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Die Schweizer Börse glänzt mit Allzeithoch
Der erneut erwachte Risikoappetit der Anleger ist Abbild der Anlegerstimmung. Während noch vor Wochenfrist die Angst vor der neuen Corona-Variante Omikron die Anlegerstimmung belast-ete, scheint nun alles halb so schlimm zu sein. Der Markt ist der Ansicht, dass die Mutation wen-iger gefährlich ist – und schon klettern die Kurse wieder. Das freut zwar die Portfolios, mahnt aber gleichzeitig zur Vorsicht. Das aktuelle Hin und Her zeigt, wie rasch die Gefühlslage der Inve-storen kippen kann. Und weil auf einem Allzeithoch alle Investoren auf einem Gewinn sitzen, steigt die Gefahr von Gewinnmitnahmen.
Positiver Nachrichtenfluss
Obwohl sich das Börsenjahr dem Ende entgegen neigt, geizen die Unternehmen nicht mit posit-iven Nachrichten. So hat der Nahrungsmittelmulti Nestlé für 9,3 Milliarden Schweizer Franken Aktien des französischen Kosmetikkonzerns L’Oréal verkauft. Mit dem Erlös sollen vor allem eig-ene Aktien erworben werden. Dazu wird ein neues Aktienrückkaufprogramm aufgelegt, durch das bis 2024 Titel im Umfang von 20 Milliarden Franken zurückgekauft werden sollen. Ebenfalls für positive Impulse sorgte der Industriekonzern ABB, der für 2022 von einer robusten Auftrags-situation ausgeht und seine mittelfristigen Wachstumsziele anhob. Zudem strebt das Untern-ehmen ab 2023 eine höhere Marge an.
Unternehmen, die auf Dividende setzen
Unternehmen, die einen Teil des Gewinns als Dividende ausschütten, sind bei Investoren gefragt. Beim Komponentenhersteller Schaffner können sich Aktionäre besonders freuen. Für das per Ende September abgelaufene Geschäftsjahr soll eine Dividende von 9 Franken pro Titel ausge-schüttet werden. Das entspricht einer Rendite von 3 Prozent und kommt gegenüber dem Vor-jahr mehr als einer Vervierfachung gleich. Beim Medienkonzern TX-Group erhalten die Aktionäre gar während den kommenden drei Jahren eine Sonderdividende von jeweils 4,20 Franken, was eine zusätzliche Rendite von 2,8 Prozent bedeutet. Dies, weil der Gruppe aufgrund einer Trans-aktion Mittel im Umfang von 270 Millionen Franken zuflossen, die sie nun an die Aktionäre ver-teilt. Auch die Konsumkreditbank Cembra Money Bank versuchte sich am Investorentag wieder als solide Dividendenzahlerin zu positionieren, nachdem sie wegen dem Verlust der Migros als Kreditkartenkundin bei Anlegern in Ungnade gefallen war.