Die wichtigsten Fakten zu Schimmelbefall

Er ist ein ungebetener Gast in jeder vierten bis fünften Schweizer Wohnung: Schimmel. Von kleinen Verfärbungen bis zu grossen, grau-schwarzen Flecken – Schimmelpilz möchte niemand in seinen eigenen vier Wänden haben. Doch wie entsteht Schimmel und wie kann man ihn bekämpfen?

Schimmelpilz tritt häufiger auf als gedacht: Fast jedes fünfte Wohnhaus in der Schweiz ist davon betroffen. Die Ursachen sind vielfältig. Erhöhte Luftfeuchtigkeit und kalte Wände gehören zu den wichtigsten Treibern. Von Schimmel sind besonders Räume betroffen, die vermehrt Feuchtigkeit ausgesetzt sind, wie beispielsweise das Bad oder die Küche. Hier finden Sie die wichtigsten Fakten zu Schimmel und Tipps, was Sie im Alltag gegen den unliebsamen Pilz unternehmen können:  

 

Wie entsteht Schimmel?

Schimmelpilzsporen finden sich nicht nur im Boden, sondern auch in der Luft. Durch Lüften gelangen die Pilzsporen in die Wohnräume. Passieren tut erstmals nichts, es sei denn, die Sporen treffen im Haus auf Feuchtigkeit und kalte Wände. Dann hat Schimmel die ideale Voraussetzung zum Wachsen.

Feuchtigkeit tritt aus verschiedenen Gründen in Wohnräumen auf:

  • das Bewohnen der Räume – Pflanzen, Duschen und Kochen.
  • mangelhaftes Lüften und Heizen.
  • bauliche Mängel, wie defekte Dachabdeckungen, Mauerrisse oder Rohrbrüche.

Entscheidend für die Entstehung von Schimmel ist neben einer hohen Luftfeuchtigkeit die Temperatur der Luft oberhalb der Wand: Sind die Wände kälter als die Raumluft, ist die Luft oberhalb der Wand kälter. Kalte Luft nimmt weniger Feuchtigkeit auf als warme und setzt diese ab. Als Folge wird die Wand zuerst feucht und dann schimmlig.

 

Wie erkennt man Schimmel?

Oft lässt sich Schimmel nicht sofort erkennen. Der Schimmelbefall beginnt kleinflächig und kaum sichtbar. Spätestens bei folgenden Anzeichen sollten Sie jedoch genauer hinschauen:

  • Schwarze, grünliche oder gräuliche Punkte und Flecken an den Wänden und in den Fugen: Diese Flächen wachsen schnell, insbesondere wenn die oben beschriebenen Voraussetzungen – Feuchtigkeit und kalte Wände – gegeben sind.
  • Modrig, faulig riechende Luft: Wenn es auch nach dem Lüften in der Wohnung modrig riecht, dann ist dies ein deutliches Zeichen für Schimmelbefall. Kontrollieren Sie auch Stellen hinter Schränken und Möbeln. Häufig wächst der Schimmel dort völlig unbemerkt.

 

Was kann man gegen Schimmel tun?

Schimmel sollte grundsätzlich entfernt werden. Zudem wird empfohlen bei Schimmelbefall auch abzuklären, woher die Ursachen für den Schimmel kommen. Sonst kommt dieser auch nach erfolgreicher Entfernung in absehbarer Zeit wieder zurück. 

Ist der Schimmelbefall grossflächig, sollten Sie unbedingt einen Spezialisten beiziehen und die Entfernung des Schimmels nicht selbst vornehmen. In diesem Fall ist eine fachgerechte Sanierung notwendig. Mehr zum Thema Sanieren bei grossflächigem Schimmelbefall erfahren Sie hier.

 

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Um Schimmelbefall vorzubeugen helfen im Alltag folgende 5 Tipps:

5 Tipps gegen Schimmelpilz

1. Richtig lüften: Die Fenster nicht nur kippen, sondern weit öffnen und stosslüften.

2. Rechtzeitig heizen: Damit kühlen die Wände auch in der kälteren Jahreszeit nicht ab.

3. Die Möbel fünf bis zehn Zentimeter von der Wand entfernt aufstellen, damit die Luft dazwischen zirkulieren kann.

4. Nach dem Duschen und Kochen die Feuchtigkeit in den Räumen beseitigen. Nasse Stellen, Fugen und Fliesen mit einem Schaber oder Lappen trocknen und die Räume lüften.

5. Mit einem Luftfeuchtigkeitsmessgerät, einem sogenannten Hygrometer, können Sie die Luftfeuchtigkeit kontrollieren. Ab 50 Prozent Luftfeuchtigkeit kann es zu Schimmel in der Wohnung kommen – je nach Wärmedämmung.

 

Weitere Tipps & Tricks finden Sie in unserer umfassenden Checkliste. (PDF, 28.8KB)