Boom des Geschäfts mit Luxusartikeln

Das Geschäft mit Luxus boomt. Ein Blick auf die Zürcher Bahnhofstrasse, den Luzerner Schwanenplatz oder auf Interlaken genügt. Dort werden Luxusuhren gleich massenhaft ergattert. Aber heisst es nicht „Klasse statt Masse“? Das passt irgendwie nicht zusammen. Anderseits gibt es nun mal allein schon fast 1,4 Milliarden Chinesen und wenn von denen „nur“ 1% mal nach Europa reist, dann sind das dort 14 Millionen potenzielle Käufer von Luxusartikeln.

Wer soll das bezahlen?

Luxusartikel sind hochwertige Konsumgüter, die sich rein hypothetisch auch in Massen herstellen liessen. Mitunter deshalb steigt ihr Preis trotz reger Nachfrage auch nicht exorbitant. Bei Immobilien ist das etwas anders. Sie sind Investitionsgüter und die lassen sich nicht so einfach vermehren. Genauso wenig wie der Boden. Das hat entsprechend nicht nur vereinzelte, sondern zum Teil schon flächendeckende „Exzesse“ zur Folge. 

 

Luxus in Monaco

Luxus in Monaco

Flächen -und Einzelexzesse

Monaco ist demnach das weltweit teuerste Pflaster. Im Luxussegment kostet der Quadratmeter dort stolze 63‘000 US-Dollar. In Hongkong erhält man für dasselbe Geld 1,4 Quadratmeter und im noblen Skiort Aspen in den USA 1,6 Quadratmeter. St. Moritz liegt bereits auf Rang vier der weltweiten Hotspots, gefolgt von New York und London. In St. Moritz gibt es 1,9 Quadratmeter für 63‘000 US-Dollar, in New York und London 2 Quadratmeter. Rang 8 belegt Genf. Dort kriegt man im Luxussegment „immerhin“ 2,7 Quadratmeter für 63‘000 US-Dollar. Pariser Luxusimmobilien (2,9 Quadratmeter) sind sogar noch günstiger als Genfer. Gleich zwei Plätze unter den Top-Ten schaffen einzig die USA und die Schweiz

Das Penthouse auf dem Odéon-Hochhaus in Monaco galt zuletzt als teuerste Wohnung der Welt. Angeblicher Wert 300 Millionen Euro, dafür gibt’s dann auch eine Wasserrutsche in den Infinity-Pool. Hedge-Fund Gründer Kenneth Griffin blätterte jüngst in New York 238 Millionen Dollar für seine Wohnung an der 220 Central Park South hin. Dafür bekam er 2‘200 Quadratmeter und wohl jeden nur erdenklichen Luxus. Über 100‘000 Dollar für einen Quadratmeter werden sonst wo allerdings kaum bezahlt. Die Villa Lonsdalite am Suvretta Hang in St. Moritz ist dagegen fast ein Schnäppchen. Sie ist um einiges riesiger als Griffins Wohnung und erst noch gut 50 Millionen Dollar günstiger. Auf den Geschmack gekommen? Wir finanzieren ihr Objekt gern, es muss gar nicht mal so teuer sein. 

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Martin Neff, der Chefökonom von Raiffeisen

Martin Neff, der Chefökonom von Raiffeisen

Martin Neff gehört zu den führenden Immobilienexperten in der Schweiz. Er ist seit Anfang 2013 bei Raiffeisen Schweiz. Neff studierte Volkswirtschaft an der Universität Konstanz. Von 1988 bis 1992 arbeitete er beim Schweizerischen Baumeisterverband (SBV) in Zürich, bevor er in die CS eintrat, dort das «Schweiz Research» aufbaute und seit 2008 Chefökonom war.