Portrait

Geschichte

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An die 30 Männer gründeten am 13. März 1932 im alten Schulhaus in Fahrni, Rachholtern, die Darlehenskasse Fahrni (nach System Raiffeisen). Die Gründung fiel in eine wirtschaftlich schwere Zeit, eine weltweite Krise herrschte mit Arbeitslosigkeit, niedrigen Preisen und Löhnen. Als Verwalter wurde Ernst Siegenthaler, Lehrer, gewählt. Das Kassabüro wurde in seinem Elternhaus, im Bauernhaus am Bachstutz, eingerichtet und am 1. April 1932 wurde der Betrieb aufgenommen.

Im Jahr 1935 zog die Kasse mit dem Verwalter ins Lehrerhaus, da dort eine Wohnung der Gemeinde frei geworden war.

1955 hat der Verwalter in Rachholtern ein Eigenheim gebaut. Von da an bestanden für die Darlehenskasse erstmals eigene, von der Wohnung getrennte Räumlichkeiten. Eine Erweiterung wurde 1973 realisiert, indem durch einen Anbau ein separates Wartezimmer entstand und dadurch die Diskretion stark verbessert werden konnte. Mit der Statutenrevision vom 2. März 1974 konnte erstmals auch ein Teil der Bevölkerung von Steffisburg bedient werden, indem der Geschäftskreis auf die Weiler Unteremberg, Muri, Dürrenbühl, Flühli, Hartlisberg und Eichenried ausgedehnt worden ist. Diese Geschäftskreiserweiterung wie auch die Hochkonjunktur und die Schaffung von zwei Bauzonen in Fahrni verhalfen der Raiffeisenkasse Fahrni zu einer rasanten Entwicklung. Der Bankverwalter Ernst Siegenthaler, wurde im Frühjahr 1975 als Lehrer pensioniert und konnte daher die Mehrarbeit bei der Bank durch eine Erweiterung der Öffnungszeiten bewältigen.

Im Jahr 1982, zum 50-jährigen Bestehen der Raiffeisenbank Fahrni ist der Verwalter Ernst Siegenthaler zurückgetreten. Es ist wohl einmalig in der Geschichte Raiffeisen’s, dass ein Bankverwalter auf eine 50-jährige Tätigkeit zurückblicken kann und gleichzeitig auch noch die Bank gründen half. Als Besonderheit darf auch erwähnt werden, dass die Rechnungsabschlüsse allesamt ohne EDV-Hilfe erstellt
worden sind. Die einzigen Hilfsmittel waren Zinstabellen und eine Rechnungsmaschine.

Per 1. April 1982 trat Hansueli Aebersold in die Dienste der Raiffeisenkasse Fahrni und übernahm per 1. Mai 1982 die Verantwortung als Bankverwalter in Nebenamt (50 %-Stelle). In den ersten zwei Jahren unterstützte ihn Ernst Siegenthaler noch als Stellvertreter.

Ab April 1982 wurde die Sparkasse beim Verband in St. Gallen EDV-mässig nacherfasst, wodurch ein grosser Teil der Zinsenrechnerei der Vergangenheit angehörte.

Ab 1983 wurden auch die Kontokorrentkonten auf dieselbe Art und Weise verarbeitet.

Ab 1. April 1984 wurde H.U. Aebersold als vollamtlicher Bankverwalter angestellt und Irene Bachmann konnte als Verwalter-Stellvertreterin gewonnen werden.

Erst per 1. April 1989 wurde ein richtiges EDV-System „Nixdorf“ angeschafft. Von da an konnten den Kunden zeitgemässe Dienstleistungen angeboten werden, was sich auch sehr positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirkte. Anlässlich der 60. Generalversammlung vom 13. März 1992 konnte der Geschäftskreis erneut erweitert werden und umfasste neu die Gemeinde Fahrni, sowie das nördlich der Linie Aarestrasse - Bernstrasse - Stockhornstrasse - Ziegeleistrasse - Erlenstrasse - Zelgstrasse bis Zulgbrücke in der Gumm gelegene Gebiet der Gemeinde Steffisburg.

Am 3. November 1993 konnte die Raiffeisenbank in den Neubau im Verwaltungsgebäude Rachholtern, Fahrni, einziehen und befand sich somit erstmals in eigenen Räumlichkeiten.

Ab 1994 konnte Martin Bruppacher, Verwalter der Raiffeisenbank Teuffenthal, als Teilzeitmitarbeiter (30 %) gewonnen werden. Nicht zuletzt auf diesen Umstand ist die Fusion mit der Raiffeisenbank Teuffenthal per 31.12.1995 zurückzuführen. Anlässlich der Generalversammlung im Frühjahr 1996 wurde die Fusion und die Namensänderung auf Raiffeisenbank Fahrni-Teuffenthal, beschlossen. Martin Bruppacher, der eigentliche Initiant der Fusion, sah voraus, dass auch mit einem Zusammenschluss der beiden Banken die Dienstleistungen im Teuffenthal weiterhin uneingeschränkt erbracht werden können. Diese Fusion war für beiden Banken ein Schritt in die richtige Richtung und erlaubte auch, dass das notwendige „4-Augen-Prinzip“ eingehalten werden konnte. Nach der Fusion amtete Martin Bruppacher als Verwalter-Stellvertreter und betreute weiterhin die angestammte Kundschaft im Teuffenthal.

Per 1.1.1998 wurde das raiffeiseneigene EDV-System Dialba 2000 eingeführt und die entsprechende EDV-Umstellung vollzogen. Der gelegte Grundstein, Bankgebäude/EDV/personelle Situation, erlaubte es, die Fusionen mit den Raiffeisenbanken Schwanden und Homberg per 31.12.1997 sowie Ringoldswil und Schwendibach per 31.12.1998 mit Zuversicht zu beschliessen. Der Geschäftskreis der Raiffeisenbank Fahrni-Teuffenthal mit ca. 134 Mio. Franken Bilanzsumme umfasste nun die Gemeinden Fahrni, Heiligenschwendi, Homberg, Horrenbach-Buchen, Schwendibach, Sigriswil, Steffisburg und Teuffenthal. Die Raiffeisenbank Fahrni-Teuffenthal hat sich bereits seit einiger Zeit in Steffisburg nach geeigneten Banklokalitäten umgesehen, dies vorallem um die bestehede Kundschaft vor Ort bedienen zu können. Die vollzogenen Fusionen haben diesen Drang noch verstärkt um der neuen Bank einen neuen, zentralen Mittelpunkt geben zu können. Auf die Bauausschreibung der neuen Post hin, haben wir uns bemüht, das alte Postlokal käuflich erwerben zu können. Der entsprechende Kaufvertrag konnte im Februar 1998, mit Übergang von Nutzen und Schaden per 1. Mai 1999 unterzeichnet werden.

Am 9.9.1999 haben wir in der neuen Geschäftsstelle in Steffisburg unsere operative Tätigkeit aufgenommen. Mit der Neuformierung haben wir unsere Bank für die zukünftigen Herausforderungen in der Bankbranche neu positioniert. Diese Neuorientierung war aber auch notwendig, um den Interessen unserer bestehenden, ortsansässigen GenossenschafterInnen Rechnung zu tragen und zugleich das Potential in Steffisburg besser ausschöpfen zu können. Seit der Eröffnung bis zum 30. Juni 2003 erreichte die Geschäftsstelle nun bereits eine Bilanzsumme von gut 42 Mio Franken.

Aufgrund der neuen Sicherheitsbestimmungen gemäss Geschäftsreglement SVRB musste der Verwaltungsrat schweren Herzens die Schliessung der Geschäftsstellen Aeschlen, Ringoldswil und Teuffenthal verfügen. Dadurch wurde das Geschäftsstellennetz ab 16. September 2002 auf vier Geschäftsstellen reduziert.

Infolge Kündigung des Bankleiters der RB Schwarzenegg im Oktober 2002 wurden im Winter Gespräche zwischen den Behörden der Raiffeisenbank Fahrni-Teuffenthal und der RB Schwarzenegg über eine gemeinsame Fusion geführt. Ab 1.11.2002 wurde HU Aebersold durch die RB Schwarzenegg als interimistischer Bankleiter zusätzlich in der Unterlangenegg gewählt. Die Generalversammlung der RB Schwarzenegg sowie die Delegiertenversammlung der RB Fahrni-Teuffenthal im April 2003 stimmten sowohl der Fusion, als auch der Namensänderung (Raiffeisenbank Steffisburg) zu. Die Fusion erfolgte rückwirkend per 1.1.2003. Aufgrund der neuen Platzverhältnisse wurde das bisher in Steffisburg domizilierte Verarbeitungszentrum nach Unterlangenegg und gleichzeitig die Kreditadministration nach Fahrni verlegt. Die Zusammenführung der EDV-Systeme erfolgte per 1.6.2003.

Mit dieser Umstrukturierung sind unseres Erachtens die Fusionsprozesse abgeschlossen. Die Bank verfügt derzeit über eine Bilanzsumme von gut 312 Mio. Franken und einem geographisch gut eingebetteten Kundenpotential von 23'000 Einwohnern. Der Verwaltungsrat sieht deshalb aus heutiger Sicht keine Synergien aus einem allfälligen Zusammengehen mit der RB Region Uetendorf-Thun, da unserer dadurch nur Nachteile in Bezug auf Konditionen, Stadt/Land Kultur, Kundennähe und Verankerung im Geschäftskreis erwachsen würden. Die momentane Grösse lässt gerade diese raiffeisen-typischen Vorteile noch zu und kann dennoch mit einem kleinen Führungsteam effizient geführt werden.
 
Die Kundschaft entscheidet über Erfolg oder Misserfolg unserer Bank. Daraus folgt, dass im Mittelpunkt all unserer Tätigkeiten der Kunde stehen muss. Damit wir diese Fokussierung erfolgreich durchführen können, haben wir uns für die Konzentration der Kräfte gestützt auf die vorhandene Infrastruktur  entschieden. Damit wir bezüglich Kundennähe glaubwürdig bleiben, bieten wir unsere Produkte und Dienstleistungen sowohl im Hauptsitz als auch unseren sieben Geschäftsstellen  an. Unser Kerngeschäft ist das Hypothekargeschäft. Wir arbeiten mit prozessorientierten Führungsstrukturen. Damit wollen wir Wettbewerbsvorteile schaffen. Sie garantieren uns künftig den Unternehmenserfolg.