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Renditechancen und Risikobereitschaft

Diversifikation erfordert eine Umsetzung nach Mass. Ein optimal ausbalanciertes Portfolio passt zu Ihrem Risikoprofil, Ihren Zielen und finanziellen Möglichkeiten. Mit einem Diversifikations-Check können Sie Ihr Portfolio systematisch zusammenstellen.

16.12.2025

Was Sie wissen müssen

Wer seine Ziele und finanziellen Möglichkeiten kennt, kann Risiko und Renditechancen entsprechend ausbalancieren. 

 

Breit streuen heisst: Verschiedene Anlagen wählen, die sich am Markt unterschiedlich entwickeln.

 

Nutzen Sie Kennzahlen wie die Volatilität, um Ihr Portfolio objektiv zu bewerten. 

Wichtige Fakten zu Renditechancen und Risikobereitschaft

Wer im Portfolio die Anlagen breit streut, schläft auch in turbulenten Marktphasen ruhig. Denn Gewinne und Verluste gleichen sich in einem breit diversifizierten Portfolio eher aus. Risiko gibt es aber immer – ohne Risiko gibt es auch keine Rendite. Je höher das Risiko, desto höher ist in der Regel auch die mögliche Rendite. Deshalb gilt es für sich festzulegen, mit wie viel Risiko man umgehen kann (Risikobereitschaft) und wie viel finanziellen Verlust man angesichts des Einkommens sowie des Vermögens- und Anlagehorizonts verkraften kann (Risikofähigkeit).

Wichtig ist: Das passende Portfolio sieht für jeden anders aus – es soll zu den eigenen Zielen, dem Risikoprofil und den finanziellen Möglichkeiten passen.

 

Wie das Risikoprofil die Anlagestrategie beeinflusst

Ihr Portfolio sollte zu Ihren Einstellungen und Zielen passen. Das bedeutet: Sie können in Unternehmen investieren, die Sie unterstützen möchten, zum Beispiel nachhaltige Unternehmen. Gleichzeitig wählen Sie eine Mischung, die Renditechancen bietet, aber auch zu Ihrem Risikoprofil passt. Dabei wird darauf geachtet, wie die verschiedenen Anlagen im Portfolio auf Marktgegebenheiten wie Kursschwankungen oder Zinsbewegungen reagieren. Denn nur Anlagen mit geringer oder negativer Korrelation reduzieren das Risiko im Portfolio tatsächlich. Wenn sich alles gleich bewegt, bringt Streuung keinen Schutz. Allerdings werden mit der Risikominimierung auch die Renditechancen reduziert. Als Faustregel gilt: Je langfristiger und risikofreudiger Sie investieren, desto mehr Aktien und ausländische Werte können Sie wählen – das nennt man ein aggressiveres Risikoprofil.  

 

Beispiele für Anlagestrategien: 

Die «Strategy Invest» Fonds von Raiffeisen sind auf unterschiedliche Risikoprofile zugeschnitten und bieten Orientierung für Ihre persönliche Diversifikations-Strategie. Wenn Sie sicher und mit wenig Risiko investieren wollen, eignet sich ein Portfolio, das einen Schwerpunkt auf Obligationen legt (60 Prozent) und Titel enthält, die zu 80 Prozent in Schweizer Franken gehandelt werden. Das gilt als konservative Anlagestrategie. 

Sind Sie bereit, mehr Risiko zu tragen, setzen Sie auf ein Portfolio, das hauptsächlich aus Aktien besteht (80 Prozent) und insgesamt viele ausländische Anlagen enthält (45 Prozent). Nach diesem Prinzip hat beispielsweise der «Strategy Invest Yield» von Raiffeisen in den letzten Jahren zur Werterhaltung des investierten Vermögens beigetragen, während der «Strategy Invest Equity» rund 15 Prozent an Wert zugelegt hat.

Kennwerte nutzen, um das Risiko einzuschätzen

Verschiedene Kennwerte geben Auskunft über das Risiko Ihrer Anlagen. Je besser Sie Bescheid wissen, desto berechenbarer ist Ihr Portfolio.

  • Korrelation: Beschreibt, wie zwei Anlagen auf Marktentwicklungen reagieren. Eine positive Korrelation bedeutet, dass die Anlagen meist gleichzeitig steigen oder fallen. Bei einer negativen Korrelation entwickeln sie sich entgegengesetzt.
  • Volatilität: Misst, wie stark der Kurs einer Anlage schwankt. Je höher die Volatilität, desto grösser die Wertschwankungen – und damit das Risiko.
  • Sharpe Ratio: Zeigt, wie viel Rendite eine Anlage im Vergleich zu ihrem Risiko erzielt. Je höher die Sharpe Ratio, desto besser.
  • Jensens Alpha: Gibt an, ob eine Anlage besser oder schlechter abschneidet als erwartet – gemessen am Benchmark und unter Berücksichtigung des Risikos.
  • Beta: Zeigt, wie stark eine Anlage im Vergleich zum Gesamtmarkt schwankt. Beta > 1 bedeutet: überdurchschnittlich schwankungsanfällig, Beta < 1: unterdurchschnittlich.

Diversifikations-Check

Unabhängig davon, welches Risikoprofil sie wählen: Das dazugehörige Portfolio soll diversifiziert sein. Die folgenden Punkte helfen Ihnen beim Diversifikations-Check:

Diese weiterführenden Themen sind jetzt wichtig für Sie

Häufige Fragen zu Diversifikation

Wir stehen Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung.

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