Lebensversicherungen

In jedem Fall sicher: Sich selbst, die Familie und das Eigenheim schützen

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Lebensversicherungen sind ein Sicherheitsnetz für den «Worst Case». Damit bewahren Sie sich selbst und Ihre Familie vor finanziellen Schwierigkeiten bei Erwerbsunfähigkeit oder Tod. Hier lesen Sie, welche Versicherung wann zur Anwendung kommt und welche Vorteile sie Ihnen bietet.

Für Schicksalsschläge gewappnet

Für die Zeit nach dem Erwerbsleben vorzusorgen ist unerlässlich und trägt dazu bei, dass wir unseren gewohnten Lebensstandard auch im Alter fortsetzen können. Doch der Weg zur Pensionierung ist lang. Wer weiss schon, was bis dahin alles passieren kann? Der beste Vorsorgeplan nützt wenig, wenn Schicksalsschläge wie Erwerbsunfähigkeit oder der Tod des Partners zu finanziellen Schwierigkeiten führen und die Altersvorsorge dahinschmelzen lassen.

Doch vor diesen finanziellen Risiken kann man sich schützen: mit Lebensversicherungen, die Sie, Ihre Liebsten und auch Ihr Eigenheim im Falle einer Erwerbsunfähigkeit und im Todesfall unterstützen.

 

1. Versicherung für Invalidität: Erwerbsunfähigkeits-Rente

Bei Erwerbsunfähigkeit bezahlen die Eidg. IV, Pensionskasse oder Unfallversicherung Renten. Diese reichen jedoch vor allem bei Krankheit selten, um den bisherigen Lebensstandard zu halten. Hier kommt die Erwerbsunfähigkeits-Rente zum Zug: Als versicherte Person zahlen Sie regelmässig Prämien und erhalten von der Versicherung eine zusätzliche Rente, falls Sie während der Vertragslaufzeit erwerbsunfähig werden. Die folgende Grafik zeigt wie das funktioniert:

Funktionsweise Lebensverwicherung

Die wichtigsten Vorteile:

  • Die Erwerbsunfähigkeits-Rente verringert die Lücke zwischen bisherigem Einkommen und den Leistungen aus den Sozialversicherungen. Sie können Ihren Lebensstandard halten.
  • Sie können selber entscheiden, ob Sie nur das Risiko Krankheit oder Krankheit und Unfall abdecken möchten. Dabei ist wichtig zu wissen: Arbeitnehmende sind obligatorisch gegen Unfälle versichert; die Leistungen der Sozialversicherungen sind bei einem Unfall in der Regel deutlich höher, die Einkommenslücke für die Betroffenen daher kleiner.

 

2. Versicherung für den Todesfall: Todesfall-Versicherung

Bei einem Todesfall erhalten die Hinterbliebenen Renten von der Eidg. AHV, der Pensionskasse oder der Unfallversicherung. Doch auch hier gilt: Vor allem bei krankheitsbedingtem Ableben liegen die Zahlungen weit unter dem bisherigen Einkommen des Verstorbenen. Hier bietet sich eine Todesfall-Versicherung an: Als versicherte Person zahlen Sie regelmässig Prämien. Falls Sie während der Vertragslaufzeit versterben, erhalten Ihre Hinterbliebenen von der Versicherung eine einmalige Kapitalauszahlung.

 

Die wichtigsten Vorteile:

  • Die Todesfall-Versicherung verringert die Lücke zwischen dem bisherigen Einkommen des Verstorbenen und den Leistungen aus den Sozialversicherungen. Die Hinterbliebenen können den Lebensstandard halten.
  • Sie können entscheiden: Entweder bleibt das Kapital, das im Todesfall ausbezahlt wird, über die gesamte Laufzeit der Versicherung gleich, oder es nimmt von Jahr zu Jahr ab. Bei letzterer Variante sind die Prämien wesentlich tiefer. Sie eignet sich vor allem dann, wenn man gleichzeitig Alterskapital anspart, auf das man im Ernstfall zurückgreifen könnte. Oder wenn die Lebenshaltungskosten im Zeitverlauf sinken – zum Beispiel, weil die Ausbildung der Kinder abgeschlossen ist. Die folgende Grafik zeigt die Unterschiede:
Möglichkeiten versichertes Kapital

3. Versicherung zum Schutz des Eigenheims: Amortisations-Versicherung

Die Einkommenseinbussen bei Erwerbsunfähigkeit oder Tod eines Partners erschweren es, finanziellen Verpflichtungen wie die Zahlung der Hypothekarzinsen und der Amortisation der Hypothek nachzukommen. Im schlimmsten Fall muss das Eigenheim verkauft werden. Hier kann die Amortisations-Versicherung als kombinierte Versicherung Abhilfe schaffen: Anstatt die Hypothek direkt zu amortisieren, zahlen Sie als versicherte Person den jährlichen Amortisationsbetrag in eine Versicherungspolice ein. Das Kapital wird für die fällige Hypothek verwendet.

Die wichtigsten Vorteile:

  • Falls Sie erwerbsunfähig werden, bezahlt die Versicherung die Beiträge weiter. Die Amortisation der Hypothek ist also garantiert und sie können im Eigenheim wohnen bleiben.
  • Weil die Hypothek erst zum Fälligkeitsdatum amortisiert wird, bleiben die Steuerabzüge für die Hypothekarzinsen unverändert hoch.
  • Im Todesfall kann das versicherte Kapital für die Reduktion der Hypothek verwendet werden, so dass die finanzielle Belastung des Eigenheims für die Hinterbliebenen tragbar bleibt.
  • Die Beiträge an die Amortisations-Versicherung können als Einzahlungen in die Säule 3a ebenfalls von den Steuern abgezogen werden.

 

Viele Möglichkeiten, eine individuelle Lösung

Glühbirne

Fazit: Nur Risikoschutz oder in Kombination mit einer Amortisations-Versicherung? Gleichbleibendes oder sinkendes Kapital? Säule 3a oder Säule 3b? Im Kontext von Lebensversicherung stellen sich viele Fragen. Die meisten davon können nicht absolut beantwortet werden, sondern nur individuell für jeden einzelnen Versicherten. So verschieden wie die Lebensentwürfe sind, so verschieden sind auch die Absicherungsbedürfnisse.

Welchen Risiken sind Sie ausgesetzt?

Sie sehen: Es kann sich durchaus lohnen, sich mit einer Versicherung gegen Unerwartetes abzusichern. Doch welche Risiken bestehen überhaupt und wie erkennen Sie diese? Mit unserem Risiko-Radar verschaffen Sie sich einen Überblick. Beantworten Sie die Fragen und gewinnen Sie einen besseren Überblick über Ihre persönliche Situation.