Michael Arnold
Zwischen Begegnungen, Entscheidungen und Zukunftsplänen
6 Monate in 6 Momenten
Sechs Monate sind vergangen, seit Michael Arnold seine neue Funktion als Vorsitzender der Bankleitung übernommen hat. Zeit für einen persönlichen Rückblick über Begegnungen, Entscheidungen und Zukunftspläne.
Der Moment des Übergangs
Frage: Wenn du auf deinen Start zurückblickst: Was hat dich in den ersten Wochen am meisten beschäftigt oder überrascht?
Michael Arnold: Meine 20-jährige Erfahrung bei unserer Bank bildet eine wertvolle Grundlage. In der neuen Funktion hat sich mein Blick auf die Zusammenhänge und das Gesamtunternehmen nochmals erweitert. Besonders spannend finde ich die grosse Bandbreite der Aufgabe. Viele Themen, die ich aus meinen bisherigen Funktionen kannte, laufen nun in der Gesamtverantwortung zusammen.
Gleichzeitig erlebe ich nochmals bewusster, wie nah diese Rolle bei den Menschen ist. Unsere Entscheidungen betreffen konkret unsere Mitarbeitenden, unsere Kundinnen und Kunden und letztlich auch unsere Region. Es ist deshalb wertvoll, auf gute Strukturen, Erfahrung und engagierte Kolleginnen und Kollegen zählen zu können. Das gibt mir Vertrauen und eine starke Grundalge, um gemeinsam die richtigen Prioritäten zu setzen.
Der Moment des Zuhörens
Frage: Viele Veränderungen beginnen mit Zuhören. Welche Erkenntnis aus Gesprächen mit Mitarbeitenden ist dir besonders geblieben?
Michael Arnold: In den Gesprächen ist mir nochmals bewusst geworden, wie stark die Bedürfnisse unserer Kundschaft das tägliche Handeln prägen. Ich erlebe ein grosses Pflichtbewusstsein und einen hohen Anspruch an Zuverlässigkeit und Qualität. Unsere Mitarbeitenden setzen sich mit viel Engagement für gute und nachhaltige Lösungen ein. Diese Haltung ist eine grosse Stärke unserer Bank und eine zentrale Grundlage für das Vertrauen unserer Kundschaft.
Unsere Aufgabe als Führung ist es, diese Haltung zu stärken und gleichzeitig gute Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.
Der Moment der Entscheidung
Frage: Gab es eine Entscheidung, die für dich besonders wichtig oder prägend war?
Michael Arnold: Es war nicht die eine grosse Entscheidung. Prägend war für mich vielmehr, gemeinsam mit meinem Team Prioritäten zu setzen und erste Weichen für die Zukunft zu stellen. Ein konkretes Beispiel war der Entscheid, unsere Vertriebsmannschaft personell zu verstärken. Damit schaffen wir zusätzliche Kapazitäten für die persönliche Beratung und investieren gezielt in die Nähe zu unseren Kundinnen und Kunden.
Bei solchen Entscheidungen gilt es, verschiedene Perspektiven miteinander zu verbinden: die Bedürfnisse unserer Kundschaft, gute Rahmenbedingungen für Mitarbeitende und die langfristige Wirtschaftlichkeit der Bank. Für mich stehen Wirtschaftlichkeit und unser genossenschaftlicher Auftrag dabei nicht im Widerspruch. Eine wirtschaftlich gesunde Bank kann nachhaltig in ihre Kundschaft, ihre Mitarbeitenden und ihre Region investieren.
Entscheidend war für uns deshalb, nicht erst auf einen Engpass zu reagieren, sondern vorausschauend die Voraussetzungen für eine weiterhin hohe Beratungsqualität zu schaffen. Führung bedeutet für mich, Orientierung zu geben, Entscheidungen nachvollziehbar zu machen und den eingeschlagenen Weg anschliessend gemeinsam und konsequent zu gehen.
«Die Bank ist mir seit 20 Jahren vertraut. Mit der Gesamtverantwortung betrachte ich sie heute nochmals aus einer neuen Perspektive.»
Michael Arnold
Vorsitzender der Bankleitung
Der Moment des Ausgleichs
Frage: Wie schaffst du persönlich den Ausgleich zu den Herausforderungen im Berufsalltag?
Michael Arnold: Der wichtigste Ausgleich ist für mich die Zeit mit meiner Familie. Sie gibt mir Bodenhaftung und hilft mir, den Kopf freizubekommen. Daneben bin ich gerne sportlich unterwegs, vor allem beim Joggen oder Biken, entweder alleine oder gemeinsam mit Kollegen. Wenn ich alleine unterwegs bin, kann ich meine Gedanken ordnen und abschalten. Im Austausch mit den Kollegen entstehen oft neue Perspektiven. Und manchmal tut es auch einfach gut, gemeinsam unterwegs zu sein und bewusst nicht an die Arbeit zu denken.
Der Moment des Zusammenspiels
Frage: Was hat dich in den letzten Monaten besonders stolz gemacht, wenn du auf die Zusammenarbeit im Team blickst?
Michael Arnold: Besonders stolz macht mich der gemeinsame Wille, unsere Bank im Sinne unserer Kundinnen und Kunden weiterzuentwickeln. Wir müssen nicht immer von Anfang an in allen Fragen gleicher Meinung sein. Entscheidend ist für mich, dass wir offen diskutieren, unterschiedliche Perspektiven einbeziehen, gemeinsam Lösungen finden und anschliessend in die gleiche Richtung gehen. Ich erlebe viel Engagement und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und unsere Kultur aktiv mitzugestalten. Darauf können wir als Bank aufbauen.
Der Moment der Zukunft
Frage: Wenn du heute ein Jahr vorausblickst: Was möchtest du dann gemeinsam erreicht haben?
Michael Arnold: In einem Jahr werden wir unseren neuen Hauptsitz bezogen haben. Mein Wunsch ist, dass wir dort nicht nur räumlich angekommen sind, sondern den neuen Standort bereits mit Leben gefüllt haben. Die kurzen Wege sollen den Austausch und die Zusammenarbeit stärken. Gleichzeitig soll unsere Kundschaft die Vorteile durch eine persönliche, zeitgemässe Beratung und ein einladendes Umfeld spüren.
Der neue Hauptsitz ist für mich weit mehr als ein Gebäude. Er bietet uns die Chance, unsere Zusammenarbeit und die Begegnung mit unseren Kundinnen und Kunden weiterzuentwickeln. Bei aller Veränderung wollen wir bewahren, was uns auszeichnet: persönliche Nähe, Verlässlichkeit und unsere starke regionale Verankerung. Wenn uns das gelingt, haben wir gemeinsam einen wichtigen Schritt in die Zukunft gemacht.