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Rekordjagd im SMI
Den Swiss Market Index (SMI) scheint im Moment nichts halten zu können. Auch diese Woche marschierte er von einem Rekord zum nächsten. Mittlerweile ist die Marke von 12'000 Punkten im Visier.
Seit Anfang Jahr hat der Schweizer Leitindex damit gut 11 Prozent zugelegt. Inklusive Dividende steigt die Rendite gar auf rund 15 Prozent. Trotz oder gerade wegen dieser positiven Entwick-lung steigt allerdings das Rückschlagsrisiko. Eine gewisse Verunsicherung lässt sich bereits an der unlängst wieder angestiegenen Volatilität ablesen.
Markt antizipierte gutes Ergebnis
Zu den Gewinnern im SMI gehörten diese Woche die Versicherungsaktien von Zurich, Swiss Re und Swiss Life. Positiv aufgefallen ist auch der Industriekonzern Sulzer, der an seinem Kapital-markttag die Jahresprognose erhöht und weitere Details zur Abspaltung der Medmix-Sparte bekannt gegeben hat. Rekordergebnisse für das erste Halbjahr stellen die Onlinebank Swiss-quote und der Finanzdienstleister Leonteq in Aussicht. Trotz einer sehr positiven Reaktion an der Börse hat der Markt schon länger ein gutes Ergebnis antizipiert. Die jeweiligen Titel haben sich seit Anfang Jahr über 80 Prozent beziehungsweise um mehr als 50 Prozent verteuert. Auch die Grossbanken UBS und Credit Suisse zeigten sich nach der Sitzung der US-Notenbank freundlich.
Zwei Zinsschritte im 2023
Die Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed am Mittwoch zeigt: Die Geldpo-litik wird rascher restriktiv werden als bisher gedacht. Bislang ging die US-Notenbank davon aus, dass der Leitzins bis 2024 auf unverändert niedrigem Niveau verharrt. Nun wird klar, dass die Mitglieder des Offenmarktausschusses zunehmend bereits 2023 mit zwei Zinsschritten rechnen. Dennoch hält man sich bedeckt. Ein exaktes Datum wurde nicht bekannt gegeben. Um einen Prozentpunkt auf 3,4 Prozent nach oben geschraubt hat die Fed zwar ihre Inflationserwart-ungen, stuft die aktuell erhöhte Teuerungsrate aber weiterhin als vorübergehendes Problem ein. Die Börsen reagierten zunächst mit Abschlägen auf die Einschätzung, haben sich im Tagesverlauf aber teilweise erholt.
Energieunternehmen unter den Gewinnern
Der wirtschaftliche Aufschwung spiegelt sich auch in der Rohölnotierung. Mit einem Preis von über 74 US-Dollar pro Fass ist Öl der Sorte Brent diese Woche auf den höchsten Stand seit 2018 geklettert. Gegenüber seinem Tiefpunkt im April 2020 hat sich der Preis mehr als verdreifacht und ist damit zu einem Haupttreiber der Inflation geworden. Vom Preisanstieg profitiert haben auch die Energieunternehmen, sie gehören dieses Jahr mit saftigen Kursaufschlägen zu den Gewinnern.