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Freud und Leid: Janine und Reto Mächler beim Saisonstart
Janine und Reto Mächler bei den Saisonvorbereitungen
Beim Skisport liegen Erfolg und Rückschläge oft nah beieinander. Das zeigt sich auch bei den Geschwistern Janine und Reto Mächler. Während Reto Mächler voller Zuversicht in die neue Saison startet, kämpft Janine Mächler während den letzten Vorbereitungen mit gesundheitlichen Problemen. Die Raiffeisenbank Thalwil unterstützt die beiden Skirennfahrer seit mehreren Jahren und begleitet sie auf ihrem Weg durch Höhen und Tiefen. Ein Blick auf ihre Vorbereitungen, Ziele und Herausforderungen der Wintersaison 2025/2026.
Reto Mächler: Mit Rückenwind in die neue Saison
Intensive Vorbereitung zwischen Schule und Prüfungen
Für Reto Mächler verlief die Vorbereitung auf die Wintersaison 2025/2026 insgesamt sehr positiv. Nach Trainingslagern in Magglingen und Tenero, die er neben seinen Berufsmatura-Prüfungen absolvierte, konnte er sich in Ushuaia optimal auf die kommenden Rennen einstellen. «Die Prüfungen haben die Vorbereitung zwar stressig gemacht, aber nächstes Jahr stehen nur noch zwei Fächer an. Dann kann ich mich endlich noch stärker auf den Sport konzentrieren», erklärt er.
Gute Bedingungen in Ushuaia
Das Trainingslager in Argentinien war für Reto Mächler ein Highlight: «Die Bedingungen waren deutlich besser als im vergangenen Jahr in Neuseeland – harte, perfekt präparierte Pisten und zahlreiche Weltcup-Teams vor Ort. Man konnte sich hervorragend vergleichen und sehen, wo man steht.» Der Tagesablauf war streng: vormittags Skitraining, danach Videoanalyse und Konditionseinheiten. Reto Mächler ergänzt: «Am Nachmittag kam manchmal noch eine zusätzliche Einheit dazu – da war der Tag schnell vorbei.»
Erfolg beim Südamerikacup
Ein besonderer Moment für Reto Mächler: Als bester Schweizer belegte er den starken 6. Platz im Südamerikacup. «Das gibt Selbstvertrauen und zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin», berichtet der Thalwiler stolz. Vor allem in den Disziplinen Riesenslalom und Slalom konnte er wertvolle Erfahrungen sammeln.
Ziele für die Saison
Reto Mächler hat klare Ambitionen: Er möchte sich erneut für den Weltcup qualifizieren und im Europacup konstant vorne mitfahren. «Im Slalom ist das Ziel klar: Weltcup-Startplätze sichern. Im Riesenslalom möchte ich mich so steigern, dass ich nächstes Jahr auch dort dabei bin.»

Reto Mächler über seine aktuelle Form: «Physisch und psychisch fühle ich mich bereit. Mein Rücken macht gut mit, ich muss lediglich vorsichtig sein und mir mehr Zeit fürs Aufwärmen nehmen. Mehrere intensive Tage hintereinander sind anspruchsvoll, deshalb plane ich bewusst Pausen ein. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre habe ich gelernt, wie entscheidend Regeneration ist.»
Janine Mächler: Rückenschmerzen nach starker Vorbereitung
Intensives Training und grosse Fortschritte
Auch Janine Mächler blickt auf eine intensive Vorbereitung zurück. Nach einem erfolgreichen Sommertraining und der absolvierten Rekrutenschule, in der sie körperlich einen grossen Schritt machte, fühlte sie sich bestens gerüstet. «Die Sport-RS war für mich eine riesige Chance. Ich konnte körperlich enorm zulegen – vor allem in Kraft und Stabilität. Das hat sich sofort auf den Skiern bemerkbar gemacht», erzählt sie. Die Kombination aus militärischem Training und gezielter Athletikarbeit gab ihr das Gefühl, für die Saison bestens vorbereitet zu sein.
Zeit in Ushuaia – Hauptprobe für den Winter
Ein weiterer Meilenstein war das Trainingslager in Ushuaia. Zehn Tage lang konzentrierte sich Janine Mächler dort voll auf den Riesenslalom. «Es war wie eine Hauptprobe für den Winter. Die Schneeverhältnisse dort sind ganz anders als im Sommer in der Schweiz – man kommt vom Winter direkt wieder in den Winter», beschreibt sie. Da sie während der Saison vor allem Slalom fährt, nutzte sie die Zeit in Argentinien, um im Riesenslalom aufzuholen: «Ich habe dort keinen Slalom trainiert, weil ich während der Saison ohnehin viele Slalom-Einsätze haben werde. So konnten wir den Riesenslalom gezielt aufholen», erklärt die Thalwilerin. Die Bedingungen und die Intensität des Trainings gaben ihr zusätzliches Selbstvertrauen.
Plötzliche Rückenprobleme
Doch kurz vor dem Saisonstart kam der Rückschlag: «Mitte November hat sich im Training der Rücken wieder eingeklemmt – völlig unerwartet. Fünf bis sechs Monate lief alles super, jetzt steht wieder alles in Frage.» Die Schmerzen sind akut, an Skifahren ist momentan nicht zu denken. Janine Mächler hofft, dass sich die Beschwerden schnell lösen, und arbeitet gemeinsam mit Ärzten daran, die Ursache zu finden. «Es fühlt sich an wie ein Hexenschuss. Vielleicht geht es schnell vorbei – das ist meine Hoffnung.»
Ziele bleiben bestehen
Trotz der Unsicherheit hält sie an ihren Zielen fest: Im Slalom in die Top 30 der Weltcup-Startliste und im Europacup vorne mitfahren. «Aber zuerst muss der Rücken wieder gesund werden», betont sie. Die Planung für die Rennen erfolgt jeweils sehr kurzfristig und hängt vom Heilungsverlauf ab.

Janine Mächler über ihre aktuelle Situation: «Nach der Rekrutenschule und dem Sommertraining habe ich mich physisch sehr stark gefühlt. Jetzt gilt es, den Rücken wieder in den Griff zu bekommen. Ich hoffe, dass es schnell geht, damit ich meine Ziele im Slalom und Riesenslalom weiterverfolgen kann.»
Während Reto Mächler mit viel Selbstvertrauen in die Saison startet, muss Janine Mächler erneut Geduld beweisen. Beide zeigen jedoch, wie eng Erfolg und Rückschläge im Skisport miteinander verbunden sind. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein – für die Geschwister Mächler und ihre Träume im Weltcup.
Die Raiffeisenbank Thalwil ist stolz darauf, diese beiden talentierten Athleten auf ihrem Weg zu unterstützen, und wünscht ihnen eine erfolgreiche Wintersaison 2025/2026.