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Saisonstart Reto Mächler
Reto, du hast in diesem Sommer ein Praktikumsjahr begonnen. Training und Arbeitswelt müssen koordiniert werden. Wie läuft es?
Naja, ich habe mir eine Sportverletzung zugezogen und pausiere das Training ungewollt. Daher arbeite ich aktuell mehr. Mein Praktikum habe ich auf zwei Jahre verteilt und auf ein Pensum von 50% ausgerichtet. In der Umsetzung bedeutet dies, dass ich in der zweiten Jahreshälfte und bis Ende Wintersaison Minusstunden einfahre. Danach hat die Arbeit wieder Priorität. Diesen Juli fand eine zweitägige Praktikumseinführung statt. Danach ging es gleich los mit Skilagern in Zermatt und Saas-Fee. Bisher verläuft die Organisation mit flexiblen Arbeitsstunden unkompliziert. Ich kann kurzfristig Tage ab- oder zusagen.
Wie verlief das Training bis zur Verletzung?
Es lief sehr gut. Das konnte ich auch anhand der Rückmeldung meiner Trainer erkennen. Wir haben drei neue Trainer im Team, die ich nun seit April kenne. Mittlerweile wissen wir, was wir voneinander erwarten können. Das Training ist dadurch effizient. Zeitmessungen, die wir seit dem ersten Trainingslager haben, waren alle zufriedenstellend. Ich weiss, wo ich im Vergleich zu meinen Teamkollegen stehe. Aber jetzt verpasse ich leider die nächsten zwei Monate.
Was können wir von dir in der kommenden Saison erwarten, welche Rennen sind für dich wichtig?
Ich fahre Slalom und Riesenslalom und werde auch an Super-G-Rennen teilnehmen. Wenn ich im FIS-Slalom auf die ersten drei Plätze fahre, geht es Anfang März an die Junioren-WM, die kommendes Jahr in Bransko in Bulgarien stattfinden soll. Zudem würde ich gerne im Europa-Cup einen oder mehrere Einsätze haben, sofern dieser aufgrund Corona stattfinden wird.
Wie soll die Zukunft aussehen, betreffend Sport und Berufsleben?
Mein erklärtes Ziel ist es, meine Leidenschaft zum Beruf zu machen.
Das Praktikum absolviere ich, damit ich noch eine Ausbildung in der Tasche habe. Meine aktuelle Situation zeigt: Verletzungen können schneller eintreffen als man denkt.