Rückblick Raiffeisen Kompass
Die Raiffeisenbank Unteres Rheintal hat erstmals zum neuen Format «Raiffeisen Kompass – Was war. Was kommt. Was zählt.» eingeladen. Der Abend bot Genossenschafterinnen und Genossenschaftern einen offenen Einblick in das vergangene Geschäftsjahr, in aktuelle Entwicklungen sowie in die strategische Ausrichtung der kommenden Jahre.
Solide Ergebnisse im Geschäftsjahr 2025
Die Bank blickt auf ein erfreuliches Jahr 2025 zurück. Das Kundengeschäft wuchs um rund 95 Millionen Franken und entwickelte sich in allen zentralen Bereichen positiv – von Hypotheken über Kundeneinlagen bis hin zum Anlagegeschäft. Besonders das Wertschriften- und Vermögensverwaltungsgeschäft legte stark zu und überstieg erstmals die Grenze von 200 Millionen Franken verwalteter Vermögen.
Die Nachfrage nach Wohneigentumsfinanzierungen blieb hoch: 95 Prozent der Hypotheken sind Wohnliegenschaften zugeordnet. Die sehr tiefen Kreditausfälle unterstreichen einmal mehr die nachhaltige Kreditpolitik der Bank.
Stabilität in einem anspruchsvollen Umfeld
Die anhaltend tiefen Leitzinsen führten 2025 zu rückläufigen Zinserträgen – eine Entwicklung, die viele Schweizer Regionalbanken betrifft. Die Raiffeisenbank Unteres Rheintal setzte dennoch bewusst auf Zukunftsinvestitionen: Zusätzliche Fachpersonen, Nachwuchstalente und ein Ausbau der Beratungsqualität stärken die langfristige Leistungsfähigkeit der Bank.
Mit einem Eigenmittelüberschuss von über 35 Millionen Franken sowie einer überdurchschnittlich hohen Gesamtkapitalquote bleibt die Bank hervorragend kapitalisiert und bietet ihren Kundinnen und Kunden höchste Sicherheit.
Strategie bis 2028: Kundennähe, Qualität und gezieltes Wachstum
Für die Jahre 2025 bis 2028 hat der Verwaltungsrat vier zentrale Schwerpunkte definiert:
- Ausbau der Beratungskompetenz, insbesondere in Vorsorge- und Nachlassfragen
- Weiterentwicklung des Kundengeschäfts und Gewinnung zusätzlicher Marktanteile
- Stärkung digitaler und persönlicher Beratungsangebote
- Hohe Servicequalität und Kundennähe als Kern der Markenidentität
Die Bank geht optimistisch ins Jahr 2026 und erwartet – trotz anspruchsvollem Umfeld – ein solides Wachstum sowie weitere Fortschritte in der Ertragsstruktur und im Anlagegeschäft.
Geschäftsstellenstrategie – Orientierung in einem veränderten Umfeld
In den Erläuterungen zur strategischen Entwicklung der Bank kam der Verwaltungsrat proaktiv auf die Geschäftsstellenstrategie zu sprechen. In den vergangenen Monaten sind Kundinnen und Kunden vermehrt mit Fragen zur Zukunft der Geschäftsstellen an die Bank gelangt. Grund dafür waren sowohl regionale Beobachtungen als auch schweizweite Entwicklungen in der Bankenlandschaft. Diese Fragen hat der Verwaltungsrat im Rahmen des «Raiffeisen Kompass» bewusst aufgenommen und eingeordnet.
Ziel war es nicht, Entscheide zu kommunizieren, sondern transparent darzulegen, weshalb die Frage derzeit häufiger gestellt wird und wie die Bank den strategischen Planungsprozess gestaltet. Die Bank betonte klar: Die Standortstrategie gehört seit jeher zu den routinemässigen Hauptaufgaben des Verwaltungsrates. Aktuell befindet sich die Bank – wie in jeder Strategieperiode – in einer breit abgestützten Analysephase. Konkrete Entscheide sind derzeit nicht gefällt. Sobald belastbare Ergebnisse vorliegen, wird der Verwaltungsrat informieren.
Dialog als Grundhaltung
Der Anlass «Raiffeisen Kompass» zeigt: Offenheit und Austausch stehen im Zentrum der Zusammenarbeit zwischen Bank, Mitgliedern und Kundschaft. Die Bank möchte diesen Dialog weiterführen und wird das Format künftig regelmässig einsetzen.