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07.09.2020

Aktiensplits – aus eins mach viele

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat es bereits vor vielen Jahren getan. So auch der Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli. Seit Anfang Woche folgen nun der Tech-Gigant Apple und der Elektroautobauer Tesla. . Die Rede ist von Aktiensplits – der Aufteilung von Aktien.

 Ein Unternehmen erschliesst sich in der Regel zu einem Aktiensplitt, wenn sein Aktienkurs relativ teuer geworden ist. Dabei wird der Nennwert herabgesetzt und die Zahl der Anteilsscheine ent-sprechend erhöht. Ein Aktiensplit ist somit zunächst mehr kosmetischer Natur, da sich an der fu-ndamentalen Bewertung des Titels an sich nichts ändert.

Papiere werden erschwinglicher

Dank der kleineren Stückelung des bestehenden Aktienkapitals werden die Papiere für Klein-anleger jedoch erschwinglicher. Die auf diesem Weg verbesserte Liquidität soll nachhaltig stei-gende Kursverläufe begünstigen.

Anfang 2019 notierten die Aktien von Apple bei rund 150 US-Dollar. Ende Juli 2020 – kurz vor Bekanntgabe des Splits – waren es bereits 385 US-Dollar. Und nochmals einen Monat später – kurz vor Vollzug des Splits – hatte sich ihr Preis um die Marke von 500 US-Dollar eingependelt. Dank dieser Kursentwicklung gelang es dem iPhone-Anbieter aus Cupertino mit einer Marktkap-italisierung von über 2‘000 Milliarden US-Dollar gleich auch noch Wall-Street-Geschichte zu schr-ei-ben: Kein anderes Unternehmen zuvor war mehr wert. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Tesla.

Impulse für Aufwärtsbewegungen

Im Corona-Jahr 2020 konnte der Elektroautopionier den Preis für seine Aktien mehr als verfünf-fachen. Er ist inzwischen mehr wert als Volkswagen, Daimler und BMW zusammen. Angesichts dieser Zahlen verwundert es wenig, dass beide Unternehmen nun ihre Aktien aufgespalten ha-ben: Apple im Verhältnis 4:1, Tesla im Verhältnis 5:1. Das Zieldabei sind frische Impulse für eine weitere Aufwärtsbewegung. Ob der Plan letztlich aufgeht, hängt jedoch vor allem von zwei Fak-toren ab: dem Marktumfeld und wie die Anleger Substanz und langfristige Chancen beider Un-ternehmen einschätzen. Zumindest an den ersten drei Handelstagen nach dem Split ist alles optimal gelaufen: Die Papiere von Apple (+5,3 Prozent) und Tesla (+1,1 Prozent) setzten ihren Höhenflug fort.