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5 Vorsorgetipps zur Eigenheimfinanzierung

Vorsorgekapital kann den Traum vom Wohneigentum erfüllen. Doch für den Vorbezug aus der beruflichen und privaten Vorsorge gibt es gewisse Regeln. Fünf Tipps für künftige Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer.

1. Priorisieren Sie Vorbezüge aus der 3. Säule

Vorbezüge aus der 2. Säule (Pensionskasse) reduzieren die Leistungen im Alter und können dazu führen, dass künftige Leistungen bei Invalidität oder im Todesfall gekürzt werden. Beim Bezug von Kapital aus dem Säule 3a Konto steht das Geld fürs Alter auch nicht mehr zur Verfügung. Darum gilt: Nutzen Sie zunächst Ihre freien Spargelder, dann Ihre Vorsorgegelder aus der dritten Säule und zuletzt die aus der 2. Säule. Darüber hinaus muss mindestens 10 Prozent des Kaufpreises aus Eigenkapital bestehen, das nicht aus der 2. Säule stammt.

 

2. Beachten Sie gültige Altersgrenzen

Nach dem 50. Altersjahr dürfen Sie nicht mehr Ihr gesamtes Kapital aus der 2. Säule für Wohneigentum einsetzen. Wenn Sie beim Eigenheimkauf älter sind, erhalten Sie nur das Geld, das Sie mit 50 Jahren hätten vorbeziehen können, oder die Hälfte des aktuellen Altersguthabens – je nachdem, welcher Betrag höher ist.

 

3. Nutzen Sie Vorsorgegeld für weitere Zwecke

Nebst dem Kauf oder dem Bau von selbstbewohntem Wohneigentum können Sie vorbezogene Vorsorgegelder auch für folgende Zwecke einsetzen: für wertvermehrende oder werterhaltende Investitionen in Ihr Eigenheim, für die Rückzahlung Ihrer Hypothekarschuld oder für den Erwerb von Anteilscheinen an einer Wohnbaugenossenschaft.

 

4. Wählen Sie die vorteilhaftere Amortisation

Aus steuerlichen Gründen ist eine indirekte Amortisation vorteilhafter als eine direkte Amortisation, weil Sie damit mehr Hypothekarzinsen sowie die Einzahlung in die 3. Säule von den Steuern abziehen können. Wenn Sie jedoch trotz direkter Amortisation auch noch in die dritte Säule einzahlen können, dann ist diese Variante vorzuziehen.

 

5. Vernachlässigen Sie künftige Risiken nicht

Damit Sie im Alter Ihren gewohnten Lebensstandard halten können, sollten Sie insbesondere Vorbezüge aus der beruflichen Vorsorge bis zur Pensionierung wieder zurückzahlen. So vermeiden Sie Rentenkürzungen. Wohneigentum birgt finanzielle Risiken – sowohl in der Bauphase als auch danach. Denken Sie über einen geeigneten Versicherungsschutz für Baumängel, Feuer- und Wasserschäden oder Schicksalsschläge wie Invalidität und Tod nach.

Gut zu wissen

Frühzeitig die Finanzierung des Eigenheims angehen

Gemäss Umfragen möchte fast die Hälfte aller Schweizerinnen und Schweizer unter 30 in den nächsten zehn Jahren den Traum vom Eigenheim verwirklichen. Die Säule 3a hilft bei der Finanzierung dieses Traums. Insbesondere wenn die private Vorsorge schon früh in einem Fonds angelegt wird, können bereits nach einigen Jahren beträchtliche Summen «geerntet» werden.

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