Wissen rund um nachhaltiges Wirtschaften

Zwölf Praxistipps: So wirtschaften Sie nachhaltiger

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Nachhaltiges Handeln ist auch für KMU ohne weiteres möglich. Es bietet Chancen und leistet einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Geschäftserfolg. Lassen Sie sich von unseren zwölf Praxistipps inspirieren, wie Sie in ökonomischer, ökologischer oder sozialer Hinsicht nachhaltig wirtschaften können.
 

Ökonomische Nachhaltigkeit

1. Überprüfen Sie regelmässig Ihre Strategie 

Bleiben Sie nicht stehen: Beobachten Sie die Entwicklungen in Ihrem Umfeld und stellen Sie sicher, dass Ihre Produkte und Leistungen auch in Zukunft den Marktbedürfnissen entsprechen. So bleiben Sie zukunftsfähig. Streule + Alder AG macht es beispielsweise vor.

 

2. Packen Sie Ihre Nachfolge frühzeitig an

Entscheiden Sie frühzeitig, ob Sie ihr Unternehmen in der Familie oder ans Management weitergeben oder ob Sie verkaufen wollen. Packen Sie die Übergabe mindestens fünf Jahre vor Ihrem Ausstieg an – denn so lange dauert es im Schnitt, bis die Unternehmensnachfolge geregelt ist. 

 

3. Digitalisieren Sie Ihre Administration

Digitalisieren Sie Ihre administrativen Prozesse wie das Lohn- und Rechnungswesen, damit sparen Sie viel Zeit und Geld. Nutzen Sie dazu auch die anstehende Umstellung auf die QR-Rechnung.

 

4. Stärken Sie Ihre Reputation 

Handeln Sie nachhaltig und kommunizieren Sie dies nach innen und aussen. Dadurch binden Sie Ihre Mitarbeitenden, ziehen als potenzieller Arbeitgeber gute Fachkräfte an und werden auch für Ihre Kunden und Partner attraktiver. 

 

 

Ökologische Nachhaltigkeit

5. Steigern Sie Ihre Energieeffizienz 

Energiesparende Massnahmen tragen zum Umweltschutz bei und reduzieren gleichzeitig die Betriebskosten. Ansatzpunkte sind zum Beispiel energiesparende Beleuchtung, die Optimierung von Produktionsprozessen oder die Nutzung der Abwärme. Nutzen Sie zudem Strom aus erneuerbaren Quellen. Lassen Sie Ihren Betrieb bei einem Energie-Check-up auf wirtschaftliche Energiesparpotenziale untersuchen.

 

6. Senken Sie Emissionen

Verbessern Sie Ihre Treibhausgasbilanz und senken Sie Ihren CO2-Ausstoss. Vermeiden Sie Schadstoffemissionen in der Produktion, verankern Sie den Grundsatz «ÖV vor Geschäftsauto» in ihren Leitlinien und setzen Sie auf Video-Konferenzen statt auf physische Meetings.

 

7. Beschaffen und entsorgen Sie nachhaltig

Verantwortungsvolle Unternehmen stellen Nachhaltigkeit über die Lieferkette hinweg sicher. Prüfen Sie deshalb Ihre Lieferanten auf Nachhaltigkeit – Labels liefern dazu wertvolle Unterstützung –, verwenden Sie ökologische Materialien und setzen Sie konsequent auf Recycling.

 

8. Beantragen Sie finanzielle Unterstützung

Bei der Umsetzung von energiesparenden Massnahmen erhalten Sie von der Schweizer Klimastiftung finanzielle Unterstützung. Der Technologiefonds des Bundes verbürgt Darlehen an innovative und klimabewusste Unternehmen.

 

 

Soziale Nachhaltigkeit

9. Unterstützen Sie Aus- und Weiterbildung

Schaffen Sie Lehrstellen – damit investieren Sie in die Zukunft Ihres Unternehmens und der ganzen Branche. Dasselbe gilt, wenn Sie die Aus- und Weiterbildung Ihrer Mitarbeitenden unterstützen. Das neue Wissen wirkt sich zudem unmittelbar auf Ihr Geschäft aus. OekoSolve AG profitiert bereit heute von sozialen Nachhaltigkeitsbestrebungen.

 

10. Schaffen Sie gute Arbeitsbedingungen

Wer seine Mitarbeitenden gut behandelt, profitiert gleich mehrfach: Gute Arbeitsbedingungen steigern die Motivation, erhöhen die Produktivität, senken die Fluktuation und ziehen gute Arbeitskräfte an. Zentrale Faktoren sind: Attraktive Entschädigung, überdurchschnittliche Sozialleistungen, flexible Arbeitszeiten, Teilzeitmöglichkeiten oder ein längerer Elternurlaub.

 

11. Wählen Sie die richtigen Partner

Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Lieferanten und sonstigen Partnern auf deren Werte und Praktiken – wie gehen sie mit den Mitarbeitenden um? Was ist das Geschäftsmodell? Werden die Menschenrechte respektiert?

 

12. Fördern Sie die Vielfalt

Sorgen Sie für eine gute Durchmischung Ihres Teams. Indem Sie etwa Männer und Frauen sowie jüngere und ältere Mitarbeitende anstellen, fördern sie nicht nur Chancengleichheit, sondern finden dank der unterschiedlichen Sichtweisen auch bessere Lösungen.