In welcher Lebensphase stehen Sie?

Jede Lebensphase verlangt neue finanzielle Entscheidungen von Ihnen: Wichtig ist, diese bewusst zu treffen – und in Ihrer Strategie zu berücksichtigen.

«Jede Lebensphase ist ein strategischer Moment»

Entscheidungsmomente

Phase 1

Erste Investition – «Göttibatzen» oder Sackgeld

Langfristiger Vermögensaufbau beginnt oft klein – aber früh.

Bereits kleine Beträge werden sinnvollerweise investiert, damit über die Zeit ein beachtliches Vermögen entstehen kann. Deshalb am besten das Geschenksparkonto mit einem Fondssparplan verbinden. 

 

Inflation

 

 

Phase 2

Start ins Berufsleben – erster Lohn

Jetzt legen Sie den Grundstein: Ein realistisches Budget, eine klare Sparquote und bewusste Prioritäten. So entsteht Schritt für Schritt eine stabile Basis.

Priorität 1: Säule 3a konsequent nutzen

Priorität 2: Zusätzlich Vermögen durch Investieren des freien Kapitals aufbauen

So legen Sie ein solide Grundlage für finanzielle Stabilität in den kommenden Jahren

Phase 3

Partnerschaft und Kinder

Absicherung und Vorsorge rücken in den Mittelpunkt.

Mit der Familiengründung verschiebt sich der Fokus. Vorsorge und Absicherung werden zentral – besonders bei Teilzeitarbeit oder unbezahlter Care-Arbeit. Wichtig ist, die finanzielle Absicherung beider Partner zu prüfen und sicherzustellen. Dazu gehören:

  • Vorsorgeplanung
  • Risikoschutz
  • Aufteilung von Beiträgen und Vorsorgeansprüchen

Das Ziel ist die finanzielle Stabilität für die ganze Familie.

 

Phase 4

Selbstständigkeit und Unternehmertum

Wer sich selbstständig macht, trägt doppeltes Risiko: geschäftlich und privat. Entscheidend ist, beides sauber aufeinander abzustimmen: Eine klare Koordination zwischen Unternehmensplanung, Liquidität, Risikoschutz und privater Vorsorge schafft Stabilität und Handlungsspielraum.

 

Phase 5

Ungeplante Schlüsselereignisse wie Trennung, Scheidung oder Tod

Solche Situationen verlangen eine umfassende Neuordnung: Vermögensaufteilung, Absicherung von Angehörigen, Anpassung von Verträgen, Nachlass- und Vorsorgeregelungen sowie steuerliche Auswirkungen. Eine fachkundige Begleitung schafft Klarheit, Struktur und Sicherheit in einer anspruchsvollen Phase.

Phase 6

Vermögenszufluss aus Erbschaft oder Schenkung

Ein Vermögenszufluss eröffnet Chancen – und Fragen. Soll das Kapital erst einmal auf dem Konto geparkt, genutzt oder investiert werden? Passt die bisherige Anlagestrategie noch? Eine kluge Einordnung – abgestimmt auf Ihren Anlagehorizont, Ihre Ziele und Wünsche – sorgt dafür, dass das Vermögen langfristig Wirkung entfaltet.

Phase 7

Pensionierung

Ab etwa 50 lohnt sich die frühzeitige Planung. Das schafft Wahlfreiheit im richtigen Moment.

Wichtige Fragen sind dabei:

  • Wie sieht mein Budget nach der Pensionierung aus?
  • Kann ich mir mein Eigenheim dann noch tragen?
  • Beziehe ich Kapital oder Rente?
  • Sind Einkäufe in die Pensionskasse noch sinnvoll?

Eine strukturierte Planung ermöglicht einen finanziell gut abgestützten Ruhestand.

Phase 8

Vermögensweitergabe

Gestaltungsspielraum nutzen – unabhängig vom Alter.

Wer sein Vermögen gezielt weitergeben möchte, sollte früh klären:

  • Passt die gesetzliche Erbfolge zu meinen Erwartungen?
  • Brauche ich einen Erbvertrag?
  • Wie lassen sich steuerliche und familiäre Aspekte optimal verbinden?

Auch die persönliche Vorsorge gehört dazu:

  • Patientenverfügung: Wer entscheidet für mich, wenn ich es selbst nicht mehr urteilsfähig kann? Und welche medizinischen Massnahmen wünsche ich mir?
  • Vorsorgeauftrag: Wer regelt meine finanziellen und persönlichen Angelegenheiten im Ernstfall?

Eine vorausschauende Planung und rechtsgültige Regelung schafft Klarheit, schützt Ihre Selbstbestimmung und verhindert Konflikte im Nachhinein.

 

Florence Aepli
«Finanzielle Unabhängigkeit entsteht, wenn Frauen ihren Lebensweg verstehen – und ihn selbstbestimmt gestalten.»

Florence Aepli

Stv. Leiterin Raiffeisen WOMEN