Immobilienstudie: Zunehmende Bauregulierung hemmt den Wohnungsbau
Trotz klarer Knappheitssignale verharrt die Bautätigkeit auf viel zu tiefem Niveau. Die Raumplanung und stetig zunehmende Anforderungen an neue Bauten haben zu einer spürbaren Expansion der Bauregulierung geführt. Längere und komplexere Planungs- und Bewilligungsprozesse, spürbare Baukostensteigerungen und letztlich eine zu schwache Bautätigkeit sind die Folgen dieser Entwicklung.
27.05.2026
Fredy Hasenmaile interpretiert die Zahlen & Fakten aus der Studie
Die Fakten im Überblick
Mietwohnungen bleiben knapp und gefragt
Irankrieg wird die Baupreise steigen lassen
Bautätigkeit ist Ende der 2010er Jahre eingebrochen
Bauregulierung hat stark zugenommen
Bewilligungsverfahren dauern immer länger
Wachsende Komplexität lässt die Erstellungskosten schnell steigen
Marktüberblick
«Die abgeschwächte Zuwanderung, stabilisierte Baupreise und tiefere Zinsen haben die Mietpreisdynamik spürbar gebremst. Da jedoch dämpfende Effekte auslaufen und steigende Energiepreise neue Kostenimpulse setzen, dürfte die Beruhigung nur temporär sein – zumal die Bautätigkeit trotz klarer Knappheitssignale auf tiefem Niveau verharrt. Die Raumplanung und andere wachsenden gesellschaftlichen Anforderungen, welche mit komplexeren Baugesetzgebungen und einer wachsenden Zahl an Baunormen einhergehen, erhöhen die Hürden für die Bautätigkeit immer mehr. Längere und komplexere Bauverfahren, Baukostensteigerungen und eine zu schwache Bautätigkeit sind die Folgen dieser Entwicklung.»
Michel Fleury
Ökonom Raiffeisen Economic Research
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