Immobilienstudie: Die Eigenheimmarktdynamik schwächt sich ab
Trotz anhaltender Knappheit, tiefer Zinsen und eines beträchtlichen Wohnkostenvorteils schwächt sich die Dynamik am Eigenheimmarkt aufgrund der hohen Einstiegshürden allmählich ab. Die Transaktionstätigkeit und die Preisentwicklung dürften ihren vorläufigen Höhepunkt überschritten haben. Neben Wohneigentümern haben auch Buy-to-let-Investoren in den vergangenen Jahren dank der Preissteigerungen hohe Renditen erzielt. Diese sind jedoch mittlerweile unter Druck geraten und hängen zunehmend von der künftigen Preisentwicklung ab.
03.09.2026
Fredy Hasenmaile interpretiert die Zahlen & Fakten aus der Studie
Die Fakten im Überblick
Wohneigentümer profitieren von beachtlichem Wohnkostenvorteil
Nachfrageüberhang im Eigenheimmarkt hält an
Transaktionstätigkeit und Preisdynamik haben ihren Zenit überschritten
Buy-to-let hat attraktive Renditen generiert
Rentabilität von Buy-to-let-Investitionen hängt immer stärker vom Preiswachstum ab
Marktüberblick
«Angehende Wohneigentümer können von einem Wohnkostenvorteil profitieren. Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen übersteigt das viel zu knappe Angebot deutlich. Es mehren sich die Anzeichen, dass das hohe Preisniveau und die regulatorischen Finanzierungshürden eine nachfragedämpfende Wirkung entfalten. Sowohl die Transaktionstätigkeit als auch die Preisentwicklung verlieren von sehr hohen Niveaus ausgehend zuletzt an Dynamik. Auch für Buy-to-let-Investitionen ist diese Entwicklung von Bedeutung. Die Profitabilität dieser Anlageform war in den vergangenen Jahren zwar ausserordentlich hoch, hängt inzwischen jedoch zunehmend von der künftigen Preisentwicklung ab.»
Michel Fleury
Ökonom Raiffeisen Economic Research