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23.11.2018

Schweizer Small- und Mid-Caps unter Druck

Finanzinformation

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Inden vergangenen Jahren standen die Schweizer Small und Mid Cap Aktien im Fokusund in der Gunst der Anleger. Alleine in den fünf Jahren von Anfang 2013 bisEnde 2017 konnten die Small-Caps um 134 Prozent zulegen und auch die Mid-Capsstiegen um satte 129 Prozent an. Die SMI-Titel konnten in derselben Periodegerade einmal einen Wertzuwachs von 61 Prozent verzeichnen.

 

Die Gründe für diesenfrappanten Performanceunterschied sind vielschichtig. Generell schlagen bei denAktien über längere Zeitperioden betrachtet die Kleinen die Grossen.Schnelleres Wachstum, klarer Fokus auf Nischen, starke Ankeraktionäre (oftFamilien) aber auch die Illiquiditätsprämie sind Erklärungen für diesesPhänomen.

 

AufkommendeSorgen der Anleger

Seit diesem Sommer hat sichdas Blatt nun aber gewendet. Aufgrund des Handelsstreits zwischen den USA undChina, der Schuldenkrise in Italien sowie steigender Zinsen kamen dieAktienmärkte unter Druck. Auch die Schweizer Small und Mid Caps brachen in derzweiten Jahreshälfte ein. Interessanterweise konnte der SMI in dieserZeitperiode zulegen. Auf der Titelebene ergibt sich seit Jahresanfang nun einklares Bild. Im SMI notieren die Aktien von Lonza, Swiss Life, Givaudan sowieNovartis im Plus. Die Verlierer sind Banken, Luxusgüterkonzerne sowieklassische Zykliker. Bei den Mid-Caps gehören die Technologiewerte AMS, U-Bloxund VAT sowie diverse Industriewerte zu den grossen Verlierern. Daraus lassensich diverse Entwicklungen ablesen: Erstens fand eine signifikanteSektorrotation aus den zyklischen in die defensiven Branchen statt und zweitensvollzog sich eine Trendwende von den kleineren und mittelgrossen hin zu dengrosskapitalisierten Werten. Diese Entwicklungen widerspiegeln sehr deutlichdie aufkommenden Konjunktur- und Wachstumssorgen der Anleger.

 

Esgibt Optionen

Auch wenn eine gewisseVorsicht weiterhin angezeigt ist, eröffnen sich deshalb nach dem Ausverkauf nunkurzfristig Opportunitäten bei ausgesuchten Zyklikern. Einige dieser Aktienhaben seit Jahresanfang 30 Prozent und mehr an Wert verloren und sind nunteilweise sehr attraktiv bewertet. Dabei sollte der Fokus auf Gesellschaftengelegt werden, welche eine starke Marktposition haben und zudem über einesolide Bilanz verfügen.