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Swiss Life und Zurich bleiben auf Kurs
Mit den beiden Versicherern Swiss Life und Zurich Insurance Group standen diese Woche – in puncto Berichtssaison – nochmals zwei Schwergewichte aus dem Swiss Market Index (SMI) auf der Agenda.
Swiss Life gelang es nicht die Erwartungen vollumfänglich zu erfüllen. Die Prämieneinnahmen waren im ersten Quartal gegenüber der Vorjahresperiode rückläufig (-13 Prozent). Bremsspuren zeigten sich insbesondere im Heimmarkt. Ungebrochen gewachsen sind dafür die Erträge aus dem Kommissionsgeschäft (+14 Prozent). Die Zurich-Gruppe hingegen verzeichnete einen star-ken Start ins neue Jahr. Zulegen konnte sie vor allem im Schadengeschäft – das Prämienvolumen stieg um 9 Prozent.
Papiere von Swiss Life
Das Aufwärtspotenzial beider Aktien bleibt nach Veröffentlichung der Quartalszahlen über-schaubar: Die Analysten sehen die Papiere von Swiss Life auf 12-Monatssicht rund 6 Prozent, jene von Zurich gut 8 Prozent höher. Das Hauptselektionskriterium ist und bleibt aber die Dividendenpolitik. Sowohl Swiss Life als auch Zurich weisen seit Jahren ein stabiles Dividenden-wachstum auf. Die Dividendenrenditen lagen zuletzt mit 4,6 Prozent und 5,2 Prozent abermals weit über dem Marktdurchschnitt (SMI: 2,9 Prozent). Wir bei Raiffeisen stufen Swiss Life als ein wenig attraktiver ein. Zum einen ist der Lebensversicherer mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 14x deutlich günstiger als der Gesamtmarkt (SMI: 18x). Zum anderen ist das 5-Jahres-Dividendenwachstum gut achtmal so hoch wie jenes der Zurich-Gruppe. Im Rahmen eines diversifizierten Portfolios eignen sich jedoch beide Titel gut, um den Schweizer Finanzsektor abzudecken.
Aktienkurse auf Talfahrt
Mit Blick auf die internationalen Börsen präsentierte sich die Auffahrtswoche derweil wenig erfreulich. Die Aktienkurse begaben sich auf Talfahrt, die Volatilität nahm zu. Neben den jüng-sten Daten vom US-Arbeitsmarkt belastete vor allem das Inflationsthema die Anleger-stimmung. In den USA zogen die Verbraucherpreise im April gegenüber der Vorjahresperiode um 4,2 Pro-zent an. Haupttreiber waren die stark angestiegenen Energie- und Rohstoffpreise. Der «Green-back» setzte infolgedessen seine Schwäche fort: Der USD/CHF-Kurs fiel zeitweise unter die Mar-ke von 0.90 Franken. Der Goldpreis hingegen kratzte nach seiner mehrmonatlichen Baisse an der Marke von 1‘840 US-Dollar je Unze. Angesichts der hohen Bewertungen und der starken Aktien-performance seit Jahresanfang kamen die Kursrücksetzer aber nicht überraschend.