Unternehmensnachfolge

Nachfolgelösungen

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Ob die Übergabe an ein Familienmitglied erfolgt, an eine unternehmensinterne Vertrauensperson oder ein externer Käufer: Jede der drei gängigen Optionen für die Unternehmensnachfolge hat ihre Eigenheiten sowie Vor- und Nachteile. Wer diese kennt und sich eingehend damit befasst, findet den optimalen Weg für den eigenen Betrieb.

 

Die drei wichtigsten Nachfolgeoptionen

In praktisch 100 Prozent der Unternehmensnachfolgen kommen traditionsgemäss die drei wichtigsten Nachfolgeoptionen zum Zug. Es sind dies die familieninterne Übertragung (Family-Buy-Out) sowie die unternehmensinterne (Management-Buy-Out) respektive unternehmensexterne Übertragung (Management-Buy-In) durch Verkauf. 

 

Statistik: Familieninterne Nachfolgen sind am häufigsten

Familieninterne Nachfolgen «Family-Buy-Out» sind mit 41 % am häufigsten.

Was die effektiv beanspruchte Zeit betrifft, unterscheiden sich die drei Nachfolgevarianten wesentlich voneinander. Nachfolgeregelungen in der Familie dauern am längsten. Die laut Bisnode D&B durchschnittliche Dauer zwischen Erstkontakt von Übergeber und Übernehmer beträgt bei einem Management Buy In (MBI) 1,6 Jahre, bei einem Management Buy Out (MBO) 3,3 Jahre und bei einem Family Buy Out (FBO) sogar 6,6 Jahre.

 

Family-Buy-Out (FBO)

Bei einem FBO wird das Unternehmen an einen oder mehrere Nachkommen des Eigentümers oder andere Familienmitglieder weitergegeben. Diese Option wird von vielen Unternehmen bevorzugt, damit das Lebenswerk innerhalb der Familie weiterbesteht.

Management-Buy-Out (MBO)

Von einem MBO spricht man, wenn ein Unternehmen an einen oder mehrere leitende Angestellte verkauft wird. Geeignete Nachfolger können kontinuierlich aufgebaut und frühzeitig ans Unternehmen gebunden werden.

Management-Buy-In (MBI)

Wird ein Unternehmen an eine familien- und unternehmensexterne Drittpartei verkauft, bezeichnet man dies als MBI. Als Käufer können Privatpersonen oder andere Unternehmen auftreten.

Neben diesen drei Optionen gibt es in ganz seltenen Fällen noch weitere Nachfolgevarianten: Dazu gehört die Fusion, verbunden allenfalls mit dem Gang an die Börse. In solchen Fällen gehören auch Finanzinvestoren und strategische Käufer oft zur interessierten Zielgruppe. Als letzter Ausweg, wenn keine Nachfolge funktioniert, resultiert die Liquidation des Unternehmens.

 

Welche Nachfolgelösung ist die richtige für mich?

Welche Nachfolgeoption für Ihr Unternehmen die richtig ist hängt von diversen persönlichen, finanziellen, steuerlichen und rechtlichen Fragestellungen ab. Eine fundierte Situationsanalyse ist der erste Schritt um herauszufinden, welche Option für das Unternehmen, das Umfeld und die persönliche Zukunft des Unternehmers die beste ist.

Unternehmensinterne Nachfolge in der Praxis

Die Übergeber Jörg Studach und Adrian Eggenberger
Wie hat die unternehmensinterne Nachfolge bei der Softtec AG funktioniert?

Fünf Jahre lang haben Jörg Studach und Adrian Eggenberger Ihren eigenen Abgang aus ihrem Unternehmen akribisch geplant. Im Jahr 2015 haben die Inhaber der SOFTEC AG ihr Lebenswerk schliesslich weitergegeben. Sie haben uns erzählt, wie die interne Übergabe bei ihrem Unternehmen funktioniert hat.

 

Ende gut, alles gut – die Übergabe eines Lebenswerks bei der Softec AG.