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22.03.2019

Stadler Rail kündigt Börsengang an

Finanzinfo

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Nachdem letzte Woche bereitsdas Tessiner Medizinaltechnik-Unternehmen Medacta den Börsengang für das zweiteQuartal angekündigt hatte, folgte diese Woche der SchienenfahrzeugherstellerStadler Rail. Über das Initial Public Offering (IPO) des vom landesweitbekannten Unternehmer Peter Spuhler geführten Konzerns wurde seit längerem spekuliert.

 

Nun soll also ernst gemacht werden. Peter Spuhler beabsichtigt dieHälfte seiner Aktien im Verlaufe des zweiten Quartals an der Schweizer Börse zuplatzieren. Damit wird sich sein Anteil am Zughersteller von aktuell 80 Prozentauf 40 Prozent reduzieren. Der langjährige Patron bleibt aber der grössteEinzelaktionär und zudem Verwaltungsratspräsident.

 

Laufende Konsolidierung imSegment der Zughersteller

Für den Börsengang gibt es hauptsächlich drei Gründe: Erstenserleichtert er die Nachfolgeplanung und erhöht die Flexibilität. Zweitens wirdder Bekanntheitsgrad der Firma nochmals deutlich gesteigert. Und drittenserlangt der Konzern nun die Kapitalmarktfähigkeit, was die Handlungsoptionen inder sich stark konsolidierenden Industrie erhöht. Im Segment der Zugherstellerfindet nämlich ein Verdrängungskampf statt. In den letzten 20 Jahren ging dieAnzahl der Anbieter von rund 200 auf noch knapp 20 namhafte Spieler zurück.Angeführt wird die Liste vom chinesischen Staatskonzern CRRC. Der Versuch, dieBahnsparte von Siemens und Alstom zusammenzuführen, wurde zwar von denWettbewerbsbehörden verhindert – die Entwicklung in Richtung Oligopol wird aberweitergehen. Stadler Rail ist mit einem Umsatz von gut 2 Milliarden SchweizerFranken und 8‘500 Beschäftigten weltweit die Nummer Sieben und möchte bei derlaufenden Konsolidierung selbst eine aktive Rolle spielen.

 

Hohe Nachfrage dank Megatrends

Aufgrund der hohen Nachfrage dürfte die Emission mehrfach überzeichnetwerden. Die Zuteilung aus dem IPO wird für Privatanleger wohl entsprechendmager ausfallen. Die Börsenkapitalisierung könnte zum Start zwischen 3,5 und 4Milliarden Franken betragen. Neben dem hohen Bekanntheitsgrad der Firmaunterstützen auch diverse Megatrends die «Investment-Story». Die Urbanisierungerfordert einen massiven Ausbau der Nahverkehrsinfrastruktur. Gleichzeitigsteht die Schiene für eine nachhaltige und CO2-arme Alternative zumStrassen- und Luftverkehr. Die aktuelle Debatte zum Thema «Klimawandel» spieltStadler Rail damit in die Hände.