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Licht und Schatten bei den Quartalszahlen
Der Swiss Market Index (SMI) zeigte sich dieser Tage einmal mehr von seiner volatilen Seite. Nach einem schwachen Auftakt notierte der Leitindex in der zweiten Wochen-hälfte fester. Eine Stütze waren vor allem die guten Quartalsergebnisse von ABB und Nestlé.
Der Industriekonzern legte beim Auftragseingang kräftig zu – seine Aktie verzeichnete infolge-dessen am Donnerstag zeitweise einen Kursgewinn von über 5 Prozent. Der Nahrungsmittel-multi übertraf mit einem organischen Wachstum von 7,6 Prozent die Erwartungen der Analysten deutlich. Dank seiner starken Marktposition konnte Nestlé die steigenden Produktionskosten an die Kunden weitergeben und so den Umsatz nach oben schrauben. Ebenfalls Positives hatte das Technologieunternehmen Comet zu vermelden. Trotz eines drohenden, Lockdown-bedingten Produktionsstopps in seinem Werk in Shanghai hält der Spezialist für Röntgenkondensatoren an seinen Zielen für 2022 fest. Weniger rund lief es hingegen bei der Versandapotheke «Zur Rose». Nach dem konstanten Umsatzwachstum der vergangenen Jahre trat das Unternehmen dieses Frühlingsquartal praktisch auf der Stelle. Schlechte Nachrichten gab es gar von Gurit: Der Spez-ialkunststoff-Hersteller musste wegen der anhaltenden Flaute im Windgeschäft einen erneuten Umsatzeinbruch hinnehmen (-13,9 Prozent).
Credit Suisse mit Quartalsverlust in Aussicht
Einmal mehr für negative Schlagzeilen sorgte auch die Credit Suisse (CS): Die Grossbank stellte diesen Mittwoch einen Quartalsverlust in Aussicht. Schuld sind zusätzliche Rückstellungen in Höhe von rund 600 Millionen Franken für laufende Rechtsstreitigkeiten, aber auch die Auswirk-ungen des Ukraine-Krieges. Die Aktionäre scheint derweil kaum noch etwas umzuhauen: Die CS-Papiere reagierten auf die Gewinnwarnung mit einem Minus von gerade mal 1,5 Prozent. Die reguläre Veröffentlichung des Abschlusses erfolgt am 27. April.
Das Muskelspiel des US-Dollars
Im Devisenmarkt lässt indessen der US-Dollar seine Muskeln spielen. Infolge der strafferen Geld-politik der Notenbank Fed und der sich ausweitenden Zinsdifferenz zum Ausland hat dieser seit Anfang Jahr gegenüber fast allen G10-Währungen aufgewertet, so auch zum Schweizer Fran-ken. Diese Woche kletterte der «Greenback» gar bis auf 0.9536 Franken, den höchsten Stand seit Sommer 2020. Angesichts der US-Schuldenproblematik und der im Vergleich zur Schweiz deutlich höheren Inflation dürfte damit aber sein Aufwärtspotenzial weitgehend ausgeschöpft sein.