Immobilienstudie: Zunehmende Bauregulierung hemmt den Wohnungsbau
Wohneigentümer reagieren trotz grossem Steueroptimierungspotenzial bisher kaum auf die Eigenmietwertabschaffung. Zudem verharrt die Bautätigkeit trotz deutlicher Knappheitssignale auf einem viel zu tiefen Niveau. Die zunehmende Regulierung durch strengere Raumplanung und wachsende Anforderungen an Bauten führt zu längeren Verfahren sowie steigenden Kosten und bremst die Bautätigkeit aus.
21.05.2026
Fredy Hasenmaile interpretiert die Zahlen & Fakten aus der Studie
Die Fakten im Überblick
Wohneigentümer sind nach der beschlossenen Eigenmietwertabschaffung bei Sanierungen zurückhaltend
Hypothekarmarkt zeigt ebenfalls noch keine Reaktion auf Eigenmietwertabschaffung
Bautätigkeit ist Ende der 2010er Jahre eingebrochen
Bauregulierung hat stark zugenommen
Bewilligungsverfahren dauern immer länger
Wachsende Komplexität lässt die Erstellungskosten schnell steigen
Marktüberblick
«Auch sechs Monate nach der Abstimmung zur Eigenmietwertabschaffung zeigen Wohneigentümer trotz erheblichem Steueroptimierungspotenzial kaum Reaktionen auf die anstehende Steuerreform – weder bei Sanierungen noch am Hypothekarmarkt. Gleichzeitig bremsen die Raumplanung sowie zunehmende regulatorische Anforderungen und komplexere Bauvorschriften die Bautätigkeit immer stärker aus. Längere und komplexere Planungs- und Bewilligungsprozesse, spürbare Baukostensteigerungen und letztlich eine zu schwache Bautätigkeit sind die direkten Folgen dieser Entwicklung.»
Michel Fleury
Ökonom Raiffeisen Economic Research