Wirtschaften in Krisenzeiten: Diese Fragen beschäftigen Unternehmer

4 Fragen und Antworten: Wie KMU aus der Krise wachsen

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Ist mein Geschäftsmodell wirklich zukunftsträchtig und krisenresistent? Solche Gedanken sind jetzt wichtig. Wie diese beantwortet werden, sehen Sie nachfolgend. 

Aus der Krise wachsen

Denken in Szenarien hilft, sich auf rasch verändernde Marktsituationen vorzubereiten oder einzustellen.

Frage 1: «Ich habe mein Geschäftsmodell kurzfristig erweitert und möchte die neuen Kanäle und Märkte nun ausbauen. Dafür muss ich allerdings investieren. Ist dafür jetzt nicht der falsche Zeitpunkt?»

Im Gegenteil. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um in die Zukunft zu schauen und Ihr Geschäftsmodell zu hinterfragen: Welche Geschäftsbereiche rentieren? Welche neuen Produkte, Märkte und Kundensegmente könnten meine Wettbewerbsposition langfristig stärken? Investieren Sie jetzt in innovative Ideen und neue Technologien. Denn Wirtschaft und Arbeitswelt verändern sich rasant; es gilt, die Zukunft zu antizipieren und aktiv zu gestalten. Nutzen Sie die aktuelle Ruhe im Tagesgeschäft aber auch, um über strukturelle und organisatorische Anpassungen nachzudenken.

 

Frage 2: «Ich benötige zusätzliche Mittel für dringend notwendige Investitionen sowie zum Auf- und Ausbau meiner digitalen Absatzkanäle. Erhalte ich dafür von Raiffeisen einen Kredit?» 

Nach erfolgreicher Kreditprüfung unterstützen wir Sie gern dabei. Eine sinnvolle Alternative zum Kauf von Investitionsgütern könnte der Abschluss eines Leasings sein. Damit schonen Sie Ihre liquiden Mittel, können die benötigten Güter aber trotzdem sofort nutzen. 

 

Frage 3: «Wie wird mein Geschäft krisenresistenter?»

Blicken Sie in die Zukunft und spielen Sie verschiedene Szenarien durch. Denken sich auch mal an das vermeintlich Unmögliche. Denken in Szenarien hilft, sich auf rasch wechselnde Marktsituationen vorzubereiten oder einzustellen. Die zunehmende Digitalisierung in den Absatzmärkten schafft in einer Zeit von Physical Distancing einen zusätzlichen Vertriebskanal. So können Sie etwa Servicegeschäfte über grössere Distanz tätigen und werden unabhängiger von Marktentwicklungen.

 

«Denken in Szenarien bringt Vorsprung und Orientierung in der ‹neuen Normalität›.»

Matthias Weibel, Geschäftsführer RUZ 

 

Frage 4: «Was kann mir in Zeiten von Kurzarbeit, Verschuldung, gesetzlichen Auflagen und fehlenden Fachkräften noch Mut machen?» 

Mut macht, dass die Schweizer KMU alle fünf bis zehn Jahre eine Rosskur über sich ergehen lassen müssen: Finanzkrise, Euroschock, jetzt Corona. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass man aus solchen Krisen gestärkt herauskommt. Gerade für Schweizer Industriebetriebe ist die sogenannte VUCA-Welt – Volatilität (Volatility), Unsicherheit (Uncertainty), Komplexität (Complexity) und Vieldeutigkeit (Ambiguity) nicht neu. Die Betriebe zeichnen sich schon heute im internationalen Vergleich durch ausserordentlich hohe Effizienz und grosse Innovationskraft aus. Das gibt Hoffnung. Gleichzeitig haben wir einen gesunden Staat, der rasch reagiert hat, und die massiven Einschränkungen zugunsten der Gesundheit durch wirtschaftliche Sofortmassnahmen abzufedern versucht.

 

3 Tipps: Wachsen

  1. Prüfen Sie: Welche neuen Absatzkanäle und Produkte aus der Lockdown-Zeit schaffen weiterhin Mehrwert?
  2. Bleiben Sie präsent: Nutzen Sie alle bestehenden und neuen Kommunikationskanäle.
  3. Jetzt erst recht: Entwickeln Sie Ihr Geschäftsmodell weiter und investieren Sie in innovative Ideen und Technologien; das macht Sie resistenter.