Industriepolitik – was tun, wenn das Ausland unaufhaltsam fördert?

Industriepolitik ist en vogue. Aus Sorge um zunehmende globale Rivalitäten und technologische Abhängigkeiten werden weltweit Milliarden an Steuergeldern mobilisiert. Mit Subventionen für die Produktion von Mikrochips oder Batterien oder Solarpanelen ist ein politisches Versprechen verbunden: Eine starke einheimische Industrie schafft die Basis für höheren Wohlstand, eine intakte Umwelt und mehr Sicherheit.

In der Schweiz fallen die Versprechen nicht ganz so vollmundig aus. Industriepolitik ist aber auch hierzulande sehr aktuell. So hat die missliche Geschäftslage in der Stahlbranche die Politik dazu bewogen, den betroffenen Unternehmen unter die Arme zu greifen. Vermehrt wird staatliche Investitionslenkung auch für jene Sektoren propagiert, denen zentrale Bedeutung für die Allgemeinheit attestiert wird. Gemein ist den meisten Forderungen der Verweis auf das Ausland: «Wenn es die anderen tun, sollten wir doch auch!»

Was ist von diesen Argumenten zu halten? Sollte auch die Schweiz strategische Branchen fördern? Droht der Wirtschaftsstandort an Attraktivität zu verlieren, wenn unser Land nicht in den Subventionswettlauf einsteigt? Gibt es zielführende Alternativen zur direkten Begünstigung von Firmen und Branchen? 

Zu diesen Fragen diskutieren am «Monday for future» vom 10. Juni Franziska Roth (Ständerätin SP, Kanton Solothurn), Eric Scheidegger (Staatssekretariat für Wirtschaft), Christoph Ammann (Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor Kanton Bern) sowie Samuel Rutz (Avenir Suisse). Die Moderation übernimmt Marc Lehmann (Avenir Suisse).

 

Montag, 10. Juni 2024, 12.00 Uhr

Raiffeisen Forum, Schauplatzgasse 11, 3011 Bern

Programm

12.00 Uhr

Eintreffen der Gäste 

12.10 Uhr

Begrüssung 

  • Christian Hofer, Leiter Nachhaltigkeit, Politik und Genossenschaft, Raiffeisen Schweiz
  • Jürg Müller, Direktor, Avenir Suisse

 

Podiumsdiskussion 

  • Christoph Ammann, Volkswirtschaftsdirektor Kanton Bern 
  • Franziska Roth,  Ständerätin SP (SO) 
  • Eric Scheidegger, Stv. Direktor, Staatssekretariat für Wirtschaft 
  • Samuel Rutz, Leiter Programme und Forschung, Avenir Suisse
     

Moderation: Marc Lehmann, Leiter Kommunikation, Avenir Suisse

13.00 Uhr

Networking Lunch

«Mondays for Future»

Immer an einem Montag während der Session der eidgenössischen Räte, immer mit Blick in die Zukunft: Mit «Mondays for Future» organisiert Avenir Suisse in Kooperation mit dem Raiffeisen Forum eine Veranstaltungsreihe zu den bedeutendsten Zukunftsthemen der Schweiz, über die im Rahmen einer Podiumsdiskussion kontrovers debattiert wird.