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Bärenmarktrallye oder mehr?
Der Einbruch der globalen Aktienmärkte im Zuge der Corona-Pandemie war massiv. Hatten diverse Indizes im Februar noch Allzeithöchststände erreicht, ging es anschlie-ssend direkt in den freien Fall über.
Die Börsen büssten teilweise in kürzester Zeit bis zu 40 Prozent an Wert ein. Als Reaktion auf die Verwerfungen an den Finanzmärkten, aber auch aufgrund der Lockdowns und den damit ein-hergehenden wirtschaftlichen Konse-quenzen, haben die Notenbanken und die Staaten mit ma-ssiven Rettungspaketen in Billionenhöhe reagiert. Zudem haben sich die Neuinfektionsraten im Zusammenhang mit dem Coronavirus stabilisiert und ermöglichen nun in gewissen Staaten erste Lockerungsmassnahmen.
Erholungsrallye der Börse
All dies hat an den Börsen den Startschuss für eine eindrückliche Erholungsrallye geliefert. Von den Tiefstständen ging es teilweise wieder bis zu 30 Prozent nach oben. Diese heftige Achter-bahnfahrt an den Börsen hat einmal mehr gezeigt, dass die Aktienmärkte kurzfristig oftmals zu Übertreibungen neigen. Gerade in turbulenten Zeiten empfiehlt es sich deshalb, Ruhe zu be-wahren. Durchdachte Entscheidungen sind fast immer besser als affektgetriebene.
Wie geht es nun weiter?
Auf der positiven Seite sind die Fortschritte bei der Bekämpfung der Pandemie zu erwähnen. In vielen Staaten werden nun entsprechende Lockerungsmassnahmen umgesetzt. Der Erfolg dieser Massnahmen entscheidet da-rüber, ob sich die konjunkturelle Situation stabilisieren kann. Dabei bleibt das Eis bis auf weiteres wohl sehr dünn; denn eine zweite Infektionswelle würde der glo-balen Wirtschaft wohl endgültig das Genick brechen. Schon jetzt ist klar, dass die Weltwirtschaft in eine tiefe Rezession fallen wird. Viele Unternehmen werden dies in Form von stark rückläuf-igen Umsätzen und Gewinneinbrüchen zu spüren bekommen. Von dieser Seite her betrachtet, dürfte also die Erholungsrallye bald ins Stottern kommen. Rückenwind gibt es dafür weiterhin von den Notenbanken, welche de facto unlimitiert Geld drucken. Für uns bedeutet dies unter dem Strich eine «neutrale» Gewichtung bei den Ak-tien. Im Gesamtportfoliokontext bleiben wir allerdings leicht defensiv positioniert. Dies drückt sich unter anderem über eine erhöhte Liquiditätsquote sowie eine Übergewichtung beim Gold aus.