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Warum Paare über Altersvorsorge sprechen müssen
In der Altersvorsorge spiegelt sich unser gesamtes Berufsleben. Sie macht sichtbar, wie viel wir gearbeitet, verdient und wie lange wir allenfalls pausiert haben. All das hat einen Einfluss darauf, wie gut wir im Alter finanziell dastehen.
Frauen und Männer haben oft unterschiedliche Erwerbsbiografien: Frauen arbeiten vielfach Teilzeit und machen auch häufiger längere Pausen zugunsten der Familiengründung. Dies führt zu finanziellen Nachteilen im Alter.
3 von 4 Frauen haben eine Vorsorgelücke
Um den gewohnten Lebensstandard nach der Pensionierung weiterführen zu können, braucht es rund 80 Prozent des letzten Lohns. Das erreicht in der Schweiz gerade mal ein Viertel aller Frauen. Umgekehrt heisst das: Drei Viertel der Frauen haben eine Vorsorgelücke. Sie müssen im Alter mit weniger Geld auskommen. Damit es nicht so weit kommt, sollten zwei Massnahmen ergriffen werden: Erstens gilt es, das Thema Finanzen gemeinschaftlich in der Partnerschaft zu besprechen. Und zweitens müssen Frauen selbst aktiv werden und in die Säule 3a investieren.
Altersvorsorge ist «Paar-Sache»
Das Raiffeisen Vorsorgebarometer zeigt: Nur knapp die Hälfte der Paare in der Schweiz spricht über die Altersvorsorge. Das ist problematisch. Denn Themen wie Familienplanung, Betreuungsformen und Arbeitsteilung wirken sich nicht nur auf den Familienalltag aus, sondern beeinflussen massgeblich auch die Altersvorsorge.
Deshalb sollten Paare vor wichtigen Entscheidungen immer auch die finanziellen Folgen durchspielen – nicht nur für die unmittelbare, sondern auch die fernere Zukunft. So werden negative Auswirkungen auf die individuelle Vorsorgesituation frühzeitig erkannt und es lassen sich Massnahmen ergreifen, um negative Effekte abzufedern.
Vorsorgegeld in Wertschriften investieren
Eine der wichtigsten Massnahmen ist die private Vorsorge im Rahmen der 3. Säule. Dank Zinseszins und Steuervorteilen lässt sich bereits mit kleinen Beträgen über die Jahre hinweg Vermögen aufbauen. Denn entscheidend ist nicht nur das «Wieviel», sondern auch das «Wie».
Weil die Zinsen auf den Sparkonti nach wie vor tiefer sind als die Teuerung, verlieren die Vorsorgegelder auf den Säule-3a-Konti real laufend an Wert. Deshalb kann es sich lohnen, die Vorsorgegelder in Wertschriften zu investieren. Aufgrund des langen Anlagehorizonts können selbst grössere Schwankungen an den Märkten über die Zeit ausgeglichen werden.
Kritische und zurückhaltende Investorinnen
Allerdings sind Frauen kritische Investorinnen: Sie möchten eine Anlagelösung mit den damit verbundenen Chancen und Risiken rundum verstehen. Sonst belassen sie ihr Geld lieber auf dem Konto. Während bei den Männern 35 Prozent ihr Säule-3a-Guthaben in Wertschriften investieren, sind es bei den Frauen lediglich 26 Prozent, wie das Raiffeisen Vorsorgebarometer 2024 zeigt.
Es ist wünschenswert, dass Frauen bald mit den Männern gleichziehen, und bei der Vorsorge vermehrt auf Wertschriften setzen. Dazu müssen sie vielleicht ein bisschen Mut aufbringen. Die Anlagestrategie wird aber immer gemeinsam mit der Kundin definiert und an die individuelle Risikofähigkeit und den Risikobereitschaft optimal angepasst.
Lassen Sie sich beraten. Unsere Anlageeperten stehen Ihnen sehr gerne zur Verfügung.