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Endlich – die eigenen vier Wände!

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Darauf hast du lange gewartet: die erste eigene Wohnung. Niemand kontrolliert, wann du nach Hause kommst oder wann du aufräumst. Doch was Miete, Nebenkosten und Versicherungen angehen, ist eine gute Planung wichtig – auch in finanzieller Hinsicht. Wir haben dir eine Anleitung zusammengestellt, damit du deine neue Freiheit sorgenlos geniessen kannst.

 

 

Das Budget

Ausziehen beginnt recht unsexy: mit einem durchdachten Budget. Aber es erspart dir so manche Enttäuschung. Es zwingt dich, schon vorweg die wichtigsten Fragen zu klären: Reicht dein Geld für die schicke Dachwohnung im Hipster-Quartier oder vielleicht doch nur für die gemütliche Studentenbude am Rand der Stadt? Ist dir der originelle Altbau oder die Nähe zur Uni wichtiger als die Anzahl Zimmer? Suchst du eine WG, damit mehr Geld für Partys und Klamotten bleibt? Am besten findest du die Antworten noch vor der ersten Wohnungsbesichtigung. Denn, stehst du bereits mit einem Bein in deiner – unbezahlbaren – Traumwohnung, macht die Suche nach günstigerem Wohnraum nur noch halb so viel Spass. Das Merkblatt-Budget (PDF, 52.6KB) liefert dir einen Überblick über anfallende Kosten. Diese kannst du dann ganz einfach mit dem Budgetrechner (PDF, 111.1KB) berechnen.

 

Die Wohnungssuche

Gehörst du zu jenen, die unbedingt im angesagtesten Stadtquartier leben wollen, wird die Suche nach dem idealen Nest zur Glückssache. Aber für diesen Fall gibt es nicht nur Wohnungs- und WG-Suchplattformen, sondern auch Anschlagbretter an Unis, Posts auf Social Media sowie ein Netzwerk aus Tanten, Nachbarn und ehemaligen Schulkameraden. Der beste Freund des Freundes deiner besten Freundin kennt vielleicht jemanden, der gerade aus einer supertollen Wohnung ausziehen will. Ist das Geld knapp? Dann strecke deine Fühler auch in der Agglo oder sogar auf dem Land aus. Etwas frische Luft ist auf der nächtlichen Heimfahrt mit dem Velo oder E-Bike gar nicht so übel.

 

Die Bewerbung

Mach es wie beim Bewerbungsgespräch für deinen Traumjob: Schicke eine saubere Bewerbung mit Bild, Begleitschreiben und Referenzen (Achtung: Personen vorher informieren!) an die Verwaltung und erscheine beim Besichtigungstermin pünktlich, freundlich und mit passendem Look. Nimm am besten eine Freundin oder einen Freund mit: Vier Augen sehen besser, ob die Wohnung Mängel hat, mit denen du nicht leben möchtest. Falls du Kettenraucherin bist und mit sieben Ratten und einem Schlagzeug in die Wohnung einziehen willst, kannst du mit Ehrlichkeit Probleme vermeiden.

 

Der administrative Kram

Hast du die passende Wohnung gefunden, folgt die trockene Arbeit: vom Mietvertrag über die Versicherungen bis zum Internet-Anschluss. Hier findest du die Checkliste – Einzug (PDF, 57.7KB), damit du nichts Wichtiges vergisst.

 

Die Einrichtung

Die erste Wohnung ist wie viermal Weihnachten. Was du alles brauchst, findest du in unserer Checkliste – Erstausstattung (PDF, 44.2KB). Unser Tipp: Überleg dir, was du wirklich brauchst. Ist das Geld knapp, starte mit dem alten Geschirrset deiner Tante und den Holzstühlen vom Estrich deiner Eltern. Lieber ein paar Monate (oder Jahre) am Vintage-Tisch essen, statt die Wohnung mit 0815-Billigmöbeln vollzustopfen. Auf Instagram & Co. findest du tausend Ideen für kreative DIY-Ideen. Das gibt dir Zeit und Raum, um nach Lieblingsobjekten Ausschau zu halten und dein Nest nach und nach persönlich einzurichten.

 

Der Umzug

Nun gilt es ernst. Neben einem Transporter brauchst du kräftige und geschickte Menschen, die dir beim Kistenschleppen, Bettzusammenbauen und Bilderaufhängen helfen. Sorge für gute Musik und leckeres Essen. Schliesslich gibt es ja auch einen speziellen Moment zu feiern! Bei der Übergabe der Wohnung erstellst du mit dem Vermieter eine Mängelliste, in der ihr alle bestehenden Schäden in der Wohnung festhaltet. Es ist wichtig, dass du hier genau hinschaust, damit du nicht für Schäden haften musst, die jemand vor dir verursacht hat.