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05.07.2021

Erfreuliches erstes Halbjahr für Aktien

Steigende Börsen, Wirtschaftserholung, florierende Unternehmen: Anleger blicken auf ein erfreuliches erstes Halbjahr zurück.

Teils satte Renditen schmücken die Portfolios. Der breite Schweizer Markt, gemessen am Swiss Market Index (SMI), kletterte auf ein Allzeithoch und bescherte Investoren eine Performance von 11,6 Prozent. Hinzu kommt noch eine Dividendenrendite von rund 3 Prozent.

Welches sind die Top-Aktien?

Im Schweizer Leitindex SMI fielen zum Halbjahr die Titel des Luxusgüterkonzerns Richemont und des Schmuck- und Uhrenherstellers Swatch Group mit Kursanstiegen von 40 Prozent bzw. 31 Pr-ozent auf. Aber auch Zykliker wie der Industriekonzern ABB, der Bauzulieferer Sika, der Sanitär-techniker Geberit und der Zementhersteller Holcim schnitten besser ab als der breite Markt. Bei den mittel und klein kapitalisierten Unternehmen sticht der Logistiker Kuehne + Nagel mit einer fulminanten Performance von 58 Prozent hervor. An die starke Entwicklung des vergangenen Jahres knüpften der Vakuumventilproduzent VAT und der Hersteller von Computerzubehör Log-itech an. Die Valoren verteuerten sich um 40 Prozent bzw. 30 Prozent. Ebenfalls in der Gunst der Anleger standen die Medizinaltechniker: Medartis, Sonova, Straumann und Medacta avancierten zwischen 40 Prozent und 86 Prozent. Aufgrund des positiven Trends sind negativ tendierende Aktien seltener. Im SMI notieren nur die Aktien der Credit Suisse unter dem Schlusskurs von 2020. Die Grossbank hat durch die Pleite des Hedgefonds Archegos einen Verlust von 5 Mrd. Fr. eingefahren. Zudem belasten die Verstrickungen in Greensill, die zur Schliessung hauseigener Fonds führte, die Aktie.

US-Banken starten Ausschüttungsoffensive

Intakt bleibt indes die Wirtschaftserholung. Das Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich liegt im Juni weiterhin im expansiven Bereich. Dennoch hat sich der Indikator zuletzt gegenüber dem Vormonat etwas abgeschwächt. Während der private Konsum nur leicht rückläufig war, zeigte sich vor allem beim verarbeiten-den Gewerbe und den übrigen Dienstleistungen eine Verlangsamung der Dynamik. Erfreuliche Nachrichten kommen auch von US-Banken. Kaum haben diese ihren Stresstest bestanden, erh-öhen viele Institute ihre Ausschüttungen, die während der Corona-Pandemie eingeschränkt wor-den waren. Das beflügelt die Aktienkurse. Aktionäre europäischer Banken müssen sich noch gedulden. Diesseits des Atlantiks werden die Ergebnisse des Stresstests Ende Juli erwartet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte die Banken aufgefordert, Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe bis September 2021 auszusetzen oder zu begrenzen.