Porträt

Geschichte

Drucken

Von der Darlehenskasse zur Raiffeisenbank Obertoggenburg

Die Gründung der Darlehenskassen Alt St. Johann, Wildhaus, Nesslau-Krummenau und Stein geht auf das erste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts zurück. Sie haben sich aus bescheidenen Anfängen im Laufe der Jahre zu beachtlicher Blüte entwickelt; waren und sind für viele Einwohner unseres Geschäftskreises eine wertvolle Hilfe bei der Finanzierung ihrer Bedürfnisse und sind aus unserer Region nicht mehr wegzudenken. In den letzten Jahren hat sich in unserer Bank vieles geändert. Aus der Darlehenskasse wurde die Raiffeisenbank. Der Betrieb wurde modernisiert, globales Denken und vernetzte Kommunikation gehören heute zum Alltag. Die Bestimmungen und Vorschriften wurden durch das Bankengesetz den heutigen Bedürfnissen angepasst, so dass wir alle banküblichen Dienstleistungen anbieten können.

Im März 1991 bezog unser Team in Neu St. Johann den Neubau der Raiffeisenbank an der Toggenburger Strasse 29. Auf den 1. Januar 1997 erfolgte die Fusion unserer Bank mit der Raiffeisenbank Stein. Auch die Angestellten in Alt St. Johann konnten in ein seinerzeit modernes Gebäude umziehen. Im Jahre 1974 war das Gebäude im Dörfli in Alt St. Johann fertiggestellt. Die Fusion mit der Raiffeisenbank in Wildhaus erfolgte 1996. Aus den Raiffeisenbanken Alt. St. Johann-Wildhaus und Nesslau-Krummenau-Stein ist per 1. Januar 2006 die Raiffeisenbank Obertoggenburg entstanden, mit Geschäftsstellen in Wildhaus, Alt St. Johann und Neu St. Johann.

Wir wollen die ursprünglichen Zielsetzungen unserer Gründer fortführen und mit einer ausgewogenen Mischung aus bewährten Grundsätzen und neuen Strategien auch in Zukunft erfolgreich sein. Diese Herausforderung nehmen wir gerne an.

Friedrich W. Raiffeisen
Friedrich W. Raiffeisen

Die Geschichte der genossenschaftlichen Bank geht zurück auf das Jahr 1862. Friedrich Wilhelm Raiffeisen,  Bürgermeister im rheinischen Heddesdorf (D, heutiges Neuwied), hatte damals die zündende Idee der Selbsthilfe. Das Kapital wurde da nutzbar gemacht, wo man es erarbeitete. Er sammelte also das Geld der Dorfgemeinschaft in Form von Spareinlagen und lieh es gegen Sicherheiten zu günstigen Bedingungen im Ort wieder aus.

Friedrich Wilhelm Raiffeisen verpflichtete die Kreditinstitute auf genossenschaftliche Grundsätze. Alle Mitglieder sollen die Dienste ihrer Bank beanspruchen können und ein Recht auf Mitbestimmung haben, gleichzeitig sind aber alle auch mitverantwortlich für das Wirken und Gedeihen der Genossenschaft.  

Johann E. Traber
Johann E. Traber

Schon bald wurde Raiffeisens Selbsthilfegedanke in weiteren Ländern Europas übernommen.

Auf Initiative von Pfarrer Johann Traber entstand 1899 in Bichelsee TG die erste Raiffeisenkasse der Schweiz. 1902 gründeten zehn Institute den Schweizerischen Raiffeisenverband. 1936 liess sich der Verband in St.Gallen nieder, wo er heute noch zu Hause ist.

Das Raiffeisen-System ist in über 100 Ländern mit rund 350 Millionen Genossenschafts-Mitgliedern verankert. Selbsthilfe, demokratische Strukturen und Solidarität überzeugen weltweit.