SNB mehr um Wechselkurs besorgt
26.03.2026
Zinsentwicklung seit 2000
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihren Leitzins nach Beginn des Iran-Kriegs unverändert belassen. Das Direktorium hält den Nullzins weiterhin für angemessen.
In ihrem Basisszenario eines temporären Konflikts geht die Nationalbank zwar kurzfristig von einer höheren Inflation aus. Der erwartete Anstieg dürfte jedoch moderat bleiben. Mittelfristig dürfte der Preisdruck nach Einschätzung der Nationalbank sogar noch geringer ausfallen als bislang erwartet.
Die SNB ist dabei vor allem um die Wechselkursentwicklung besorgt. Sie erklärt eine erhöhte Bereitschaft, bei einer raschen und übermässigen Aufwertung des Franken am Devisenmarkt einzugreifen. Eine solche Aufwertung könnte die Preisstabilität gefährden, und zwar in Richtung zu niedriger Inflation.
Im Vergleich zu anderen Notenbanken bestehen in der Schweiz nur geringe Aufwärtsrisiken für den Inflationstrend, was die langfristigen Zinsen zusätzlich dämpft. Während in anderen Währungsräumen über Zinserhöhungen diskutiert wird, tendiert die SNB eher dazu, den Leitzins nochmals zu senken. Die Hürde für die Einführung von Negativzinsen bleibt jedoch hoch.
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