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Pensionsplanung im Überblick

05.03.2026

Was Sie wissen müssen

  • Die Leistungen aus AHV und Pensionskasse decken den finanziellen Bedarf im Alter häufig nicht vollständig.
  • Für einen angemessenen Lebensstandard nach der Pensionierung ist oft privat angespartes Kapital nötig.
  • Ein privater Vermögensaufbau braucht Zeit.
  • Idealerweise beginnt die Pensionsplanung bereits ab dem 45. Lebensjahr.
  • Eine sorgfältige Planung umfasst drei Schritte: träumen, konkretisieren und entscheiden.

Wichtige Fakten zur Pensionsplanung

Einen zu frühen Start in die Pensionsplanung gibt es nicht. Idealerweise beginnt man bereits ab dem 45. Lebensjahr, sich mit dem Ruhestand auseinanderzusetzen. Dabei gilt es, zahlreiche Fragen zu klären: Kann ich mir eine Frühpensionierung leisten? Soll ich die Leistungen aus der Pensionskasse als monatliche Rente oder als Kapital beziehen? Kann ich mein Eigenheim im Alter behalten? Und wie gestalte ich die neu gewonnene Freizeit nach der Pensionierung? Je früher man diese Fragen für sich beantwortet, desto mehr Zeit bleibt, sich gezielt auf den gewünschten Ruhestand vorzubereiten.

Eine sorgfältige finanzielle Planung ist deshalb so wichtig, weil die Einkünfte aus der AHV und der Pensionskasse im Alter häufig nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Im Rahmen einer ganzheitlichen Pensionsplanung können solche Vorsorgelücken frühzeitig aufgedeckt und gezielt geschlossen werden. Zusätzliche Einzahlungen in die Pensionskasse, die Nutzung der Säule 3a sowie die Wahl einer passende Anlagestrategie helfen dabei.

Wie Sie Ihren Handlungsspielraum optimal nutzen und Ihren Lebensstandard nach der Pensionierung sichern, zeigt folgender Videobeitrag:

Das Zusammenspiel der drei Säulen bei der Altersvorsorge

Das Renteneinkommen aus der 1. und der 2. Säule – also aus der AHV und der Pensionskasse – deckt in der Regel lediglich 50 bis 70 Prozent des früheren Lohnes. Als Faustregel gilt, dass etwa 80 bis 90 Prozent des letzten Einkommens benötigt werden, um im Ruhestand den gewohnten Lebensstandard beizubehalten. Die Differenz 20 bis 30 Prozent lässt sich durch private Vorsorge schliessen. Da der private Vermögensaufbau Zeit braucht, ist eine rechtzeitige und konkrete Pensionsplanung unerlässlich.

Vorsorgelücke aus AHV und Pensionskasse

Quelle: Raiffeisen

Die Vorteile einer frühzeitigen Pensionsplanung

Je früher man sich mit seinen Wünschen für den Ruhestand auseinandersetzt, desto grösser ist der Handlungsspielraum. Es bleibt mehr Zeit, um ein solides finanzielles Fundament für die Pension aufzubauen. Darüber hinaus bietet eine frühzeitige Pensionsplanung folgende Vorteile:

  • Ganzheitlicher Blick auf die finanzielle Situation: AHV, Pensionskasse, Säule 3a, privates Vermögen, Steuern, Immobilien, Hypotheken und Nachlass fliessen in die Planung ein.
  • Optimierung der Vorsorgesituation: Aufeinander abgestimmte Massnahmen helfen dabei, Vorsorgelücken zu schliessen und die finanzielle Sicherheit im Alter zu verbessern.
  • Vermeidung von Fehlentscheiden: Komplexe und oft einmalige Entscheidungen wie Rente vs. Kapitalbezug oder Hypothekenanpassungen werden fundiert vorbereitet.
  • Steuerersparnisse: Mit einer vorausschauenden Planung lässt sich die Steuerbelastung vor und nach der Pensionierung oft deutlich reduzieren.
  • Klarheit über die finanzielle Zukunft: Eine detaillierte Übersicht schafft Sicherheit und reduziert Ungewissheit deutlich.

Erste Schritte und Meilensteine einer Pensionsplanung

Die Pensionsplanung gliedert sich in drei Schritte: Träumen, konkretisieren und entscheiden. Um sich alle Optionen offen zu halten, sollte Schritt 1 idealerweise mit 45 bis 50 Jahren in Angriff genommen werden.

  • In der ersten Phase der Pensionsplanung stehen Ihre Träume und Visionen im Vordergrund. Es geht darum, erste Wünsche für die Zeit nach der Pensionierung zu definieren – und sie mit den finanziellen Möglichkeiten abzugleichen. Ein Beratungsgespräch verschafft Ihnen einen ersten Überblick.


    Themen in dieser Phase

  • Ihre Pensionsplanung wird konkreter: Sie legen den Pensionierungszeitpunkt fest und planen den Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand. Einige Jahre vor der Pensionierung ist zudem der richtige Zeitpunkt, die Finanzen noch einmal zu justieren. Dazu gehört unter anderem, den Kapitalverzehr zu berechnen und die passende Anlagestrategie für angesparte Vermögenswerte zu definieren.


    Themen in dieser Phase:

  • In dieser Phase machen Sie Nägel mit Köpfen. Sie fällen den wichtigsten Entscheid der Pensionsplanung: den Bezug ihres Pensionskassenguthabens als Rente, Kapital oder Mischform. Die Auszahlung der Säule 3a stimmen Sie zeitlich darauf ab. Kümmern Sie sich schliesslich auch um operative Schritte: Melden Sie den Rentenbezug bei der AHV und gegebenenfalls den Bezug einer Kapitaloption bei der Pensionskasse an.

     

    Themen in dieser Phase:

    • Entscheid über die Bezugsart des Pensionskassenguthabens treffen
    • Vorsorgegelder (3a, Freizügigkeit, Pensionskasse) gestaffelt über mehrere Jahre beziehen
    • Einnahmen und Ausgaben kontrollieren
    • Reserven bestimmen
    • Vermögensverbrauch detailliert prüfen und gegebenenfalls anpassen
    • Nachlass planen

Diese weiterführenden Themen sind jetzt wichtig für Sie

Häufige Fragen zur Pensionsplanung

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