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Finanz-Tipp 5: Wofür eigentlich der Pensionskassen-Lohnabzug?

11.04.2019

Die meisten Angestellten und etliche Selbständige stellen Monat für Monat fest: Ein Teil des Lohnes wird nicht ausbezahlt sondern fliesst in die Pensionskasse. Der Pensionskassenausweis informiert jährlich darüber, was mit diesen Geldern passiert. Für manche Versicherte ist er aber nur eine wilde Ansammlung von Zahlen. Das muss nicht sein.

Der Pensionskassenausweis orientiert jährlich über die Verwendung der eingezahlten Gelder und über die dem Versicherten zustehenden Leistungen.

Vorhandenes Altersguthaben

Das vorhandene Altersguthaben zeigt, welches Guthaben bis jetzt in der Pensionskasse angespart wurde. Über die Jahre kommt da ein stattlicher Betrag zusammen - häufig ist das Pensionskassen-Guthaben der grösste Vermögenwert einer Person. Es lohnt sich also, dieser Position Beachtung zu schenken.

Guthaben bei Pensionierung

Aufbauend auf dem vorhandenen Altersguthaben, den Sparbeiträgen auf dem laufenden versicherten Lohn sowie einer Renditeannahme wird eine Projektion des erwarteten Guthabens bei Pensionierung dargestellt. Daraus wird die voraussichtliche Altersrente – Stichwort: Umwandlungssatz – ermittelt.

Invaliditäts- und Todesfallleistungen

Die Pensionskasse erbringt aber nicht nur Leistungen im Alter sondern auch beim Eintreten eines so genannten Risikofalles. Die Invaliditäts- und Todesfallleistungen werden (je nach Pensionskasse) in Abhängigkeit vom Altersguthaben oder vom versicherten Lohn definiert. Ob und in welcher Höhe eine Invalidenrente gesprochen wird, hängt vom Grad der Invalidität ab. Ebenfalls informiert der Pensionskassenausweis über allfällige Todesfallleistungen. Um herauszufinden, welche Hinterbliebenen einen Leistungsanspruch haben und in welcher Form (Rente oder Kapital) diese geleistet wird, kommt man nicht darum herum, einen Blick in das Reglement der jeweiligen Pensionskasse zu werfen.

Beiträge vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Neben den erwähnten Angaben über die zu erwartenden Leistungen orientiert der PK-Ausweis über die Höhe der zu leistenden Beiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Der überwiegende Teil der Beiträge wird für den Sparprozess verwendet. Der geringere Risikoteil deckt die Kosten für die enthaltenen Versicherungsleistungen bei Tod und Invalidität.

Aus diesen Angaben kann sich jeder Versicherte ein erstes Bild machen, wie es um seine persönliche Vorsorge aussieht. So weit so gut und so verständlich.

Daneben gibt es aber eine Vielzahl wichtiger Fragen, die der PK-Ausweis nicht beantwortet:

  • Wieso entspricht der versicherte Lohn nicht dem ganzen Jahressalär?
  • Wie verändern sich die Risikoleistungen, wenn ich einen Vorbezug (z.B. für Wohneigentum) tätige?
  • Weshalb entspricht der Umwandlungssatz meiner Kasse nicht den gesetzlichen 6,8%?
  • Wie funktioniert die Abstimmung mit den Leistungen aus AHV und IV?
  • Wie ist das Einkaufspotential zu Stande gekommen und ist es interessant, diese Lücke mit freiwilligen Einkäufen zu schliessen?

Antworten auf diese und andere Fragen rund um Ihre Vorsorge erhalten Sie bei Ihrer Pensionskasse oder an unseren Tischgesprächen «Pensionskassenausweis verstehen» – wir freuen uns auf Sie:

 
 
Anmeldung Tischgespräche
MarkusHertig

«Manchmal sind Standardunterlagen eines jeden Schweizer und jeder Schweizerin eben doch nicht so einfach zu lesen - ich helfe Ihnen dabei gerne.»

 

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