News

09.03.2022

Ein Interview mit Reto Mächler

„Ein Grossteil spielt sich im Kopf ab.“

Der Thalwiler Skirennfahrer Reto Mächler steht aktuell an der Junioren-WM in Panorama/Canada am Start. Das Schweizer Team hat in diesen Tagen im Mixed Team Event Bronze gewonnen und bisher fünf Medaillen geholt.

Heute fährt Reto Mächler Slalom und wir sind zutiefst überzeugt, dass Sie sich diesen Namen bereits jetzt merken sollten. Reto Mächler hat grosses Talent und vor allem eines: Freude am Skifahren.

 

Reto, welches war dein persönlicher Höhepunkt in den letzten Wochen?

Das Grösste, was ich in der laufenden Saison erreicht habe, ist der Podestplatz im Europacup-Slalom in Vaujany. Durch dieses Rennen bin ich nun auf die zehn ersten Plätze im Europacup gekommen. Damit habe ich mein Saisonziel erreicht.

 

Was ist denn dein Ziel für diese Saison?

Obwohl ich mit dem Europacup-Team trainiere, bin ich offiziell noch im C-Kader. Mein Ziel ist es, unter den Top 30 im Europacup-Slalom zu bleiben - dann habe ich den Status des B-Kaders offiziell erreicht.

Ich setze mir jetzt sogar schon zum Ziel, in der Europacup-Startliste nächste Saison im Slalom unter den ersten 15 zu sein. Das ist eine höhere Erwartung als ich anfangs Saison hatte.

Zudem möchte ich weltweit im FIS unter den Top 80 stehen.

 

Wie sehen deine Tage aus?

Während Trainingslagern trainiere ich morgens auf der Piste. Nachmittags nehme ich dann in der Regel eine Physiotherapie in Anspruch. Abends mache ich für mich selbst noch ein kleines Training, ohne grosse körperliche Herausforderung. Manchmal spielen wir im Team aber auch einfach Fussball.

                                                                                                 

Und was machst du, wenn du aus diesem Interview gehst?

Ich werde mit meinem Trainer die Videoaufnahmen vom Training auf der Piste heute Morgen analysieren. In der Regel dauert die Videoanalyse 15-20 Minuten. Dann bleibt noch Zeit, für ein kleines Konditionstraining von 20-30 Minuten. Im Anschluss gibt es Abendessen.

 

Wir haben gesehen, dass du Akupunkturnadeln gesetzt bekommst. Wofür ist das gut?

Mit Akupunkturnadeln kommt man tiefer als mit einer Massage, sie lösen eine Vibration im Muskel aus. Das ist in meinem Fall sehr wirksam. Die Nadeln sind weniger angenehm als eine Massage, teilweise spürt man die Einstichstelle noch einen Tag später. Aber ich spüre einen positiven Effekt und nehme daher die Unannehmlichkeit in Kauf.

 

Wie oft triffst du deine Familie aktuell?

Momentan treffe ich meine Familie nicht viel, denn ich trainiere mehr im Ausland als in der Schweiz. Gerade bin ich schon wieder zehn Tage unterwegs.

 

Wer hat eigentlich dein Talent entdeckt und welche Rolle spielt diese Person für dich?

Mein Trainer von Hausen am Albis hat mich entdeckt als ich vier Jahre alt war. Er hatte damals schon 35 Jahre Erfahrung im Skisport hinter sich und war entsprechend älter. Er hat meine Freude am Skifahren gesehen und wollte mich aus diesem Grund in den Skiclub stecken. Mit neun Jahren bin ich auf einen Podestplatz des Migros Grand-Prix gefahren. Das waren früher sozusagen die Schweizermeisterschaften und ein Podestplatz konnte bedeuten, dass man Talent hatte. Mit 14 musste die Entscheidung zwischen Fussball und Skifahren fallen. Ich entschied mich für das, was mir mehr Freude bereitete.

 

Reto Mächler trainiert, wenn er Zuhause ist, im Fitnesscenter oder im hauseigenen Keller. Ende August strahlen wir ein Skitraining aus, mit dem Sie sich während der Herbstmonate optimal für den Winter auf der Piste vorbereiten können. Machen Sie mit und sich fit!