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25.10.2021

Unsicherheit trotz guten Ergebnissen

Das SMI-Schwergewicht Nestlé drückt dem Schweizer Leitindex diese Woche seinen Stempel auf. Nach einem starken dritten Quartal hebt der Nahrungsmittelmulti seinen Jahresausblick für das Gesamtjahr an und hilft so dem Swiss Market Index erstmals seit gut einem Monat wieder über die psychologisch wichtige Marke von 12'000 Punkten.

Der Pharmakonzern Roche glänzt zwar ebenfalls mit positiven Aussichten, die Titel vermögen jedoch nicht zuzulegen. Ein gemischtes Bild publizierte der Industriekonzern ABB. Die hohe Na-chfrage führte zwar zu einem starken Auftragseingang. Das Umsatzwachstum erfuhr wegen Lie-ferengpässen jedoch einen Dämpfer und veranlasste ABB gar, die Prognose für 2021 leicht zu senken, was Investoren mit Verkäufen quittierten. Langsamer wächst auch der Liftbauer Schin-dler, hat aber mit seinem Zahlenkranz das Vorkrisenniveau wieder erreicht. Das gilt auch für den Komponentenhersteller Huber + Suhner. Dieser vermochte allerdings das Wachstumstempo im dritten Quartal gar zu erhöhen. Die Analystenerwartungen ebenfalls übertroffen hat der Logistik-konzern Kühne + Nagel. Aufgrund der weltweit hohen Nachfrage nach Transportdienstleistung-en klettert der Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres um fast 50 Prozent. Mit einem Plus von 50 Prozent seit Anfang Jahr nimmt der Kurs allerdings einiges vorweg.

Schwierigkeiten der Credit Suisse

Die Grossbank Credit Suisse kommt nicht vom Fleck. So spricht die Finanzmarktaufsicht Finma in Sachen Beschattungsaffäre um den früheren Manager Iqbal Khan Klartext: Die Rede ist von gra-vierenden organisatorischen Mängeln und Aufsichtsrechtsverletzungen. Damit nicht genug. Mangelnde Sorgfalt und Risikokontrolle brocken der Grossbank auch in der Korruptionsaffäre um Kredite an Mosambik hohe Strafen ein: insgesamt 475 Millionen US-Dollar. Zudem wurde vereinbart, dass Credit Suisse Schulden in Höhe von 200 Millionen US-Dollar erlässt. Kein Wun-der, dass die Aktien der Schweizer Grossbank nicht auf Touren kommen. Mit einem Minus von 16 Prozent seit Jahresbeginn liegen sie abgeschlagen am Ende des Swiss Market Index.

Bitcoin klettert auf Rekordstand

Die Kryptowährung Bitcoin war diese Woche ebenfalls gefragt. Die Zulassung eines börsenge-handelten Bitcoin Fonds in den USA befeuerte die Fantasie – und die Gier – der Anleger. Erstmals in der Geschichte der digitalen Währung kletterte diese im Wochenverlauf über 66'000 US-Dol-lar. Damit hat sie sich seit dem Tief im Juli mehr als verdoppelt und zeigt sich einmal mehr als äusserst volatil. Wer in Bitcoin investiert, braucht starke Nerven.