Eigenheimbesitzer zeigen hohe Bereitschaft zum Umstieg auf erneuerbares Heizen

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03.11.2021

Eigenheimbesitzer zeigen hohe Bereitschaft zum Umstieg auf erneuerbares Heizen

  • 30 Prozent der Immobilienbesitzer nutzen bereits klimafreundliche Heiztechnologien.
  • Private Anlagen zur Erzeugung von Solarstrom verzeichnen ein exponentielles Wachstum.
  • Raiffeisen ermöglicht einen umfassenden Blick auf Modernisierungsmassnahmen.

 

St.Gallen, 3. November 2021. Der Schwerpunkt des 11. Kundenbarometers erneuerbare Energien lag auf dem Einsatz und der Nutzung von Heizungstechnologien, Solaranlagen und Elektromobilität. Die Umfrage von Raiffeisen, der Universität St.Gallen und EnergieSchweiz zeigt, dass die Hälfte der befragten Eigenheimbesitzer grundsätzlich bereit ist, ihre Öl- oder Gasheizung durch eine umweltfreundlichere Technologie zu ersetzen. Ein Viertel der Befragten hat dagegen über einen Ersatz noch nicht nachgedacht.

30 Prozent der Befragten nutzen bereits klimafreundliche Heiztechnologien wie Wärmepumpen, Solarthermie und Fernwärme. Ölheizungen sind jedoch nach wie vor weit verbreitet. 28 Prozent der Befragten heizt noch mit Öl. Davon haben sich laut der Befragung nur rund ein Fünftel bereits für einen klimafreundlichen Ersatz in den nächsten Jahren entschieden. Rund die Hälfte der Ölheizungsnutzer gab an, nicht selbst über den Ersatz entscheiden zu können, sondern auf die Entscheidung ihres Vermieters angewiesen zu sein.

 

Grosse Nachfrage nach Photovoltaikanlagen 

Neben ökologischen Heizsystemen können auch Elektromobilität, Batteriespeicher und Solarenergie einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen leisten. Insbesondere Photovoltaik-Anlagen (PVA) verzeichnen derzeit ein exponentielles Wachstum, wie die Auswertung der Studie zeigt. So besitzen bereits 22 Prozent der befragten Eigenheimbesitzer eine Anlage zur Erzeugung von Solarstrom, 30 Prozent können sich eine Anschaffung in naher Zukunft vorstellen.

Zu den wichtigsten Faktoren, die den Anschaffungszeitpunkt bestimmen, gehören  Kosten und Finanzierung, gefolgt von Immobilienerwerb sowie Verfügbarkeit von Fördermitteln. Die diesjährige Studie hat sich zudem dem Batteriespeicher für Photovoltaikanlagen gewidmet. Hauptargumente für den Kauf eines Batteriespeichers sind die Steigerung des Erlöses aus der Stromproduktion (26 %), die Reduktion der CO2-Emissionen (23 %) und die Senkung der Stromkosten (22 %). Gegen die Anschaffung einer PVA sprechen in erster Linie die hohen Investitionskosten und ein ungeeignetes Dach oder Standort. 

 

Modernisierung im Beratungsalltag eingebaut

Raiffeisen will mit einem ganzheitlichen Beratungsprozess einen Beitrag zur Steigerung der Modernisierungsquote beim Heizungsersatz, bei Wärmeschutzmassnahmen wie Fassadendämmung und bei der Reduzierung des Ressourcenverbrauchs in der Schweiz leisten. Beispielsweise kann Raiffeisen ihren Kundinnen und Kunden den Investitionsbedarf hinsichtlich energetischer wie auch nicht-energetischer Modernisierung aufzeigen, konkrete Massnahmen vorschlagen und weitere nützliche Informationen wie Förderbeiträge thematisieren. «Wir sind überzeugt, dass eine langfristige Planung und finanzielle Vorbereitung der Investitionen in die  Immobilie entscheidende Erfolgsfaktoren sind, um die optimalen Modernisierungs-Massnahmen zur richtigen Zeit durchzuführen. Was oft vergessen gerät: Umweltfreundliche Technologien steigern auch den Wert einer Immobilie», betont Roland Altwegg, Leiter Neue Geschäftsmodelle & Ökosysteme bei Raiffeisen Schweiz.

Seit 2011 führt der Lehrstuhl für Management Erneuerbarer Energien der Universität St.Gallen zusammen mit Raiffeisen Schweiz – und seit drei Jahren auch mit EnergieSchweiz – eine repräsentative Umfrage unter gut 1'000 Personen in der Schweizer Bevölkerung durch. Das «Kundenbarometer erneuerbare Energien» erörtert und analysiert die Einstellung und das Verhalten der Schweizer Bevölkerung zu Energie- und Klimafragen. Die Umfrage hilft Raiffeisen Schweiz seit Jahren, neue Produkte und Dienstleistungen zu evaluieren und diese konsequent auf die Kundenbedürfnisse auszurichten. Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter raiffeisencasa.ch/kuba-2021.