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Vorsorgeanalyse in allen Lebensphasen

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Warum eine Vorsorgeanalyse in allen Lebenssituationen Sinn macht.

Ausgabe 02/2018 – Newsflash Finanz- und Nachlassplanung
 

 

Wichtige (Vor-)Sorge

Das abnehmende Leistungsniveau in der Altersvorsorge ist gemäss Sorgenbarometer 2017 neu die grösste Sorge von Herr und Frau Schweizer (siehe auch Publikation vom gfs.bern). Mit 44 % belegt die Altersvorsorge zusammen mit der Arbeitslosigkeit den ersten Platz beim aktuellen Sorgenbarometer. Damit erfährt die Altersvorsorge in der Problemwahrnehmung von Herr und Frau Schweizer einen regelrechten Relevanzschub. Aus diesem Grund überrascht es, dass andererseits über ein Drittel der Erwerbstätigen, gemäss einer neuen Studie von Credit Suisse, keine private Vorsorge Säule 3a besitzt.

 

Zahlung von Beiträgen in die Säule 3a (in % der Erwerbstätigen)

Quelle: BfS, Credit Suisse

Quelle: BfS, Credit Suisse

 

Wichtigkeit der privaten Vorsorge

Alle erwerbstätigen Personen ohne private Vorsorge riskieren einschneidende Lücken bei der Altersvorsorge. Um im Alter den gewohnten Lebensstandard weiterführen zu können, benötigt man rund 80 % des letzten Erwerbseinkommens. Mit den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen aus 1. Säule (AHV) und 2. Säule (BVG) erreicht man nach der Pensionierung oft nur rund 60 % des letzten Erwerbseinkommens. Wer besser verdient hat, bekommt schnell bedeutend weniger ausbezahlt. Ausserdem ist mit einer Reduktion des Umwandlungssatzes in der Pensionskasse ohne entsprechende Abfederungsmassnahmen des Arbeitgebers davon auszugehen, dass die gesetzlichen Leistungen noch weiter sinken werden. Es lohnt sich also, möglichst frühzeitig mit der privaten Vorsorge zu beginnen und in die Zukunft zu investieren. Denn wer will schon sein Budget nach der Pensionierung halbieren müssen?

Vorsorgelücke – Leistungen im Alter

Vorsorgelücke – Leistungen im Alter

Von den Befragten in der oben genannten Vorsorgestudie von Credit Suisse, die keine Beiträge in die private Vorsorge (Säule 3a) einzahlen, nennen rund 44 % dafür finanzielle Gründe. Dabei ist es gerade für Eigenheimbesitzer(-innen) ganz einfach zu sparen – gerade jetzt in der aktuellen Tiefzinsphase! Wenn ein(e) Eigenheimbesitzer(-in) heute die Liegenschaft beispielsweise für 2 % finanzieren kann und der kalkulatorische Zins für die Tragbarkeitsberechnung bei 5 % liegt, wäre es möglich, die Differenz von 3 %, welche man heute weniger bezahlen muss (oder einen Teil davon), auf die Seite zu legen. Das somit angesparte Vermögen sichert bei einem Zinsanstieg den Erhalt des Eigenheims oder die finanzielle Unabhängigkeit im Alter.

 

Private Vorsorge, aber richtig

Bei allem Planen rund um die Altersvorsorge darf man aber etwas sehr Wichtiges nicht vergessen: Was nützt eine bestens geplante Zukunft, die beste Anlagestrategie, das schönste Eigenheim, wenn plötzlich der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann oder gar ein Todesfall eintritt und das notwendige Einkommen fehlt, um das Ganze finanzieren zu können? Ein solcher Schicksalsschlag kommt immer unerwartet. Vermögen kann das Leid nicht lindern. Eine geregelte Absicherung bietet aber die notwendige finanzielle Sicherheit für sich selber und seine Angehörigen.

 

Absichern – Illusion oder tatsächlich ein Kundenbedürfnis?

Dieses Thema des Absicherns anzusprechen, hat nichts mit «Angstmacherei» zu tun. Erst wenn die Risiken und deren Ausmass bekannt sind, kann man darauf zielgerichtet und proaktiv reagieren, indem zum Beispiel die Risiken minimiert (wenn möglich), selber getragen oder auf die Versicherungen überwälzt werden.

 

Kundenbedürfnisse – Veränderung je nach Alter und Lebensphase

Egal, wo man gerade im Leben steht, jede Lebensphase ist mit unterschiedlichen Bedürfnissen verbunden. Die persönliche Absicherung und Vorsorge werden daher ein Thema über das ganze Leben hinweg bleiben. Mit einer persönlichen Vorsorgeanalyse werden vorhandene Vorsorgelücken bei Erwerbsunfähigkeit, im Todesfall und im Alter aufgedeckt. Ein spezielles Augenmerk ist auf die neuen Lebensformen wie Konkubinat und Patchwork-Familien zu richten, wo die Leistungen zum Teil massiv schlechter sind als bei verheirateten Personen.

Bedürfnisse verändern sich je nach Alter und Lebensphase

Bedürfnisse verändern sich je nach Alter und Lebensphase

 

Beratung – wo finde ich weitere Informationen?

Raiffeisen bietet mit ihrer Kooperationspartnerin Helvetia zusammen zahlreiche Absicherungs- und Vorsorgelösungen an. Mit diesen können vorhandene Vorsorgelücken individuell und zielgerichtet abgedeckt werden. Heute vorgesorgt bietet Gewähr und Sicherheit im Alter: Broschüre Vorsorgeberatung (PDF, 448.3KB).

Vorsorgeberatung

Mit einer unverbindlichen, gezielten Vorsorgeanalyse der Raiffeisen können Lücken in der Vorsorge rechtzeitig erkannt und passende Massnahmen geplant werden.