Die grosse Umzugs-Checkliste

Steht Ihnen ein Umzug bevor? Mit unserer Checkliste, unterteilt in die drei wichtigen Phasen: Vorbereitung, Umzugstag und Einzug, umgehen Sie als Mieter oder (Neu-)Eigenheimbesitzer gekonnt alle Zügel-Hürden.

Checkliste für den Umzug

Mit unserer Checkliste für Ihren Umzug ziehen Sie stressfrei ins neue Eigenheim.

Die Zahlen der Umzugsstudie 2018 von Homegate sind beeindruckend. 15 Prozent der in der Schweiz wohnhaften Personen und damit etwa 67'000 Menschen sind in den letzten eineinhalb Jahren pro Monat umgezogen. Dabei haben sie ihre Habseligkeiten in über zwei Millionen Kartons von einem Haushalt in den nächsten gezügelt. Zügeln ist beliebt – und das, obwohl ein Umzug viel Arbeit bedeutet.

Damit die Freude über die Traumwohnung oder das langersehnte Eigenheim auch während des Wechsels vom einen zum anderen Ort bestehen bleibt, ist eine gute Umzugsplanung das A und O. Unsere Checkliste (PDF, 211.7KB) für drei Phasen – Vorbereitung, Umzugstag und Einzug – unterstützt Sie dabei, die vielen Aufgaben einzuteilen und stets den Überblick zu behalten. 

 

1. Die Vorbereitungsphase

Überlegen Sie sich, ob Sie den Umzug selbst über die Bühne bringen oder professionelle Hilfe in Anspruch nehmen möchten. Beide Varianten bieten Vor- und Nachteile. Fabio Vaia, Leiter Privatumzüge bei der Umzugsfirma Welti-Furrer AG, rät: «Die Offerte einer Umzugsfirma sollte anhand einer Besichtigung erstellt werden. Achten Sie darauf, dass Sie dem Berater alles zeigen – auch Estrich oder Keller.» So kann der Profi die nötigen Ressourcen richtig einschätzen, genug Personal und ein genügend grosses Fahrzeug einplanen.

Denken Sie ausserdem daran, frühzeitig Sondergenehmigungen zu beantragen – beispielsweise für das Parkieren in Halteverbotszonen am Umzugstag. Hinterlegen Sie einen Nachsendeauftrag bei der Post und melden Sie sich bei Leistungserbringern wie Strom-, Gas- und Wasserlieferanten ab, respektive an. Bei diesen und vielen weiteren Vorbereitungen hilft Ihnen Kapitel 1 unserer Umzugs-Checkliste (PDF, 211.7KB).

 

2. Der Umzugstag

Der Umzugstag ist anstrengend. Starten Sie ihn also möglichst ausgeruht. Achten Sie darauf, dass alle Kisten gepackt sind und bereit stehen. Beim Do-it-yourself-Modell sollten Sie zudem genügend Verpflegung für Ihre Helfer vorbereiten, denn mit leerem Magen lässt es sich bekanntlich schlecht anpacken. Erste Priorität beim Umzug haben die Küche und das Schlafzimmer. Erst danach sollten Sie Badezimmer, Büro, Keller, etc. einrichten.

Im neuen Zuhause angekommen, sollten Sie als Mieter als erstes das Antrittsprotokoll mit dem Vermieter ausfüllen. In dieses Protokoll werden alle Schäden und Abnutzungen aufgenommen. Achten Sie darauf, alle Mängel aufzulisten – auch solche, die Sie nicht stören. Denn für Mängel, die nicht aufgelistet werden, können Sie später vom Vermieter verantwortlich gemacht. Dasselbe gilt für bauliche Veränderungen durch den Vormieter, wie zum Beispiel selbst gestrichene Wände oder den Einbau einer Waschmaschine. Die Übernahme oder Nicht-Übernahme solcher Veränderungen ist schriftlich festzuhalten. Sie sind nicht Mieter, sondern Käufer? Dann lesen Sie mehr zum Thema Mängel nach Hauskauf

 

Umzugscheckliste

Ist der Umzug gut geplant, sparen Sie viel Zeit und Nerven.

Geben Sie Ihre bisherige Wohnung ab, füllen Sie ebenfalls ein Übergabeprotokoll mit dem Vermieter aus. Lesen Sie es genau durch und unterschreiben Sie nur, wenn Sie damit einverstanden sind. Grundsätzlich muss der Vermieter für Reparaturen oder den Ersatz von kaputten Gegenständen aufkommen. Bei «übermässiger Abnutzung» zahlen Sie als Mieter – aber nur den sogenannten Zeit- oder Restwert. Die Lebensdauertabelle gibt Aufschluss darüber, welche Bestandteile Ihres Zuhauses wie lange halten sollten. 

Bei Unklarheiten zu Schäden können Sie die Hausratversicherung oder einen Wohnungsexperten, zum Beispiel den Mieterverband, beiziehen. Lesen Sie alles rund um die Wohnungsabgabe und wie Sie Ärger vermeiden.

Haben Sie einen Putzdienst beauftragt? Dann achten Sie auf eine Abnahmegarantie: Sie verpflichtet das Reinigungsunternehmen, bei der Übergabe vor Ort zu sein und nötigenfalls nachzubessern. Die Schlüsselübergabe ist zwingend schriftlich vom Vermieter zu bestätigen. Einen reibungslosen Einzug stellen Sie mit Kapitel 2 unserer Umzugs-Checkliste (PDF, 211.7KB) sicher.

3. Der Einzug

Lassen Sie Ihre Haustüre und den Briefkasten beschriften. Melden Sie sich und, falls vorhanden, Ihren Hund, bei der Einwohnerkontrolle Ihrer neuen Wohngemeinde an. Teilen Sie Ihre neue Adresse Ihrer Bank, Versicherung, dem Arbeitgeber, Kunden, ihrer Familie und Freunden mit.

Nach Regelung aller Schäden in der Altwohnung wird die Mietzinskaution an Sie ausbezahlt. Überprüfen Sie die Überweisung. Damit Sie nach dem Umzug an alle weiteren wichtigen Punkte denken, unterstützt Sie Kapitel 3 unserer Umzugs-Checkliste (PDF, 211.7KB).

So langsam kommen Sie an und Ihre Wohnung oder Ihr Haus nimmt Gestalt an. Nutzen Sie die Chance, ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis aufzubauen und stellen Sie sich bei Ihren Nachbarn vor. Gute Beziehungen im Wohnquartier sind unbezahlbar! Ihrem reibungslosen Umzug sollte nun nichts mehr im Weg stehen. RaiffeisenCasa wünscht Ihnen viel Freude im neuen Zuhause! 

 

Aufgepasst: Versicherungen anpassen!

Ziehen Sie von einer Mietwohnung in ein Eigenheim? Dann passen Sie unbedingt Ihre Versicherungen an. Für Hausbesitzer ist in fast allen Kantonen eine Gebäudeversicherung obligatorisch. Sie übernimmt die Kosten von Schäden, die durch Feuer oder Elementarereignisse verursacht wurden. Zusätzlich sollten Sie den Abschluss einer Gebäudewasserversicherung sowie allfälliger Zusatzversicherungen – etwa für den Garten – prüfen. Stockwerkeigentümer schliessen entsprechende Versicherungen am besten gemeinsam über ihre Verwaltung ab.

Passen Sie auch die Hausratversicherung an die neuen Umstände an. Und schliessen Sie, falls noch nicht vorhanden, auf jeden Fall eine Privathaftpflichtversicherung ab. Sie übernimmt Schäden, die aufgrund Ihres Eigentums an Dritten entstehen – etwa, wenn jemand auf Ihrem Vorplatz ausrutscht und sich ein Bein bricht.

  

5 Einpacktipps vom Zügelprofi

Fabio Vaia von der Umzugsfirma Welti-Furrer AG weiss, worauf beim Packen besonders geachtet werden sollte:

 

  • Beginnen Sie frühzeitig mit dem Packen. So können Sie Ihr Hab und Gut ohne Zeitdruck und sorgfältig verpacken. 
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  • Füllen Sie Umzugskartons nur so weit, dass Sie den Deckel noch problemlos verschliessen können. Achten Sie darauf, dass ein Karton nicht mehr als 30 Kilogramm wiegt. 
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  • Verwenden Sie zum Verpacken keine Zeitungen. Zeitungspapier färbt ab und könnte ungewünschte Spuren hinterlassen.
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  • Beschriften Sie Kartons mit Inhalt und Wohnraum. So kann beim Zügeln alles reibungslos und effizient im richtigen Zimmer platziert werden.
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  • Nutzen Sie keine Tragtaschen oder Kehrichtsäcke. Sie sind nicht stapelbar und werden leicht mit Abfall verwechselt.