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11.03.2026

Raiffeisen mit starkem Wachstum – Geschäftsvolumen erreicht neuen Höchststand

Bilanzmedienkonferenz

 

In Kürze

  • Gruppengewinn von 1,1 Milliarden Franken liegt 9,9 Prozent unter dem Vorjahr
  • Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft sinkt erwartungsgemäss um 7,1 Prozent auf 2,6 Milliarden Franken
  • Zunahme der Hypothekarforderungen um 4,6 Prozent auf über 231 Milliarden Franken 
  • Starkes Wachstum der Kundeneinlagen um 10,9 Milliarden Franken oder 5,1 Prozent
  • Zunahme des Erfolgs aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 10,0 Prozent
  • Indifferentes Geschäft legt markant zu, Anteil am Geschäftsertrag erhöht sich auf 27,4 Prozent
  • Hervorragend kapitalisiert – Eigenmittel und verlustabsorbierende Mittel steigen auf 28 Milliarden Franken

St.Gallen, 11. März 2026. Die Raiffeisen Gruppe blickt auf ein wachstumsstarkes Jahr 2025 zurück. Das Geschäftsvolumen erreichte einen neuen Höchststand. Mit einem Gewinn von 1,1 Milliarden Franken hat die Gruppe das Geschäftsjahr 2025 mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. Wie erwartet erreichte das Zinsengeschäft 2025 den Vorjahreswert nicht mehr. Der Gewinn ist entsprechend um 9,9 Prozent tiefer ausgefallen. Das starke Wachstum der Kundeneinlagen um 10,9 Milliarden Franken unterstreicht das hohe Vertrauen der Kundinnen und Kunden in Raiffeisen. Im Hypothekargeschäft konnte Raiffeisen ihre starke Marktposition festigen und im Vorsorge- und Anlagegeschäft konnte die Bankengruppe gegenüber dem Vorjahr erneut zulegen. Dr. Gabriel Brenna, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz, zum Ergebnis: «Raiffeisen hat 2025 ihre Marktstellung in einem wettbewerbsintensiven Umfeld erfolgreich ausgebaut und kann starke Wachstumszahlen präsentieren. Insbesondere im Anlagegeschäft verfügen wir über eine hervorragende Ausgangslage, um in Zukunft sowohl volumen- als auch ertragsseitig weiter zu wachsen.»

Hoher Zuwachs an Kundengeldern

Die Hypothekarforderungen sind um 10,2 Milliarden Franken auf 230,9 Milliarden Franken gewachsen. Das entspricht einem Plus von 4,6 Prozent. Der Marktanteil von Raiffeisen im Hypothekargeschäft hat damit erneut leicht zugenommen und liegt bei 18,4 Prozent. Die Kundenausleihungen im Firmenkundengeschäft stiegen um 3,9 Milliarden auf 57 Milliarden Franken. Raiffeisen konnte im abgelaufenen Jahr gut 5'000 neue Firmenkunden gewinnen, wobei insbesondere die Zunahme im Segment der mittelgrossen und grossen Unternehmen erfreulich ist. Der Fokus liegt weiterhin auf einem qualitativen Wachstum des Kreditportfolios und einer umsichtigen Risikopolitik. Die Wertberichtigungen für gefährdete Forderungen liegen mit einem Anteil von 0,14 Prozent der gesamten Kundenausleihungen auf sehr tiefem Niveau.

Bei den Kundeneinlagen konnte Raiffeisen das starke Wachstum aus dem Vorjahr nochmals übertreffen und verbuchte Neugelder in Höhe von 10,9 Milliarden Franken. Die Kundeneinlagen belaufen sich damit auf 225,8 Milliarden Franken (+5,1%). Das Wachstum ist breit abgestützt über alle Regionen hinweg. Dank der kräftigen Zunahme der Kundeneinlagen stieg der Refinanzierungsgrad von 92,2 auf 92,6 Prozent. Damit sind die Kundenausleihungen zu einem sehr hohen Anteil durch Kundeneinlagen gedeckt.

 

Indifferentes Geschäft legt zu, Vermögensverwaltungsmandate als Wachstumstreiber

Der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft hat sich aufgrund der sinkenden Zinsmarge rückläufig entwickelt. Er ging erwartungsgemäss um 202,2 Millionen Franken oder 7,1 Prozent zurück auf 2,6 Milliarden. Diese Entwicklung war geprägt von den Zinssenkungsschritten der Schweizerischen Nationalbank im ersten Halbjahr 2025, die insbesondere bei den Saron-Flex-Hypotheken zu tieferen Zinserträgen geführt haben. Zudem hat Raiffeisen die Zinssätze für Spargelder mit Verzögerung reduziert und Kundinnen und Kunden profitierten im Jubiläumsjahr auch von attraktiven Vorzugskonditionen. Demgegenüber steht eine sehr gute Entwicklung im indifferenten Geschäft. Dank des starken Vorsorge- und Anlagegeschäfts konnte Raiffeisen den Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um zehn Prozent auf 751,9 Millionen Franken steigern. Auch der Erfolg aus dem Handelsgeschäft hat sich mit einem Plus von 13,0 Prozent deutlich erhöht und lag bei 295,6 Millionen Franken. Dank der starken Entwicklung dieser beiden Ertragspfeiler erhöhte sich der Anteil des indifferenten Geschäfts am Geschäftsertrag auf 27,4 Prozent.

Das Depotvolumen ist um 7,8 Milliarden Franken auf 59,7 Milliarden Franken gewachsen. Im Vergleich zu Ende Vorjahr entspricht dies einem Plus von 15 Prozent. Das Nettoneugeldvolumen im Anlagegeschäft beträgt 2,9 Milliarden Franken. Auch die Anzahl der Depots entwickelte sich mit einem Plus von 56’000 erfreulich. Haupttreiber des Wachstums im Anlagegeschäft waren erneut die Vermögensverwaltungsmandate. Sowohl die Anzahl als auch das Volumen haben mit einem Plus von 35 beziehungsweise 37 Prozent deutlich zugelegt. Mittlerweile sind mehr als ein Viertel des gesamten Anlagevolumens von Raiffeisen in einem Vermögensverwaltungsmandat.

 

Geschäftserfolg auf stabil gutem Niveau

Auf der Kostenseite widerspiegelt sich der Personalausbau in der Beratung bei den Raiffeisenbanken in einem um 44,4 Millionen beziehungsweise 2,8 Prozent höheren Personalaufwand. Der Personalbestand ist im Berichtszeitraum um rund 252 Vollzeitstellen gewachsen. Der Sachaufwand nahm um 13,2 Millionen Franken oder 2,2 Prozent moderat zu. Höhere Kosten ergaben sich insbesondere aufgrund von Jubiläumsaktivitäten sowie im Projektgeschäft. Insgesamt hat der Geschäftsaufwand um 57,6 Millionen Franken oder 2,6 Prozent auf 2,3 Milliarden Franken zugenommen.

Durch die Kostenzunahme bei insgesamt tieferem Geschäftsertrag hat sich die Cost-Income-Ratio von 56,7 auf 59,4 Prozent erhöht. Im Rahmen der periodischen Werthaltigkeitsprüfung der Beteiligung an der Leonteq AG wurde eine Wertberichtigung in Höhe von 41,2 Millionen Franken verbucht. Der Geschäftserfolg liegt mit 1,3 Milliarden Franken 129,2 Millionen Franken unter dem Vorjahr (-9,1%). Im Mehrjahresvergleich entspricht dies einem guten Niveau. Der resultierende Gruppengewinn beträgt 1,09 Milliarden Franken. Raiffeisen weist damit ein gutes Ergebnis aus, das jedoch mit einem Rückgang um 120,1 Millionen Franken erwartungsgemäss unter dem Vorjahreswert liegt. Rund 990 Millionen Franken des Gewinns fliessen in die Reserven der Gruppe, die damit weiter gestärkt werden.

 

Hervorragende Kapitalisierung und Liquiditätssituation

Die hohe Gewinnthesaurierung bildet die Grundlage für die laufende Stärkung der Kapitalbasis von Raiffeisen. Die Eigenmittel und verlustabsorbierenden Mittel sind per Ende 2025 auf 28,0 Milliarden gewachsen. Daraus resultierte eine risikogewichtete TLAC-Quote von 27,5 Prozent. Mit diesem Wert liegt die Bank deutlich über den regulatorischen Anforderungen. Auch die Anforderungen an die ungewichtete Leverage Ratio erfüllt Raiffeisen mit einem Wert von 8,6 Prozent komfortabel. Die Raiffeisen Gruppe gehört weltweit zu den am besten kapitalisierten Banken. Die hervorragende Kapitalsituation wird von den externen Rating-Agenturen mit sehr guten Rating-Einschätzungen gewürdigt. Auch die Liquiditätssituation der Gruppe ist sehr robust. Sowohl die kurzfristige Liquiditätsquote (Liquidity Coverage Ratio) als auch die langfristige (Net Stable Funding Ratio) liegen mit 163 beziehungsweise 131 Prozent deutlich über dem regulatorisch geforderten Minimum von 100 Prozent.

 

Ausblick und Prioritäten 2026

Raiffeisen blickt zuversichtlich auf das Jahr 2026. Im Zinsengeschäft ist im anhaltenden Tiefzinsumfeld mit wenig Impulsen zu rechnen. Aufgrund des Volumenwachstums geht Raiffeisen aber dennoch von einem leicht besseren Zinsergebnis aus und rechnet insgesamt mit einem Geschäftserfolg leicht über Vorjahr. «Für 2026 haben wir drei klare Prioritäten: den Abschluss der Gruppenstrategie 2025, die Diversifikation unserer Erträge insbesondere durch den Ausbau des Vorsorge- und Anlagegeschäfts, und die Verabschiedung der neuen Strategie bis Ende des Jahres», so Gabriel Brenna.