Interview mit André Huber, Individualkundenberater

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André Huber, Individualkundenberater
André Huber, Individualkundenberater

Lieber André, du bist seit 01.01.2022 bei uns als Individualkundenberater mit Schwerpunkt Vorsorge- und Pensionsplanung tätig. Was hat dich zu uns gebracht?

Ich bin bereits seit vielen Jahren als Vorsorge- und Finanzberater tätig. Als ich erfuhr, dass die Raiffeisenbank Mutschellen-Reppischtal ihre Beratungskompetenzen im Bereich Vorsorge- und Pensionsplanung ausbauen möchte und einen vielseitigen Berater sucht, der auch im Bereich Anlage- und Hypothekenberatung tätig sein soll, sah ich für mich eine einmalige Gelegenheit, meinen fachlichen Horizont zu erweitern und zukünftig eine abwechslungsreiche und herausfordernde Beratungstätigkeit bei einer etablierten Bank ausüben zu können.

Wie sieht dein Arbeitsalltag bei uns aus?

Ich berate einen eigenen Kundenstamm in allen Finanzthemen und stehe für alle meine Kolleginnen und Kollegen als Spezialist für Fragen der Vorsorge und der Pensionsplanung zur Verfügung. So zeige ich z. B. jungen Familien auf, wie die finanzielle Situation aussehen würde, wenn durch Krankheit, Unfall oder einen tragischen Todesfall, einer der Eltern ausfallen würde. Oder ich kann Personen, welche sich Gedanken zu Ihrer finanziellen Situation nach der Pensionierung machen, Hilfestellung leisten und aufzeigen, wie hoch eine allfällige Rente ausfallen wird, oder ob eine Frühpensionierung möglich wäre, oder wie sich ein allfälliger Kapitalbezug aus der beruflichen Vorsorge auswirken würde. Schlussendlich erarbeite ich für diese Personen einen detaillierten Massnahmenplan, welcher wie ein Kompass und Wegweiser aufzeigt, wann welche Tätigkeiten an die Hand genommen werden sollten.

André Huber beim Rock'n'Roll-Tanzen

Wo bist du an deinen freien Tagen anzutreffen?

Als Ausgleich zu meiner meist sitzenden Bürotätigkeit betreibe ich sehr gerne Laufsport und bin daher oft joggend im Wald oder im Quartier anzutreffen. Früher habe ich auch an Marathonläufen teilgenommen. Mein Traum ist es, irgendwann noch an einem der grossen Läufe wie New York, London oder Paris mitzulaufen. Ich reise sehr gerne in ferne Länder, erkunde fremde Städte und halte mich liebend gerne am Meer auf. Wenn es die Zeit zulässt, bin ich mit meiner Fotokamera unterwegs, auf der Suche nach speziellen und faszinierenden Fotomotiven.

Ansonsten tanze ich mit meiner Frau in einem Rock’n’Roll-Tanzclub, mit welchem wir ab und zu an verschiedensten Anlässen unsere fetzigen Tanzshows aufführen.

Du bist Vorsorge-Experte und arbeitest in einem Teilzeitpensum (80 %). Man liest, dass gerade Teilzeitmitarbeiter sich bezüglich einer Vorsorgelücke Gedanken machen müssen. Wie hast du das als Experte gelöst?

Dies ist tatsächlich eine vorsorgetechnische Herausforderung. Ein Studium neben dem Beruf, eine umfangreiche Weiterbildung, ein Nebenerwerb oder Kinderbetreuung. Es gibt viele Gründe für ein Teilzeitpensum. Bei den Sozialversicherungen gelten für Teilzeiterwerbstätige an sich dieselben Regeln wie bei einer 100-Prozentfestanstellung. Allerdings gilt auch: weniger Lohn gleich weniger Beiträge an AHV und Pensionskasse, gleich weniger Geld im Alter. Besonders deutlich zeigt sich dieser Mechanismus bei Frauen, die wegen ihrer Familienpflichten die Erwerbstätigkeit reduzieren. Fachleute empfehlen aus Sicht der Altersvorsorge, das Erwerbspensum nicht unter 60 bis 70 Prozent fallen zu lassen – eine Empfehlung, die übrigens nicht nur für Frauen gilt. Daher habe ich für mich mit Hilfe eines ausgeklügelten Planungstools errechnet, wie hoch meine Alterseinnahmen sein werden und konnte so bestimmen, welchen Betrag ich nebst meinen Zahlungen in die 3. Säule, zusätzlich privat auf die Seite legen muss. Diese Planung empfehle ich grundsätzlich jeder Person zwischen dem 50. und 55. Lebensjahr.

Wenn du im Lotto 1 Million Schweizer Franken gewinnen würdest, was würde sich an deinem Leben ändern und was würdest du mit dem Geld machen?

Grundsätzlich würde ich so weiterleben wie bisher. Sicher würde ich meine Kinder an meinem Glück teilhaben lassen. Dann würde ich einige ausgiebige Reisen unternehmen und sicher die eine oder andere notwendige Anschaffung tätigen. Aber gerade in solch einer Situation, wie bei einem hohen Geldgewinn, ist es wichtig, planmässig vorzugehen. Ich würde das gewonnene Kapital gemäss meinem Anlegerprofil und meinem persönlichen Anlagehorizont breit diversifiziert bei einer seriösen Bank anlegen. Wusstest du, dass die meisten Lottomillionäre einige Zeit nach dem grossen Gewinn, weniger Geld besassen, als vorher…?