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20.09.2021

Konsolidierung setzt sich fort

Die Luft ist raus, so scheint es. Die Konsolidierung an den Börsen ist im Gang. Zur Wo-chenmitte notierte der Schweizer Leitindex SMI erstmals seit Ende Juni wieder unter der psychologisch wichtigen Marke von 12'000 Punkten, rettete sich in der Folge aber wieder darüber.

Unter Druck waren die Luxusgüterhersteller Swatch Group und Richemont. Beide litten unter Corona-Ausbrüchen in China. Damit verbundene Ausgangssperren gefährden die Umsätze im wichtigsten Absatzmarkt dieser Unternehmen. Ebenfalls zu den Verlierern gehörten die Titel der Credit Suisse. Verschiedenen Medienberichten zufolge soll der Chef der Grossbank unter Druck und möglicherweise vor seiner Absetzung stehen. Erfreulich entwickelten sich in einem schwach-en Markt die Aktien des Augenheilkonzern Alcon, die entgegen dem Trend zulegen konnten.

Ein Break reicht nicht zum Matchgewinn

Auch der Börsengang des Schweizer Turnschuh- und Sportartikelherstellers On war ein voller Erfolg. Die Titel konnten für 24 US-Dollar teurer als erwartet beim Publikum platziert werden. Den ersten Handelstag beendeten die Aktien schliesslich bei 35 Dollar. Damit klettert die Markt-kapitalisierung des Unternehmens auf 9,5 Milliarden Dollar. Gewinner sind vor allem die Gründer und Eigentümer, die durch den Gang an die Börse viel Geld verdient haben. Dazu gehört auch Roger Federer, der 2019 in das Unternehmen investiert hat. Aber der Match ist noch nicht gew-onnen. Kaum einer weiss das besser als der Maestro. Ein Break reicht noch nicht zum Matchge-winn. Anleger setzen jedoch darauf, dass die bislang attraktiven Wachstumsraten aufrechterhalten werden.

Sportradar geht an die Börse

Mit Sportradar ging diese Woche ein weiteres Schweizer Unternehmen in den USA an die Börse. Das IPO verlief allerdings nicht so euphorisch wie jenes von On. Die Valoren des Sportdatenanb-ieters aus St. Gallen verloren an ihrem ersten Handelstag 7,2 Prozent. Die Marktkapitalisierung beträgt dennoch knapp 8 Milliarden US-Dollar.

Apple lanciert Weihnachtsgeschäft

Für einmal ist der Schweizer Detailhandel dem US-Technologiekonzern Apple voraus. Weihnacht-liche Lebkuchen und Pfeffernüsse füllen schon länger die Regale hiesiger Anbieter und sollen das Geschäft ankurbeln. Nun hat Apple mit der Präsentation des iPhones der 13. Generation nach-gezogen und das Weihnachtsquartal lanciert. Das iPhone ist über die Jahre zum wichtigsten Pro-dukt des Konzerns geworden. Der Aktienkurs reagierte nicht auf die Produktvorstellung. Mit einer Marktkapitalisierung von über 2'400 Milliarden US-Dollar notieren die Valoren allerdings nur rund 5 Prozent unter ihrem Allzeithoch. Der Markt erwartet wohl nichts anderes, als dass die neuen Produkte auch dieses Jahr ein Erfolg werden.