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03.04.2025

Schweizerische Nationalbank sieht weiter Abwärtsrisiken

Die Schweizerische Nationalbank hat den Leitzins in ihrer Sitzung im März 2025 vorsorglich erneut gesenkt. Damit möchte sie sicherstellen, dass die aktuell sinkende Inflation auch mittelfristig im angestrebten Zielband von null bis zwei Prozent bleibt.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat den Leitzins bei ihrer ersten vierteljährlichen Sitzung in diesem Jahr erneut gesenkt, von 0,50 Prozent auf 0,25 Prozent. Der Schritt wurde mit dem schwachen Preisdruck und weiterhin erhöhten Abwärtsrisiken für die Inflation gerechtfertigt.

Zwar könnte eine expansivere Fiskalpolitik in Europa mittelfristig für positive Impulse sorgen. Als Hauptrisiko werden jedoch US-Handelsbarrieren gesehen. Da die Inflation in der Schweiz bereits sehr tief ist, und auch die mittelfristige SNB-Inflationsprognose ohne die erneute Zinssenkung weiter in den unteren Bereich des Zielbandes von null bis zwei Prozent gesunken wäre, entschloss sich das Direktorium der Nationalbank dazu, einen weiteren Zinsschritt vorzunehmen.

 

Wohin entwickeln sich die Zinsen?

Die SNB zeigt sich auch weiterhin bereit, bei Bedarf die Geldpolitik anzupassen. Vor allem wenn US-Zölle den Wachstumsausblick zusätzlich dämpfen, die Europäische Zentralbank deshalb die Zinsen doch stärker senkt, und der Franken damit wieder zur Stärke neigen sollte, bleibt eine nochmalige Senkung auf Null in diesem Jahr auf der Agenda. Wenn nötig zeigt sich die SNB darüber hinaus ebenfalls bereit, Interventionen oder auch Negativzinsen einzusetzen. Dieser Ausblick dürfte auch für die zuletzt gestiegenen langfristigen Hypothekarzinsen eher wieder leichtes Abwärtspotenzial bedeuten.