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Geschäftsgang der Raiffeisenbank Wil und Umgebung im Jahr 2021
Gutes Jahresergebnis – hohes Kundenvertrauen, starkes Kerngeschäft
Wil, 11. Januar 2022. Das Kerngeschäft der Raiffeisenbank Wil und Umgebung entwickelte sich im Jahr 2021 sehr gut. Die Bank konnte das Kundengeschäft ausbauen. Die Kundeneinlagen haben markant zugenommen und das Hypothekarvolumen ist weiter angestiegen. Die Raiffeisenbank ist gut aufgestellt und mit einem Jahresgewinn von 2,03 Millionen Franken übertrifft sie den Vorjahresgewinn um 7,1 Prozent.
Dank des hohen Vertrauens ihrer Kundinnen und Kunden konnte die Raiffeisenbank ihre starke Position im Kundengeschäft weiter ausbauen. Die Kundeneinlagen haben im Berichtsjahr um 6,4 Prozent auf 1‘423,3 Millionen Franken zugenommen. Die Refinanzierung der Ausleihungen über Kundeneinlagen erreichte mit 81,9 Prozent einen hohen Stand. Ebenfalls deutlich angestiegen sind die Depotvermögen. Per 31. Dezember 2021 beträgt der Depotbestand 476,6 Millionen Franken (Vorjahr: 427,2 Millionen Franken).
Positive Ertragsentwicklung
Die Ertragspositionen entwickelten sich im vergangenen Geschäftsjahr positiv. Der Geschäftsertrag ist dank des hohen Geschäftsvolumens um 5,8 Prozent auf 22,17 Millionen Franken (Vorjahr 20,95 Millionen Franken) gestiegen. Der Optimismus betreffend der wirtschaftlichen Erholung sowie das Vertrauen in unsere Anlagekompetenz führte zu höheren Transaktionsvolumen der Anlegerinnen und Anleger. Auf dieser Stärke möchte Raiffeisen aufbauen und das Geschäftsfeld Vorsorgen und Anlegen entlang der Strategie «Raiffeisen 2025» weiterentwickeln. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert und hat im Berichtsjahr um 14,3 Prozent auf 4,23 Millionen Franken zugenommen. Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft konnte mit 16,46 Millionen Franken (Vorjahr: 16,03 Millionen Franken) gehalten werden. Der Handelserfolg fiel mit 1,08 Millionen Franken etwas höher aus als im Vorjahr (0,96 Millionen Franken).
Moderate Kostenentwicklung
Die Entwicklungen auf der Aufwandseite sind ebenfalls erfreulich. Der Geschäftsaufwand ist im Berichtsjahr mit 10,45 Millionen Franken um 1,6 Prozent nur leicht höher ausgefallen als im Vorjahr. Während der Personalaufwand um 1,6 Prozent gestiegen ist, konnte der Sachaufwand um -1,5 Prozent gesenkt werden. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr von 48,7 Prozent auf 47,1 Prozent und liegt damit im Branchenvergleich auf einem sehr guten Niveau.
Die planmässigen Abschreibungen auf Sachanlagen belaufen sich auf 0,93 Millionen Franken. Somit konnte trotz des moderaten Anstiegs der Kosten (+1,6 Prozent) ein Geschäftserfolg von 10,79 Millionen Franken (Vorjahr: 9,71 Millionen Franken) verbucht werden.
Hypothekarvolumen weiter angestiegen
Die Raiffeisenbank konnte ihren Marktanteil im Hypothekargeschäft halten und das Hypothekarvolumen um 4,9 Prozent auf 1‘716,4 Millionen Franken steigern. Die übrigen Forderungen gegenüber Kunden sind leicht, um 4,6 Millionen Franken auf 22,4 Millionen Franken, gesunken. Darin enthalten sind auch die Covid-19-Kredite an lokale Unternehmen, die im Vorjahr im Rahmen des Garantieprogramms des Bundes ausbezahlt wurden. Teilweise sind diese Covid-19-Kredite bereits zurückbezahlt worden. Dank ihrer umsichtigen Kreditpolitik sowie des sich relativ rasch erholenden wirtschaftlichen Umfelds, bestand bei der Raiffeisenbank bis zum Jahresende kein erhöhter Wertberichtigungsbedarf.
Das FINMA-Rundschreiben 2020/1 verlangt neu von Banken, dass bereits vor dem Eintreten eines möglichen Kreditausfalls eine zusätzliche Risikovorsorge für nicht gefährdete Forderungen gebildet wird. Die Höhe dieser zusätzlichen Risikovorsorge ergibt sich aufgrund des potenziellen Ausfallrisikos der nicht gefährdeten Kreditpositionen. Die neu benötigten Wertberichtigungen und Rückstellungen für latente Ausfallrisiken wurden bei der Raiffeisenbank vollständig mit einer erfolgsneutralen Umbuchung aus den Rückstellungen per 1. Januar 2021 gebildet. Am Jahresende betrug der Bestand der Wertberichtigungen und Rückstellungen für latente Ausfallrisiken 4,70 Millionen Franken.
Stabile und sichere Kapitalbasis
Insgesamt weist die Raiffeisenbank für das Geschäftsjahr 2021 einen Jahresgewinn von 2,03 Millionen Franken aus. Dies entspricht einer Zunahme von 7,1 Prozent oder 0,13 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr. Mit dem erwirtschafteten Gewinn stärkt die Raiffeisenbank ihre stabile Eigenkapitalbasis erneut und ist somit für die kommenden Jahre gut aufgestellt.
Beförderungen
Der Verwaltungsrat hat im vergangenen Jahr drei Mitarbeitende zu Mitgliedern des Kaders mit Kollektiv-Prokura befördert. Laila Hungerbühler und Chiara Müller haben bereits die Lehre bei der Raiffeisenbank Wil absolviert. Laila Hungerbühler ist seit 12 Jahren bei der Raiffeisenbank Wil beschäftigt, seit Januar 2022 in der Funktion als Stv. Leiterin Firmenkundenberatung. Chiara Müller arbeitet seit 10 Jahren in verschiedenen Funktionen, seit Juli 2017 als Privatkundenberaterin Individual. Nadine Strasser arbeitet seit Oktober 2021 ebenfalls als Privatkundenberaterin Individual bei der Raiffeisenbank Wil. Der Verwaltungsrat und die Bankleitung gratulieren den drei Mitarbeitenden herzlich zur Beförderung.
Schriftliche Abstimmung und Kundenveranstaltung im Circus Knie
Die aktuelle Situation rund um das Coronavirus beeinflusst das öffentliche Leben weiterhin. Der Schutz unserer Genossenschafterinnen und Genossenschafter sowie unserer Mitarbeitenden steht unverändert an oberster Stelle. Der Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Wil und Umgebung hat deshalb entschieden, erneut von der Möglichkeit einer schriftlichen Abstimmung mittels elektronischer Hilfsmittel, gestützt auf die Covid-19-Verordnung 3 des Bundes, Gebrauch zu machen. Die Unterlagen zur schriftlichen Abstimmung mittels elektronischer Hilfsmittel werden den Mitgliedern per Post zugestellt. Sollten es die Umstände erlauben, führen wir unter Berücksichtigung der geltenden Bestimmungen des Bundes am Wochenende vom 9. und 10. April 2022 Kundenanlässe im Circus Knie durch.