Geschichte

Sitzberg-Turbenthal

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Anfangs des 20. Jahrhunderts lebten arme Bauernfamilien rund um den Sitzberg. Die Bauern hatten in der Regel einige wenige Kühe und Ziegen. So waren sie froh, wenn sie in einer der beiden Stickereien in Schmidrüti und Sitzberg einen kleinen Nebenverdienst generieren konnten.

Im Jahre 1905 kam Heinrich Grob als Seelsorger in die Gemeinde Sitzberg. Heinrich Grob pflegte eine gute Beziehung zu Dekan Johann Evangelist Traber und lernte so die Ideen von Friedrich Wilhelm Raiffeisen kennen. Er setzte sich zum Ziel, die Wirtschaftlichkeit vieler Kleinbauern zu verbessern und ihre Selbständigkeit zu bewahren. 

Restaurant Freihof in Schmidrüti
Restaurant Freihof in Schmidrüti

Obwohl die Bevölkerung anfänglich an seinem Vorhaben zweifelte, liess er sich nicht beirren und gründete mit Hilfe von Pfarrer Traber am 19. Dezember 1909 im Restaurant Freihof in Schmidrüti den Darlehenskassenverein Sitzberg, die erste Raiffeisenkasse des Kantons Zürich.

Der Geschäftskreis umfasste sowohl die Kirchgemeinde Sitzberg als auch die angrenzenden Thurgauer Bauernhöfe. Nach dem ersten Jahr betrug der Reingewinn der Kasse CHF 74.15. Der Anfang war geglückt und nach 40 Jahren konnte die Bank bereits eine Bilanzsumme in Höhe von CHF 500'000.00 erreichen. Das Bankengeschäft in Turbenthal hat bis heute grossen Erfolg.

Von bis 1910 bis 1987 beherbergen die jeweiligen Kassiere die Bankräumlichkeiten in ihren eigenen Häusern. Pfarrer Heinrich Grob ist der erste Kassier.

Einnehmerei Tablat
Eröffnung Einnahmerei Tablat 1976

Im Jahr 1976 wird in Tablat (Gemeinde Wila und Teile der Gemeinde Turbenthal) wird eine Einnehmerei gegründet. Der erste Schritt vom Sitzberg ins Tal hinunter ist ein Erfolg. Schon drei 3 Jahre später wird eine weitere Einnehmerei in Turbenthal eröffnet.

Geschäftsstelle der Bank Sitzberg-Turbenthal von 1988 bis 1996
Die Geschäftsstelle der Bank Sitzberg-Turbenthal befindet sich von 1988 bis 1996 in den Räumen der Stickerei "Schiffli"

Im Jahr 1985 erwirbt die Bank das ehemalige Doktorhaus an der Tösstalstrasse in Turbenthal und kann so neue Räumlichkeiten für die Bankgeschäfte einrichten.

Am 20. Februar 1998 stimmen die Mitglieder der Raiffeisenbank Turbenthal-Sitzberg einer Fusion mit der Raiffeisenbank Bichelsee zu. Die Mitgliederzahlen steigen rasant an und die Bank erreicht eine Bilanzsumme von CHF 69.3 Millionen.

Bankgebäude Bahnhofstrasse Turbenthal
Bankgebäude Bahnhofstrasse Turbenthal

Die bisher gemieteten Räumlichkeiten der Raiffeisenbank an der Bahnhofstrasse in Turbenthal genügen dem weiteren Wachstum der Bank nicht mehr und so wird am 10. September 2012 erstmals der Schalter für die Kunden im neuen Bankgebäude an der Tösstalstrasse geöffnet.

Die Organisation der Raiffeisenbank am Bichelsee wird nach dem Umzug angepasst, mit dem Ziel, für die anstehenden grossen Herausforderungen im Bankenmarkt gut gerüstet zu sein. So kann die Bank zuversichtlich in die Zukunft sehen.

Raiffeisenbank in Turbenthal

Der Neubau befindet sich an der Tösstalstrasse 64 in Turbenthal