Älter und rüstig – Bevölkerung in den Industriestaaten

Älter und rüstig – Bevölkerung in den Industriestaaten

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Die Industriestaaten-Bevölkerung altert anhaltend mehr. Dabei bleiben die Menschen immer länger bei guter Gesundheit und bilden gleichzeitig eine mächtige Konsumentengruppe. Dadurch werden die Senioren auch aus Anlegersicht zusehend bedeutsamer.

 

Anhaltende Alterung der Gesellschaft …

Die Gesellschaft in den Industriestaaten wird immer älter. Diese Entwicklung liegt einerseits in den im Vergleich zu früher niedrigeren Geburtenzahlen begründet. Andererseits steigt gleichzeitig die Lebenserwartung bei Geburt stetig an.

Diese beiden Faktoren bewirken eine einschneidende Verschiebung bei der altersmässigen Zusammensetzung der Industriestaaten-Bevölkerung: Während der Anteil jüngerer Menschen immer geringer wird, nimmt jener der älteren stetig zu. Was zu teilweise erheblichen gesellschaftspolitischen Herausforderungen führt. Man denke nur an die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Altersvorsorgesystem.

Dennoch ist die zunehmende Alterung der Gesellschaft per se eine erfreuliche Entwicklung. Sie ist letztlich auch Zeugnis eines breit abgestützten Wohlstandes mit entsprechend ausgebautem Gesundheitswesen. So werden wir nicht nur immer älter, sondern wir erfreuen uns auch immer länger eines guten gesundheitlichen Zustandes. Körperliche und geistige Rüstigkeit bis ins hohe Alter stellen heute keine Seltenheit mehr dar. Kommt hinzu, dass sich in den westlichen Industriestaaten die Mehrheit der über 65-Jährigen in einer komfortablen finanziellen Situation befindet. Exemplarisch zeigt sich dies deutlich in den USA, der weltweit grössten Volkswirtschaft.

 

Auch die Schweiz altert

Bevölkerungspyramide in der Schweiz

Quellen: Bundesamt für Statistik, Raiffeisen Schweiz Investment Advisory

 

...bei zunehmender Bedeutung der Senioren

Vor diesem Hintergrund begründen die gegenwärtigen und zukünftigen Senioren in den Industriestaaten einen langfristigen Demographie-Trend, der auch aus Anlegersicht von Interesse ist. Denn die älteren Menschen von heute und morgen begnügen sich – etwas überspitzt formuliert – nicht damit, im Schaukelstuhl alt und älter zu werden. Vielmehr beginnt für viele Senioren nach dem Erwerbsleben eine Lebensphase, die von reger und vielseitiger Aktivität geprägt ist. Sie unternehmen ausgedehnte Reisen, gönnen sich Erholungsurlaube und finden ganz generell die Zeit, den unterschiedlichsten Hobbies und Freizeitaktivitäten nachzugehen. Kreuzfahrt statt Kaffeefahrt, Skitour statt Stricknadel oder Motorrad statt Müssiggang – ein zu alt gibt es fast nicht mehr.

So unternehmensfreudig die Menschen im Ruhestand auch sind – selbstverständlich unterscheiden sich Konsum und Freizeit von Senioren hinsichtlich konkreter Bedürfnisse, Preisklassen oder Vorlieben zum Teil deutlich von jenen jüngerer Generationen. Ein 30-Jähriger reist anders als ein Siebzigjähriger und der Bedarf an Versicherungsleistungen gestaltet sich in jungen Jahren anders als im Ruhestand. Und auch im täglichen Leben bestehen zum Teil deutliche Unterschiede zwischen den Konsumgewohnheiten der unterschiedlichen Altersgruppen. So sieht die Ernährung bei Teenagern anders aus als Senioren fortgeschrittenen Alters, und die nachgefragten Pflege- und Kosmetikprodukte einer jungen Familie unterscheiden sich deutlich von jenen eines Rentnerehepaars. Entsprechend bildet sich in vielen Branchen und Sektoren ein immer stärker werdender eigenständiger Zweig heraus, der auf die anhaltende Konsumfreudigkeit und -fähigkeit der Senioren abstützt und dabei gleichzeitig deren spezifischen Bedürfnissen Rechnung trägt.

Ein aktives Altern bedeutet auch, dass den Senioren eine wachsende Bedeutung als Konsumentengruppe zufällt. Gemäss McKinsey werden die über 60-Jährigen bis zum Jahr 2030 für rund 20 Prozent des Konsumwachstums in den Industriestaaten verantwortlich sein. Die älteren Menschen stellen somit einen der Haupttreiber für die private Konsumnachfrage dar, welcher wiederum in vielen entwickelten Volkswirtschaften zu den wichtigsten Komponenten des Wirtschaftswachstums zählt. Mehr noch: Während die Konsumausgaben der erwerbstätigen Bevölkerung spürbar mit den Arbeitseinkommen und damit mit den Konjunkturzyklen korreliert sind, fällt der Wachstumsbeitrag durch die Konsumnachfrage von Pensionären erheblich stabiler aus. Denn die Renten werden während eines wirtschaftlichen Abschwungs genauso ausbezahlt wie während eines Aufschwungs.

Anleger, die gezielt in den Trend der alternden Industriestaaten-Gesellschaft investieren möchten, sollten sich der Bedeutung dieses Ausgabeverhaltens bewusst sein. Gleichzeitig spielen Unternehmen und Sektoren, welche traditionellerweise mit Senioren assoziiert werden – etwa Pharma-Unternehmen oder Pflegedienstleister – weiterhin eine grosse Rolle. Denn auch bei einem Gesundheitswesen auf höchstem Niveau, nimmt die Natur irgendwann unweigerlich ihren Lauf. Das heisst, dass typische Altersgebrechen eines Tages auftreten werden. Nur erfolgt dies – erfreulicherweise – immer später.

 

Umsetzung: Aktienfonds «Lombard Odier Funds – Golden Age»

Heutige und zukünftige Senioren sind über eine lange Zeit bei guter Gesundheit und befinden sich zudem oftmals in einer komfortablen finanziellen Situation. Entsprechend tätigen die Angehörigen dieser Altersgruppe bedeutende Ausgaben gemäss ihren ganz spezifischen Bedürfnissen. Der Aktienfonds «Lombard Odier Funds – Golden Age» investiert folglich in Unternehmen, die einen erheblichen Teil ihrer Umsätze mit dem Thema Bevölkerungsalterung erzielen. Dabei ist die Strategie auf die Industrieländer und die Sektoren Gesundheit, Konsumgüter und Finanzen ausgerichtet.

+  Chancen                                                 

–  Risiken

  • Partizipation am Megatrend der alternden Gesellschaft in den Industriestaaten.
  • Sowohl die demographische Entwicklung als auch die Konsumausgaben von Senioren sind von Konjunkturzyklen weitgehend unabhängig.         
  • Demographische Veränderungen vollziehen sich langsam. Entsprechend handelt es sich auch ein langfristiges Investment.
  • Die Anlage in den «Lombard Odier Funds – Golden Age»  unterliegt Gegenpartei- und Währungsrisiken.                                                                   

 

Persönliche Beratung

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