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23.03.2023

Welche Chance bieten Anlagefonds 2023

Im letzten Jahr sorgten starke Kurskorrekturen an den Börsen für Verunsicherung. Vorerst bleiben auch die Volatilitäten an den Finanzmärkten hoch. Für Anleger dürfte sich 2023 aber als Jahr der Opportunitäten entpuppen. Wie nutze ich diese?

 

Die Finanzmärkte haben ein turbulentes Jahr hinter sich. Anfang 2022 bewegten sich die Börsen noch auf einem Allzeithoch, doch die rasch anziehende Inflation brachte die Kurse bald schon ins Trudeln. Durch den Ukraine-Krieg schossen die Energie- und Rohstoffpreise in die Höhe und die Notenbanken mussten stark intervenieren.

In Verbindung mit der unsicheren geopolitischen Lage führte die restriktive Geldpolitik bei praktisch allen Anlageklassen zu Korrekturen – von Aktien über Obligationen bis hin zu Immobilien. Selbst Anleger, die aus Risikoüberlegungen in Obligationen investiert hatten, wurden für einmal negativ überrascht.

 

Die USA und Europa am Rand einer Rezession
Im zweiten Quartal 2023 dürfte die Situation weiter angespannt bleiben. Die Teuerung in den USA und Europa ist nach wie vor hoch und die konjunkturellen Vorlaufindikatoren deuten auf eine Rezession hin. Ein Rezept dagegen wären Zinssenkungen, doch dazu wird es voraussichtlich nicht kommen. Die Zinsen werden für längere Zeit auf hohem Niveau verharren, da die Geldpolitik der US-Notenbank Fed aufgrund der hohen Inflation weiterhin restriktiv bleiben wird.

Dieselbe Politik dürfte auch die europäische Notenbank EZB verfolgen. Sie wird die Zinsen ebenfalls weiter anheben müssen, denn jährliche Inflationsraten von aktuell rund 8.5 Prozent im Euroraum sind zu hoch. 2023 dürfte die Wirtschaftsleistung in Europa sinken und zu einem Null-Wachstum führen.

 

Sonderfall Schweiz
Etwas positiver sind die Konjunkturaussichten in der Schweiz. Hier erwarten wir keine Rezession, sondern ein Wachstum von noch knapp einem Prozent. Dies hängt unter anderem mit der Struktur der Schweizer Wirtschaft zusammen, welche sich durch einen starken Dienstleistungssektor auszeichnet.

 

Gut aufgestellt für die kommenden Monate
An den Aktienmärkten ist teilweise mit weiteren Kursrückschlägen zu rechnen. Das wiederum eröffnet aber auch Chancen, insbesondere bei dividendenstarken Qualitätstiteln. Dabei sollte der Fokus auf der Schuldnerqualität liegen, denn hoch verschuldete Unternehmen haben ein schwieriges Jahr vor sich. Die Kombination aus höheren Zinsen und schwächerer Konjunktur ist toxisch.
Auch das aktuelle Jahr bietet – trotz des ereignisreichen Umfelds und all den externen Einflüssen – somit gute Opportunitäten, um Geld anzulegen. Weiterhin gilt aber: Ob aufgrund der Entwicklung der Finanzmärkte oder einer Veränderung in der eigenen Lebenssituation, Anleger sollten ihre Geldanlagen regelmässig überprüfen und mit ihrem zukünftigen Liquiditätsbedarf in Gleichgewicht bringen. In diesem Zusammenhang ist es auch immer wieder wichtig zu erwähnen, dass die Diversifikation des persönlichen Portfolios ein entscheidender Erfolgsfaktor für Ihre Rendite ist. Für Kleinanleger ist eine Partizipation an der Börse mit passenden Anlagefonds zu empfehlen. So können Sie bereits mit kleinen Beträgen stetig ein Anlagevermögen aufbauen und sind vor Klumpenrisiken einzelner Aktientitel geschützt.

 

Céleste Godel, Vermögensberater