Dividenden – Unentbehrlicher Renditebestandteil

Dividenden – Unentbehrlicher Renditebestandteil

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An den Aktienmärkten liegen Freud und Leid oftmals nahe beieinander. Auf ein Jahr mit fulminanten Kursentwicklungen kann ein durchzogenes Börsenjahr folgen. Angesichts dieser Unbeständigkeit sind zusätzliche Ertragsquellen mit hoher Zuverlässigkeit von grosser Bedeutung.

 

Gleiches mit Gleichem vergleichen

Der erste Eindruck täuscht: Vergleicht man den Schweizer Leitindex SMI etwa mit dem seinem deutschen Pendant, dem DAX, so scheint der SMI in einer langen Betrachtung deutlich hinter der Performance des deutschen Leitindex zurückzuliegen. Der ausschliessliche Blick auf die ausgewiesenen Performancezahlen lässt aber ausser Acht, dass der SMI die Dividendenausschüttung nicht berücksichtigt, während diese bei vielen anderen Leitindizes – unter anderem eben auch beim deutschen DAX – reinvestiert werden und in die Performanceberechnungen miteinfliessen. Vergleicht man Gleiches mit Gleichem – also mit Berücksichtigung der Schweizer Dividenden – erweist sich die Vermutung, dass die Entwicklung am Schweizer Aktienmarkt zuletzt ein verlorenes Jahrzehnt markierte, letztlich als Trugschluss.

Mit Inkludierung der Dividenden zeigt sich zudem, dass diese auch in Jahren mit negativer Kursperformance zu positiven Erträgen und teilweise sogar zu einer positiven Gesamt­rendite verhalfen. Starke Dividendentitel stellen somit selbst bei einem relativ kurzfristigen Betrachtungszeitraum eine attraktive Portfoliobeimischung dar. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil im weiterhin anhaltenden Tiefzinsumfeld die Dividendenerträge insbesondere die Renditen von Obligationen zum Teil deutlich übertreffen können. So liegen im Schweizer Markt die Dividendenrenditen einerseits höher als die Renditen von Unternehmensanleihen mit guter bis mittlerer Kreditqualität und andererseits mehr als deutlich über jenen von Staatsanleihen, bei welchen über alle Laufzeiten gegenwärtig keine positive Rendite auf Verfall erzielt wird.

 

Im Tiefzinsumfeld besonders attraktiv

Dividendenrenditen vs. Renditen von Schweizer Staatsanleihen

Quellen: EY, Raiffeisen Schweiz Investment Advisory

Auf Dividendenzahlungen als zusätzliche Renditequelle eines ausgewogenen Portfolios möchte somit wohl kaum ein Anleger verzichten. Erst recht nicht, wenn man sich zwei weitere Eigenschaften der Dividendenzahlungen in den letzten zwanzig Jahren vergegenwärtigt.

So werden dividendenstarke Unternehmen auch in Phasen schlechter Aktienkursentwicklung unbedingt zu verhindern versuchen, die Markterwartung zu enttäuschen, indem sie Dividendenausschüttungen substanziell kürzen oder sogar ganz ausfallen lassen. Zu gross ist die (berechtigte) Furcht einer Abstrafung von Investoren, da diese die entsprechenden Titel oftmals eben genau wegen der als stabil erachteten Dividendenzahlung in ihren Portfolios halten. Insofern überrascht es nicht, dass in den letzten zwei Jahrzehnten die Dividendenrenditen im Schweizer Aktienmarkt selbst in jenen Jahren positiv ausfielen, als die Kursperformance negativ zu Buche schlug. Zuletzt beispielsweise im Jahr 2016, als im SMI trotz einer negativen Kursperformance von rund -6.8% die Dividendenerträge rund 3.5% betrugen und so erheblich zur Abfederung eines enttäuschenden Schweizer Aktienjahres beitrug.

Insbesondere in einem Aktienmarktumfeld, in dem die Kursavancen sich von der eher eingetrübten Seite präsentieren und das allgemeine Zinsniveau das Obligationensegment – zumindest bei überschaubarem Risiko – anhaltend unattraktiv erscheinen lässt, sind regelmässige Dividendenausschüttungen für die Anleger somit besonders interessant. Zumal bei den guten Dividendenzahlern der Trend bei der Ausschüttungshöhe in der langen Frist generell nach oben zeigt. In den letzten zwanzig Jahren etwa hat sich die durchschnittliche Dividende am Schweizer Aktienmarkt verdoppelt.

 

Dividenden alleine sind nicht aussagekräftig

Trotz dieser unbestrittenen Vorzüge gilt auch bei dividendenstarken Titeln, dass nicht alles, was glänzt, automatisch auch Gold ist. Eine attraktive Dividendenrendite – also das Verhältnis zwischen der Dividendenhöhe und dem Aktienkurs – kann beispielsweise auch daher resultieren, dass das entsprechende Unternehmen in ernsthaften Schwierigkeiten steckt und der Aktienkurs entsprechend unter Druck ist.

Ebenfalls können Ausschüttungen auch zu hoch ausfallen. Denn so erfreulich eine hohe Dividendenausschüttung aus Anlegersicht auch scheinen mag, muss das Unternehmen immer auch über genügend Mittel für Investitionen verfügen, um zukünftig erfolgreich am Markt bestehen zu können.

Und nicht zuletzt sollten Anleger ein Auge darauf werfen, ob die Dividendenausschüttung aus tatsächlichen Gewinnen oder aus der Substanz des Unternehmens getätigt wird. Während eine Ausschüttung aus den Kapitalreserven bei den Anlegern zwar für steuerbefreite Zusatzerträge sorgt, spricht eine Dividendenzahlung aus frei verfügbaren Cash-Flows tendenziell eher für den soliden Geschäftsgang eines Unternehmens.

 

Umsetzung: Aktienfonds «UBS Swiss High Dividend»

Um den Herausforderungen im Zusammenhang mit der Auswahl geeigneter Titel zu begegnen und gleichzeitig von den dargelegten Vorteilen dividendenstarker Titeln zu profitieren, empfehlen wir ein Engagement in Schweizer Unternehmen mit starken Fundamentaldaten. In Firmen also,  welche in der Lage sind, nachhaltige Dividenden zu zahlen. Der Aktien-Fonds «UBS Swiss High Dividend» (CH0127276381) investiert in solche Unternehmen und ist aufgrund der maximalen Einzeltitelgewichtung von 10% besser über Marktkapitalisierungen und Sektoren hinweg diversifiziert, als Schweizer Standard Aktien-Indizes. Der Fokus liegt dabei nicht auf einer Dividendenmaximierung. Ziel ist vielmehr, innerhalb des Portfolios einen guten Mix an Dividendenstrategien abzubilden.

+  Chancen                                                  

–  Risiken

  • Dividenden stellen eine stabile Renditequelle dar, welche sich weitgehend unabhängig von den Aktienkursen entwickelt.
  • Im anhaltenden Tiefzinsumfeld fallen Dividenden gegenüber den Obligationenrenditen deutlich attraktiver aus.                                                 
  • Eine im Vergleich zur Bilanz und den Cashflows zu hohe Dividendenausschüttung birgt das Risiko künftiger Dividendenkürzungen.
  • Handelt es sich nicht um steuerbefreite Dividenden (in Form von Kapitalauszah­lungen) müssen Dividenden wie Einkommen versteuert werden.

 

Persönliche Beratung

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