdynamik nachgelassen hat. Sorgen bereitet wieder der starke Franken.
 

Der KMU PMI von Raiffeisen ist im Januar von 47.1 auf 45.0 Punkte gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit Start des Indikators. Werte unter der Wachstumsschwelle von 50 lassen auf eine rückläufige Geschäftslage schliessen. Demnach hat sich der Geschäftsrückgang bei den befragten KMU zuletzt beschleunigt. Besonders die Bewertung des Auftragsbestands ist  schlechter ausgefallen als zu Jahresende. Aber auch die anderen Subindizes schlossen noch tiefer im Kontraktionsbereich, wie z.B. die Produktionskomponente oder der Beschäftigungsindex, der von 44.0 auf 43.2 fiel. Der Rückgang der Lieferfristen hat sich ebenfalls beschleunigt; ein Ausdruck der schwachen Kapazitätsauslastung. Lediglich die Einkaufslagerkomponente notiert noch nahe an der Wachstumsschwelle von 50. Der Subindex liegt unverändert bei 49.3 Punkten, was jedoch ein schwacher Trost ist. Die schwache Auftragsdynamik deutet weiterhin auf keine baldige Erholung der Kapazitätsauslastung hin.

links: Raiffeisen KMU PMI Januar 2020 / rechts: Raiffeisen KMU PMI Subkomponenten (I)

links: Raiffeisen KMU PMI Januar 2020 / rechts: Raiffeisen KMU PMI Subkomponenten (I)

 

Raiffeisen KMU PMI – Subkomponenten (II)

  September Oktober November Dezember Januar
Gesamtindex
49.9 46.6 50.3 47.1 45.0
Auftragsbestand
50.0 43.4 51.5 49.3 45.2
Produktion
51.5 50.0 53.7 47.0 45.8
Beschäftigung
47.7 50.0 47.0 44.0 43.2
Lieferfristen
49.2 44.2 44.9 45.6 42.5
Einkaufslager
50.8 44.9 53.0 49.3 49.3


50 = Wachstumsschwelle

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Raiffeisen-Ökonom Domagoj Arapovic

Domagoj Arapovic, Senior Economist Raiffeisen Schweiz
Domagoj Arapovic, Senior Economist Raiffeisen Schweiz

Domagoj Arapovic hat an der Universität Zürich Volkswirtschaft studiert und arbeitete anschliessend von 2007 bis 2012 bei der Schweizerischen Nationalbank im Economic Research und im Risikomanagement. Seit 2011 hält er das Chartered Financial Analyst- Diplom und seit 2013 ist er bei Raiffeisen Schweiz als Senior Economist tätig.

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