SNB-Nullzins ist angemessen
25.06.2026
Zinsentwicklung seit 2000
Der Iran-Konflikt hat das Energieangebot eingeschränkt. Auch wenn das Friedensabkommen hält, wird es einige Zeit dauern, bis sich die Versorgungslage normalisiert. Der Schaden für die Weltwirtschaft ist bereits angerichtet, und der Preisdruck ist gestiegen. In der Schweiz bleibt die Inflation im internationalen Vergleich jedoch erheblich tiefer. Wegen des geringen Anteils der Energie an den Konsumausgaben und des starken Frankens steigt die Inflation nur massvoll.
Anders als die Europäische Zentralbank (EZB), die im Juni die Zinsen erhöht hat, sorgt sich die Schweizer Nationalbank (SNB) nicht um die Inflation und hält ihren Nullzins für angemessen. Die Notenbanker sehen das Hauptrisiko bei der globalen Nachfrage und beim Wechselkurs, auch wenn ein Ende des Iran-Konflikts mittelfristig eine Verbesserung der internationalen Konjunktur bedeuten kann.
Entsprechend signalisiert die SNB weiterhin eine erhöhte Bereitschaft, bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren, um einer übermässigen Aufwertung vorzubeugen. SNB-Präsident Martin Schlegel betont allerdings, dass der Franken mit der Ausweitung der Zinsdifferenzen etwas an Wert verloren hat. Akuter Handlungsbedarf besteht damit nicht, anders als unmittelbar nach Kriegsbeginn. Wegen der unsicheren geopolitischen Lage bestehe aber weiterhin das Risiko von starkem Aufwertungsdruck. Die SNB sieht sich insgesamt sehr gut positioniert, was für unveränderte SARON-Hypotheken-Konditionen und auch für recht stabile Langfristzinsen spricht.
Weitere Informationen finden Sie unter raiffeisen.ch/hypothekarzinsen